Schleswig-Holstein: Wählen für „Deutsche“

Am 7. Mai wählt das nördlichste deutsche Bundesland, Schleswig-Holstein (SH), einen neuen Landtag. Im rot-grünen Norden werden kaum Veränderungen erwartet, auch die AfD spielt eher eine Randrolle. Jetzt werden an die Wähler die Wahlbenachrichtigungen verschickt. Wählen können in SH 2,2 Millionen Menschen, erstmals auch 16-Jährige. Einzige weitere Bedingung: Man muss deutscher Staatsbürger sein. Muss man dafür Deutsch sprechen? Wohl eher nicht, wie ein Blick auf die Wahlbenachrichtigung der Hansestadt Lübeck zeigt.

(Von Chevrolet)

Da ist dann die Rede von der „Wahl-Benachrichtigung“ für die Wahl zum „Land-Tag“. Man sei in das „Wähler-Verzeichnis“ eingetragen, sodass man am „Wahl-Tag“ zur Wahl gehen könne. Mitzubringen sei der „Personal-Ausweis“ oder der „Reise-Pass“. Und wer die „Brief-Wahl“ möchte bekommt auf Antrag einen „Wahl-Schein und die Brief-Wahl-Unterlagen“.

In Stammeldeutsch in der Art von „Ey Alter, was guckst du, isch hab Messer, isch mach disch platt“ geht es weiter. Eine besondere Blüte auch: „Ihr Antrag muss bis spätestens 12 Uhr am Freitag vor der Wahl da sein“.

Was ist das für ein Stammeldeutsch? Eine Nivellierung der Anforderung nach unten, einfachstes Deutsch auf Gossen-Niveau, denn jedem der wollte, wird ja ein deutscher Pass hintergeworfen, auf dass dann die Kopfwindelträgerin im langen schwarzen Mantel von ihrem Besitzer angewiesen wird, was zu wählen ist.

Und falls tatsächlich Mustafa und Co. mehr wissen wollen, gibt es noch einen Hinweis, wo sich mehr Informationen finden lassen. In Türkisch, Arabisch, Russisch und Polnisch. Und wenn man schon ein wenig Deutsch sprechen sollte als „Deutscher“, darf man sich ein Merkblatt in „einfacher Sprache“, also Stammeldeutsch, herunterladen.

So ganz durchgezogen hat man das in Lübeck aber nicht. Die Hansestadt heißt immer noch so, nicht Hanse-Stadt, vielleicht weil Mohamed und seine Freunde nicht wissen, was die Hanse ist. Die kannte der Prophet ja nicht.