Dresden: Campino befiehl – wir folgen dir!

Während am Montag Pegida wie immer friedlich in Dresden für Recht und Freiheit in unserem Land demonstrierte, gab es daneben auch die Abgehängten, die ihr Studium nicht schaffen, keinen Job durchhalten oder ihr Abi erst nach zwei mal Sitzenbleiben schaffen und diesen nicht ehrenrührigen Misserfolg dann allerdings nicht sublimieren können.

Solche waren es, die am Montag hinter einer laut schreienden Neuversion des Hamelner Rattenfängers hertrotteten, dem Sänger der Toten Hosen, Campino, um sich für das in Stimmung zu bringen, was sie allein auf die Reihe kriegen: Randale, und Gewalt gegen andere Menschen. Die nennen sie bei solchen Gelegenheiten „Nazis“, wenn sie Lust auf Gewalt haben, um eine Legitimation für ihre Hassausbrüche und ihre Prügelattacken zu haben, ähnlich wie die Nazis es mit den Juden hielten.

Im Gegensatz zu früher müssen die Anhänger von Pegida aber noch keine gelben Aufnäher mit einem schwarzen „P“ tragen und das führte zu einem Missverständnis. Denn während die Botschaft klar war (Campino: „Es gehört sich eigentlich, denen auf die Fresse zu hauen“), so fehlte schon wieder eine eindeutige Kennzeichnung derer, an denen man gerade gut in Stimmung seinen Frust ablassen wollte. Es kam zu einem Missverständnis am Ende der Veranstaltung von NoPegida (NoPe), denn ein Falscher wurde verprügelt:

Doch dann formierte sich aus der sich auflösenden Versammlung eine Gruppe schwarz gekleideter Linksautonomer.

Mit einem Banner zogen sie in einer Spontandemo über die Alaunstraße bis zur Louisenstraße. Unterwegs vermummten sie sich, zündeten Bengalos und attackierten den KiezKlub. Traten eine Scheibe ein.

Zwei Passanten, darunter ein Jogger, welcher zufällig vorbei kam, wurden krankenhausreif geschlagen. Nach TAG24-Informationen lief der Jogger in der Vergangenheit schon selbst bei den NOPE-Veranstaltungen mit. Die Linksradikalen hatten somit also einen Sympathisanten verprügelt.

Der arme Jogger hatte nicht daran gedacht, dass die eigenen „Antifa“-Leute vor der Aburteilung von „Nazis“ keine Anhörung durchführen, und aus einem Bauchgefühl heraus ihre Urteile mit anschließender Lynchjustiz üben. Er nahm an, dass ihm dies nicht passieren könnte, weil er ja nicht inmitten der zum Abschuss frei gegebenen Gruppe von Pegida in Dresden stand. Er joggte nur und bedachte nicht, dass dies als Fluchtverhalten eines Nazis interpretiert werden könnte.

Als echtem Anhänger von NoPe mag es dem krankenhausreif geschlagenen Jogger immerhin zum Trost gereichen, dass es „eigentlich“ gegen „Nazis“ ging. Er selbst wird in diesem Falle für die „Anti-Fa“ wahrscheinlich als „Kollateralschaden“ verbucht werden, beim Verfolgen einer „guten Sache“. Schließlich wollte man doch nur „Nazis auf die Fresse“ hauen, wie es der Führer als angemessen vorgab.