Freuen sich unsere Bischöfe, dass der Islam das orientalische Christentum ausrotten will?

Gern würde ich am Sonntag eine frohe Osterbotschaft überbringen. Ich fürchte, die Zeiten sind nicht danach. Egal ob wir hinschauen oder uns wegdrehen: wir sind gerade Zeugen oder wenigstens Zeitgenossen der Vernichtung christlicher Kultur im nahen und mittleren Osten. Das Christentum im Irak ist weitgehend ausradiert, in Syrien allenfalls noch rudimentär vorhanden. Die Kopten in Ägypten erleben gerade eine der größten Wellen islamischen Terrors.

Wenigen Europäern ist bewusst, dass die Mehrzahl der Christen immer außerhalb Europas gelebt hat. Die ältesten christlichen (oder früher christlichen) Staaten heißen Ägypten, Äthiopien, Georgien und Armenien. Auch die Kirchen vom Libanon bis Irak zählen zu den frühesten der Welt. Die Bedeutung dieser Geschichte geht weit über die Religion hinaus. Sie gehört zu unseren kulturellen Wurzeln.

Während diese Wurzeln gerade von moslemischen Eiferern gerodet werden, finden die Kirchenführer in Deutschland kaum ein Wort des Protestes. Sie prangern nichts an, sie hüten sich, die generelle Aggressivität des Islam festzustellen… (Absicht? Fragt Alexander Wendt bei Journalisten Watch!)