Erdogan will Auftrittsverbot-Verantwortliche „wegen Terror-Beihilfe“ vor Gericht sehen

Wie PI am Freitag bereits berichtete, hat der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu nach dem geplatzten Auftritt des türkischen Justizministers Bekir Bozdag in Baden-Württemberg unverhohlen gedroht: “Deutschland muss lernen, sich zu benehmen!”. Auch Staatspräsident Erdogan meldet sich jetzt erstmals zum verhinderten Wahlkampfauftritt seines Ministers in Deutschland zu Wort.

Focus schreibt:

„Sie lassen unseren Justizminister nicht zu Wort kommen. Sie lassen unseren Wirtschaftsminister nicht zu Wort kommen“, sagte Erdogan am Freitag bei einer Preisverleihung in Istanbul. Die Verantwortlichen müssten wegen, so Erdogan wörtlich: „Beihilfe zum Terror vor Gericht kommen. Das liegt so offen auf der Hand“. Wen der Staatspräsident mit „den Verantwortlichen“ genau meinte, blieb unklar.

Dass die türkischen Möchtegern-Imperialisten nicht wie in der Vergangenheit ihre in Deutschland stationierten Kolonialtruppen besuchen durften, hängt alleine mit der im Herbst stattfindenden Bundestagswahl und der AfD zusammen. Jahrzehnte lang haben sämtliche Altparteien die Unterwanderung und Zersetzung Deutschlands durch von der Türkei aus gesteuerte türkische Verbände tatenlos zugesehen, wenn nicht sogar aktiv gefördert. Im Mai 2015 durfte z.B. Erdogan in Karlsruhe vor 14.000 in Deutschland lebenden türkischen Besatzern verkünden, das „Türken in Deutschland ein Teil der Macht Ankaras sind“. Diese imperialistischen Frechheiten sind noch unverständlicher, wenn man z.B. nachfolgenden heute erschienenen Welt-Artikel „Fünf Gründe, warum die Türkei von uns abhängig ist“ liest.

Die Türkei benutzt seit Jahrzehnten Deutschland als Sozialamt für seinen arbeitslosen Bevölkerungsüberschuss. Laut einer Statistik aus dem Jahre 2012 sind fast 25 Prozent der in Deutschland lebenden Türken auf Hartz IV angewiesen. Und dies wird sich in Zukunft auch nicht ändern. 60 Prozent der türkischstämmigen Frauen und fast die Hälfte der Männer bleiben ohne jeglichen Schulabschluss. Angefangen hat diese fatale Entwicklung im Jahre 1961 mit der durch die Türkei und die USA erzwungene Aufnahme sogenannter türkischer Gastarbeiter.

Es gibt Türken, die 365 Tage im Jahr jammern, wie schlecht es ihnen hier in Deutschland geht, und wie schlecht sie behandelt werden. Rund 65 Prozent haben im Juni 2015 bei der türkischen Parlamentswahl die Erdogan-AKP oder die Graue Wölfe Partei MHP gewählt. Die gleichen Personen erzählen 365 Tage im Jahr, wie toll die Türkei ist, und versuchen Deutschland in selbige umzuwandeln. Warum bedeutet es trotzdem für diese Leute die absolute Höchststrafe, wenn sie in der Türkei leben müssten? Deutschland sollte den Hartz 4-Beziehern unter ihnen im Falle einer Reimigration die Bezüge auch in der Türkei weiterhin bezahlen, wäre auf längere Sicht gesehen für beide Seiten ein Gewinn.

Gleichzeitig fragt man sich, warum der angebliche Wirtschaftsriese und die baldige Supermacht Türkei (fragte letzte Woche um wirtschaftliche Unterstützung seitens Deutschland an, und erhält auch Entwicklungshilfe) für seine in Deutschland „gepeinigten“ Landsleuten keine Voraussetzungen schaffen kann, damit diese dort ein Auskommen finden?

Kleiner Tipp von PI: Geht heim! Erdogan braucht euch in der Türkei, und dort kann er für euch sorgen und Wahlkampf machen, bis er schwarz wird.