Das Abwerten der deutschen Kultur

Der in den letzten Monaten omnipräsente Terminus „Flüchtlingskrise“ hat uns darüber hinweggetäuscht, dass es neben den zahlreich „Geflüchteten“ aus aller Welt durchaus noch andere anspruchsvolle Kostgänger im Lande gibt, deren vielfältige Bedürfnisse wir ganz offensichtlich vernachlässigt haben. Wir akzeptieren deren „Gegengesellschaften“ in unseren eigenen Städten schon lange mit der müßigen Feststellung: „die sind eben so“ – und nehmen dies, so wie auch ihr teilweise empörendes Benehmen und tiefsitzendes Misstrauen uns gegenüber, hierzulande hin, wie ein Naturereignis, das eben nicht abgewendet werden kann. Man versucht den besonders Aggressiven unter ihnen aus dem Wege zu gehen, was nicht immer gelingt. Und man ist bestrebt, mit allen anderen „Heißblütern“ irgendwie klarzukommen, was ebenfalls nicht immer ganz einfach ist – oft nur dann funktioniert, wenn man ihnen nachgibt. Kurzum; wir haben uns schon fast daran gewöhnt, diese überaus schwierigen, hochanspruchsvollen und mitunter auch sehr kräftig „austeilenden“ türkischen Dauergäste „aufgenommen“ zu haben, von denen uns im täglichen Miteinander leider nicht wenige mit tiefster Verachtung und auch deutlich sichtbarer Abgrenzung begegnen.

(Von cantaloop)

Angesichts der nun aktuellen, wahrlich besorgniserregenden Ereignisse hinsichtlich der Animositäten unserer schwierigen türkischen „Freunde“, rücken diese nun wieder verstärkt in den Fokus unserer Wahrnehmung. Waren sie etwa nur ein wenig eifersüchtig auf die neuerlich angekommenen „Schutzsuchenden“, die im Moment die volle Aufmerksamkeit von Medien und politischem Establishment genießen? Oder müssen sie uns, den „Kuffar“, nur einfach einmal wieder zeigen, wo der „türkische“ Hammer hängt? Geschmückt mit Halbmond und im roten Fahnenornat ziehen sie in großer Anzahl zu ihren, hier in der Diaspora sprechenden „Führern“, sie lauschen ihnen verzückt, jubeln frenetisch. Ein ideologisch aufgeladenes Pathos allererster Güte. Unbändiger Stolz, Herrenmenschentum und unreflektierter, plumper Nationalismus. Fast schon vergessen geglaubte „Werte“ feiern hierzulande nun wieder fröhliche Urständ – währenddessen von Antifa und sonstigen linsksgesonnenen „Gesichtszeigern“ weit und breit keine Spur zu sehen ist.

So wie vielerorts die „einfachen“ türkischstämmigen Bürger auf der Straße, ist auch deren „Führungspersonal“ in Wortwahl und Habitus nicht eben zimperlich. Im Austeilen sehr selbstbewusst – im Einstecken jedoch sehr mimosenhaft. So sind wir es ja gewohnt in Almanya und haben gelernt, einigermaßen damit klarzukommen. Man muss eben „aufpassen“, was man zu ihnen sagt. Zum Dank für unser endloses Verständnis werden wir dann von türkischen „Elternbeiräten“ schlussendlich als „Köterrasse“ bezeichnet. Dabei sitzt bei den stolzen Türken sowohl der osmanische Krummsäbel als auch die Nazikeule immer recht locker – und der deutsche Systemparteien-Politiker sowie die gesamtgesellschaftliche „Elite“ duckt sich feige darunter weg, so gut es ihnen eben möglich ist. Um ja nicht als Rassist zu gelten, nimmt man auch die schlimmsten Beleidigungen stoisch und achselzuckend zur Kenntnis, nicht selten von der fälschlichen Annahme geleitet: „Die meinen es doch eigentlich gar nicht so“.

Nun sind aber sämtliche politischen Demarkationslinien eindeutig überschritten worden, der türkische „Lideri“ Erdogan nebst Gefolge tobt und wütet angesichts seiner zurückgewiesenen Forderungen, in noch nie dagewesener Art und Weise. Zwischenzeitlich droht er sogar offen und unverblümt mit Aufstand (PI berichtete) und macht aus seiner tiefen Verachtung und Überheblichkeit gegenüber uns „Bio-Deutschen“ keinerlei Hehl mehr. Und dieses Gehabe färbt eben auch auf seine zahlreichen Anhänger, die speziell im bunten deutschen Lande sehr selbstbewusst auftreten, ab. Ein Fingerschnippen von ihm würde genügen und Zehntausend, wenn nicht gar Hunderttausend fanatisierte Türken würden sich in Bewegung setzen. Was dabei herauskommt, haben wir schon bei den „Putschversuchen“ gegen den selbsternannten Sultan im vergangenen Jahr gesehen. Aufgestachelte Muslime sorgen immer für Gewalt, Brutalität und Leid. Erdogan hat große Macht über seine vielen Anhänger, das sollte man keinesfalls unterschätzen. „Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Kraft und Wahrheit fehlt“, der bekannte Aphorismus des Philosophen Schopenhauer kennzeichnet auch hier die Gesamtsituation treffend.

„Psychopathologisches Phänomen der Projektion“ nennt man dies in der Psychologie – um von den eigenen Unzulänglichkeiten abzulenken, wird frontal auf Angriff übergegangen. Das hat eine lange Tradition im osmanischen Reich und auch bei vielen Muslimen. Und was hat die deutsche Politik – und vor allem die „stimmgewaltige“ Medienkaste – dem entgegenzusetzen? Bis auf ein paar rühmliche Ausnahmen mahnen sie wieder einmal zur „Besonnenheit“, zu „Toleranz und Verständnis“. Unsere zumeist linksorientierten „Gutmeinenden“ klären uns auf hinsichtlich der islamischen „Sonderregeln“, die jedoch im Umkehrschluss keinerlei Rücksichtnahme gegenüber den Befindlichkeiten von AfD oder gar Mr. Trump kennen.

Auch die Kanzlerin ist lediglich „betrübt“ ob der Aussagen der türkischen Wüteriche – und sieht nur die „Singularität“ der Verbrechen des dritten Reiches in Gefahr, deren Relativierung sie durch den übermäßigen „Nazi-Vorwurf“ befürchtet. Sonst herrscht beredtes Schweigen. Keine scharfe Zurückweisung, kein Einbestellen des entsprechenden Botschafters. Keiner der reichlich vorhandenen diplomatischen Wege wurde in dieser Causa offiziell bislang beschritten. Man weicht erst einmal zurück – und wartet ab. Man verleugnet sich selbst und sein „Volk“ und versucht, durch Abwerten der eigenen Kultur und durch Zurückstellen der eigenen Interessen den Zorn des Gegners auszubalancieren. Ob das nun klug oder nur besonders hasenfüßig ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Man erachtet demzufolge sich selbst und vor allem seinen „Souverän“ für nicht so wichtig, mahnt zur „Rücksichtnahme“ in der Bevölkerung und gefällt sich ansonsten in der Rolle des ach-so „besonnenen“ Freundes der Türken, so wie es auch der (neue) deutsche Außenminister handhabt. Anstelle einmal sinnbildlich mit der Faust auf den Tisch zu hauen, stellt man die eigenen Partikularinteressen freiwillig in die hinterste Ecke. Deutschland zuletzt.

Der tiefste Kotau und der allerhöchste „Respekt“ vor dem Islam ist hierbei Mittel zum Zweck – kein Politiker der amtierenden und auch zukünftigen Bundesregierung scheint damit irgendein Problem zu haben. Und selbst wenn, wird er sehr schnell wieder auf „Linie“ gebracht. Unter anderem auch von der Kanzlerin selbst, die bekanntlich eine wahre Meisterin im „Aussitzen“ von drängenden Problemen ist. Auch der designierte Kanzlerkandidat der Sozialdemokraten, angeblich immer um Gleichheit und Gerechtigkeit bemüht, ist auffallend zurückhaltend gegenüber den offenen türkischen Anfeindungen.

Weiß er doch nur zu genau, dass er sein zukünftiges Wahlklientel mit polarisierender Dialektik nicht zu sehr vergraulen darf. Die Zukunft der Deutschen ist eben „Antideutsch“. Wer dies angesichts der derzeitigen, wahrhaft brisanten Lage immer noch nicht glauben kann, dem sei ein Blick auf die Parteiprogramme von SPD, Linkspartei und insbesondere in die Agenda der Bündnis- Grünen empfohlen. Dort kann man es Wort für Wort nachlesen, wie sich der überaus islamfreundliche Linksblock „R2G“ oder auch eine „Groko“ unter SPD-Führung die nähere Zukunft unseres Landes vorstellt. Und die türkischen Muslime im Lande wollen fürderhin nicht mehr nur „partizipieren“ – sie wollen führen. So wie sie es überall auf der Welt anstreben.

Eigentlich wäre dies alles eine Steilvorlage sondergleichen für die einzige politische „Alternative“ derzeit. Doch Selbige ist momentan so sehr mit sich selbst und ihren Personalquerelen beschäftigt, dass ihr die Zeit und offenbar auch der politische Instinkt fehlen, um die wirklich wichtigen Belange des Landes zu fokussieren. Bitte besinnt euch endlich, möchte man ihnen zurufen. Das Land braucht jetzt eine starke und in sich geeinte AfD – auch wenn wir wissen, dass eine junge Partei im Grunde wie ein Sack Flöhe zu handhaben ist. Viel Zeit bleibt leider nicht mehr, bis zum Schicksalsherbst 2017.