Betreutes Denken

Möglichst befreit zu sein von all den negativen Einflüssen, die die Menschheit so belasten können, war schon immer ein erstrebenswertes Ziel zur persönlichen Komfortmaximierung. Je mehr man also an Pflichten, Aufgaben und Diensten wegdelegieren kann, umso einfacher wird unser aller Leben sein. Könnte man meinen. Deshalb soll auch die lästige Obliegenheit des Nachdenkens, Reflektierens und Abwägens zukünftig undifferenzierter gestaltet werden.

(Von Cantaloop)

Die politische Willensbildung erfolgt der Einfachheit halber und per Dekret nur noch eindimensional, so dass es für den Einzelnen sehr viel simpler sein wird, das „Gute“ zu erkennen – und das vermeintlich „Böse“ zu bekämpfen. Was wie eine hehre Absicht daherkommt, erweist sich bei näherer Betrachtung jedoch als Mogelpackung. Nur, dies zu durchschauen wird nach jahrelanger linksgrüner Indoktrination vor allem für die ganz jungen und sehr alten Generationen immer verzwickter.

Das linkspolitisch geprägte Establishment versucht seit langem, unser in Deutschland stark verankertes und zumeist konservativ-liberal orientiertes Bildungsbürgertum „aufzuweichen“ – in dem man einfach an deren Humanität und Integrität appelliert, den „selbstgebastelten“ Moral-Kodex über alles andere stülpt, so dass man als „anständiger“ Staatsbürger ja eigentlich gar nicht anders kann, als ihnen zuzustimmen. Die „Nanny-Medien“ leisten der amtierenden Politik dabei nicht erst seit der aktuellen Flüchtlingskrise wertvolle Schützenhilfe.

Es wird mit allen perfiden Mitteln gearbeitet; da wird verschwiegen, vertuscht und beschönigt, dass sich die Balken biegen. Stellenweise werden sogar Kriminelle geschützt und deren Opfer verhöhnt, um ja kein Umkippen der ohnehin gereizten Stimmung in der angestammten Bevölkerung zu forcieren. Seriöse Berichterstattung sieht anders aus. Eine weitere Taktik; man verschafft jedem Möchtegern–Promi die entsprechende Plattform, um dessen Botschaft, die natürlich stets im Sinne des Systems und damit automatisch „richtig“ ist, unter das „zahlende“ Volk zu bringen.

Just diese Medien, die sich seit geraumer Zeit ihr Betätigungsfeld dahingehend erweitert haben, dass sie die Menschen nicht nur zu informieren gedenken, sondern sich darüber hinaus auch noch anmaßen, Hinweise zu geben, zu beraten – und vor allem anzusagen, was man überhaupt nicht tun sollte, sind ursächlich für die Polarisierung und tiefe Spaltung der Bevölkerung. So wird beispielsweise ganz unverblümt dafür geworben, die AfD im politisch offenen Dissens auszugrenzen. Auch einen sehr bekannten Fußball-„Nerd“ spannt man da gerne mal vor seinen politisch hyperkorrekten Karren. Ohne jeden Anflug von Kritik an den derzeitigen Mißständen lässt dieser dann seinen Sermon ab, stets wohlklingend fürs „linksbündige“ Merkel-System – aber hart in der Sache gegen alles „Rechtspopulistische“. Wie sehr fürchten sie doch die mediale Schelte, die unmittelbar erfolgen würde, sobald man da nicht „mitspielt“. Dies ist eben auch eine Art von „Erziehung“ und „befreit“ ebenfalls vom Nachdenken.

Wenn man, wie hierzulande üblich, von eher flachgebildeten, dafür aber weitläufig bekannten Zeitgenossen hinsichtlich der eigenen politischen Orientierung aufgeklärt wird, so liegt die Gefahr nahe, dass man sich aus Bequemlichkeit und Sorge vor gesellschaftlicher Ächtung einfach so dem vorgegebenen politischen Zeitgeist anpasst. Gewissermaßen: „Par ordre du Mufti“. Appeaser gab es schließlich zu jeder Zeit. Denn wer im Sinne des Regimes denkt, fühlt und handelt, kann in den meisten Fällen ein ruhiges Leben genießen, bekommt keinen Ärger mit Antifa und Konsorten und erscheint auch als Prominenter weiterhin in hellem Lichte.

Steter Tropfen höhlt den Stein – ein populäres Idiom, das auch im Nachrichtensektor reichlich Anwendung findet. Schon deshalb berichten alle „Leitmedien“ unisono negativ über die AfD und deren Personal. Nichts, aber auch wirklich gar nichts was diese Partei macht, anstrebt oder umsetzt, wird in irgendeiner Art positiv konnotiert. Jede Äußerung oder Vision aus ihren Reihen wird auf die berühmte Goldwaage gelegt – und wenn irgend möglich, ins Negative interpretiert. Spitzfindigkeiten, Zynismus und Entmenschlichung sind die probaten Mittel hierzu – ein fairer Diskurs oder gar menschliche Empathie erscheint unendlich weit entfernt zu sein.

Solch eine abwertende und bösartige Berichterstattung bleibt natürlich nicht folgenlos. So werden zum kommenden AfD-Parteitag in Köln bis zu 50.000 medial aufgestachelte „mutige“ Gesichtszeiger erwartet, die diesen von der Regierung und der Presse kolportierten Hass regelrecht absorbiert haben, das ganz offen ausleben wollen und offenbar auch „dürfen“. Tragischerweise sehen sie – bis zur geistigen Selbstaufgabe (siehe nachfolgendes Video „Flashmob Maritim-Hotel“) – ihre eigenen Landsleute und Mitbürger als Feind an und vor der tatsächlich aufziehenden Gefahr verschließen sie die Augen.

Das heißt im Klartext wohl nichts anderes, als dass mehrere Zehntausend, der eigenen Urteilskraft vollständig beraubten Mitbürger, gegen eine mehr als überfällige Opposition in der Regierung ankämpfen, sich dadurch mittelfristig die eigene Freiheit abgraben – und eine demokratisch legitimierte Partei einfach so vom gesamtgesellschaftlichen Diskurs ausgrenzen wollen. Dazu werden bestehende Gesetze im günstigsten Fall umgangen, oder aufgrund der eigenen Hybris einfach „weggewischt“. Die richtige Gesinnung ist eben alles. Da bleibt jede weitere Erwägung unerwünscht, ja sogar unnötig. So hielten es auch alle politischen Granden der untergegangenen sozialistischen Systeme weltweit, die stets nur sich selbst und ihre Vasallen beweihräucherten und alle anderen scharf angriffen. Die bekannte psychologische Projektion eben. Im Übrigen eine schöne Analogie zu aktuellen Vorgängen in den Reihen unserer Qualitätsmedien. Diese verleihen ihre Preise und Auszeichnungen, geschmückt mit viel Distinktion, mittlerweile auch nur noch an „Gleichgesinnte“ – eine illustre Ansammlung von angeblich moralisch-hochwertigen „Gutmeinenden“, die sich schulterklopfend selbst feiern – und im Umkehrschluss infamste Hetze gegen alle kritischen Geister betreiben.

Wie weiland im Politbüro von Honecker und seinen Schergen, die ja noch Stunden vor dem finalen Mauerfall geglaubt hatten, dass sie ewig regieren werden, kommt so manch einem die derzeitige gesamtpolitische Gemengelage vor. Denn – sobald die mündigen Bürger wieder beginnen, selbstständig zu denken, gerät solch ein ideologisch aufgeladenes Gefüge ins Wanken. Deshalb läuft die derzeitig lancierte Propaganda gegen alles angeblich „Rechtspopulistische“ auch auf Hochtouren, diese mediale Dreckschleuder gegen alle Andersdenkenden wird ja vielerorts gar nicht mehr abgestellt. Erfolgreiche politische Propaganda besteht ja fast immer im geschickten Einsatz von Unschärfe, zumeist ohne Distanz zur eigenen Antipathie.

Alles gemäß dem Credo; „Die Demokratie der sozialistischen Freiheit bedeutet, dass alle sozialistisch reden, schreiben und denken! Alles andere müssen wir gesetzlich erfassen, damit sie keine Öffentlichkeit haben.“ Der chronisch übereifrige Justizminister Maas hat dies bereits verinnerlicht.

Wünschen wir der derzeit einzigen Oppositionspartei, dass diese die Zeichen der Zeit endlich erkennt – und sich nicht kampflos den Schneid von linksorientierten, systemkonformen „Hatern“, bei denen das Denken mittlerweile „Glückssache“ ist, abkaufen lässt.