Es ist nicht nur lästig, sondern auch unfein, sich zu wiederholen, so weit, so gewiss. Doch erstens hat mein großes schriftstellerisches (und menschliches!) Vorbild Herib. Prantl dank seiner Begabung zur Echolalie sowohl eine Professur als auch einen Ruf wie Donnerhall errungen, zweitens ist die Galerie gemütvoller Exorzisten in den deutschen Massenmedien in diesen Tagen um einen weiteren Gerechten („Zaddik“) bereichert worden – und wenn etwas genuin Deutsches in später Blüte steht, gehört es für alle Zeiten in den Bernstein dieses Diariums, so wie der Entomologe pflichtbewusst auch das trivialste Insekt für die interessierte Nachwelt in seine Schaukästen spießt.

Wolf Biermann hat einmal erzählt, wie er, damals noch nicht lange bzw. noch lange nicht im Westen angekommen, in irgendeiner Zeitung einen Artikel las, dessen Verfasser sich an ihm abarbeitete und ihm allerlei Schlimmes attestierte. Nach der Lektüre sei er bestürzt gewesen und er habe darauf gewartet, dass es an der Tür klingele. Ihm sei damals noch nicht aufgegangen, dass „im Westen“ eben jeder Journalist jeden – nein, jeden natürlich nicht, aber zumindest ihn, den Wolf Biermann – nach Belieben lobpreisen oder anpinkeln konnte, ohne dass ein SED-Politbüromitglied den Artikel in Auftrag gegeben hatte und die Stasi die Sache in die Hand nahm. Es lebe die freie Welt, mag sich der DDR-Dissident gedacht haben, als ihm die Funktionsweise ihrer Medienöffentlichkeit bewusst wurde.

Inzwischen ist alles ein bisschen anders geworden – und politisch motivierte mediale Hexenjagden, jenen Anfängen zu wehren, denen eben kein Zauber innewohnt, gab es natürlich auch schon in der guten alten Kohl-BRD. Heute kann ein Artikel den darin eines Gesinnungsdeliktes Überführten beruflich vernichten, und wenn er Pech hat, kommt zwar nicht die Stasi, aber immerhin die Antifa zu ihm nach Hause. Was wiederum die Bevölkerungssausschnüffelung betrifft, bei der heutzutage noch breitere zivilgesellschaftliche Bündnisse den Staatsorganen zur Hand gehen als in der DDR, so werden die alten MfS-Kämpen neidisch auf die elektronischen Möglichkeiten schauen, die ihren heutigen Kollegen zu Gebote stehen, während sie noch in mühevoller Alltagsarbeit Briefe öffnen mussten. Tempi gottlob passati. Ein Jungbauer aus Coswig bei Dresden etwa, dem sechs Schafe gestohlen und zum Teil direkt auf der Weide brutal geschlachtet – näherhin: geschächtet – wurden, hatte die Täter kulturunsensibel als „Drecksvolk“ geschmäht und dabei deren weitere Traumatisierung billigend in den Kauf genommen, aber „ein Internet-Ermittler der Polizei entdeckte den Facebook-Eintrag“ (Bild) und brachte den hetzerischen Hirten vor einen einstweilen noch deutschen Kadi. Und so lange Sie, liebe angeblich konservative Mitbürgerinnen und Mitbürger, weiter die Schlepper- und Spitzelparteien wählen, wird das so weitergehen. Aber ich schweife ab…

… und damit zurück zum Thema: Heute wachsen einem tendenzkonformen Journalisten beinahe wieder dieselben Möglichkeiten beziehungsweise Aufgaben zu wie einem Medienschaffenden in der DDR. Ein charakterfester, im Dienste der FAZ stehender Scyomant namens Jan Grossarth hat nun versucht, den Geist des Historikers Rolf-Peter Sieferle, der unlängst von eigener Hand aus dem Leben geschieden ist und sich damit seinen irdischen Richtern und ihren journalistischen Schöffen entzogen hatte, vor den Tätervolksgerichtshof zurückzubeschwören.

Die Tortura noctis erreichte die gebildete Öffentlichkeit unter der Überschrift: „Am Ende rechts Rolf Peter Sieferle war ein poetischer Freigeist und großer Wirtschaftshistoriker. Als die Flüchtlinge kamen, schrieb er giftige, rechtsradikale Bücher. Dann nahm er sich das Leben. Die Geschichte einer spätbürgerlichen Verbitterung“. Sie vollzog sich nach demselben langweiligen Muster, mit dem in Spiegel, Zeit, Süddeutscher, taz et al. Gesinnungsverbrecher angeprangert werden und wäre kaum der Rede wert, wenn nicht – wir sind ja in der DDR 2.0 – Amazon unmittelbar nach dem Erscheinen des Artikels Sieferles postum erschienenes Buch „Finis germania“ aus seinem Sortiment genommen hätte. Der hier bereits thematisierte schlaue Trick des Monopolisten aus dem Land of the free besteht darin, den Antiquariaten und Second-hand-Händlern den Vertrieb eines inkriminierten Buches weiterhin zu gestatten und so zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Autor und Verlag können nicht mehr daran verdienen, aber niemand kann Amazon vorwerfen, man habe ein Opus aus politischen Gründen gänzlich aus dem Verkehr gezogen.

Nun ist dieses kleine Buch – ich las es gestern zum ersten Mal – allerdings von einer neiderregenden analytischen Brillanz und überdies, hier nimmt ja ein Mensch seinen Abschied, von göttlicher Rücksichtslosigkeit. Verteilte man den Geist des Verblichenen sozial gerecht auf die zehn merkelfrömmsten FAZ-Redakteure, ein Grossarth käme sich wie ein plötzlich Erleuchteter vor und strawanzte stolz durch die Redaktionsflure (nebenbei: Ich wäre mit einem solchen Anteil auch zufrieden). Der Bub ist Träger des Axel-Springer-Preises und des „Medienpreises Politik des Deutschen Bundestages“, und exakt so schreibt er. Da neuerdings auch linkes Publikum in meinem kleinen Ecklädchen vorstellig wird, bislang aber wohl wenig zu kaufen fand, will ich Grossarths Text als Lektion für künftigen Anwärter auf diese Preise empfehlen, denn auch die könnten eines Tages vor der seit 1933 in unserem Land virulenten Frage stehen: Wie denunziere ich als artgerecht gehaltener Medienschaffender einen himmelhoch überlegenen Kopf?

Nun, zunächst einmal, indem man die Kriterien „eher wahr“ vs. „eher falsch“ durch „korrekte Gesinnung“ vs. „böse Gesinnung“ ersetzt und sodann anhand des Lasterkatalogs durchbuchstabiert. Immerhin erspart das dem Leser, die Argumente des Begabten in einer Version wiedergekäut zu bekommen, der man eben anmerkt, dass sie zuvor einen etwas engeren Kopf passieren mussten.

Das klingt dann wie folgt:

Die politische und gesellschaftliche Entwicklung, mutmaßt Sieferle, ziele darauf, „daß eine kulturelle Formation, nämlich das indigene Volk, zugunsten anderer Volksgruppen auf seine spezifische Identität verzichten soll“. Es liest sich so, als gebe es ein Geheimprogramm einer ethnischen und kulturellen Auslöschung. Der „Auschwitz-Mythos“, wie Sieferle in toll-dreisten Anführungszeichen behauptet, verlange nach dem Verschwinden der Deutschen. Der „nationale Sozialismus“, spekuliert Sieferle, habe „vielleicht nur kontingenterweise“ – also nicht notwendig – zu „Ungeheuerlichkeiten“ geführt. Widerwärtig ist ihm die Demokratie: „Die Politiker bilden nur noch den Scheitelkamm großer Wanderdünen.“

Die Lektüre des Originals, wo auf wenigen Seiten ein atemberaubender Abriss der Kultur- und Mentalitätsgeschichte des Westens skizziert wird, überführt den Pressbengel Zeile für Zeile der Denunziation (aber deshalb wurde das Original schließlich aus dem Amazon-Sortiment genommen). Helfen wir an dieser Stelle nach.

Ad 1: Zum „Auschwitz-Mythos“ schreibt Sieferle, er ruhe in Frieden:

Es gibt noch Mythen, und es gibt noch Tabus. Nacktheit und Sexualpraktiken aller Art gehören nicht dazu, ebensowenig die gute alte Blasphemie. Die christlichen Götter etwa dürfen beliebig gelästert werden, ohne daß dies die geringsten Konsequenzen hätte. Ein Tabu steht jedoch unverrückbar: Es ist der Antisemitismus. (…) Die Gründe dafür liegen auf der Hand.

Der Nationalsozialismus, genauer Auschwitz, ist zum letzten Mythos einer durch und durch rationalisierten Welt geworden. Ein Mythos ist eine Wahrheit, die jenseits der Diskussion steht. Er braucht sich nicht zu rechtfertigen, im Gegenteil: Bereits die Spur des Zweifels, die in der Relativierung liegt, bedeutet einen ernsten Verstoß gegen das ihn schützende Tabu. Hat man nicht gar die „Auschwitzlüge“ als eine Art Gotteslästerung mit Strafe bedroht? Steht hinter dem Pochen auf die „Unvergleichlichkeit“ nicht die alte Furcht jeder offenbarten Wahrheit, daß sie verloren ist, sobald sie sich auf das aufklärerische Geschäft des historischen Vergleichs und der Rechtfertigung einläßt? „Auschwitz“ ist zum Inbegriff einer singulären und untilgbaren Schuld geworden.

Und an anderer Stelle:

„Auschwitz“ oder „die Nazis“ stehen innerhalb dieser ideologischen Figur für die totale Negation des „Menschen“, die einst historisch real geworden ist. Mit Hitler und seinen Komparsen sind der säkularisierte Teufel und das Personal der Hölle leibhaftig auf der Erde erschienen. Dieser Teufel hat eine singuläre Tat vollbracht, die Massenvernichtung der Juden, welcher die folgende Bedeutung zugeschrieben wird: Es handelte sich um nichts Geringeres als die praktische Negation des humanitären Universalismus. Hitler hat jedoch nicht etwa „den Menschen“ als solchen vernichtet, sondern das Gegenteil dieser Allgemeinheit, die „Juden“, d.h. eine Partikularität. Gerade dieser Versuch der Vernichtung einer (völkisch-rassischen) Besonderung im Namen einer anderen (völkisch-rassischen) Besonderung ist aber das extremste Dementi des humanitären Universalismus bzw. der Idee der Menschheit und ihrer unveräußerlichen Rechte. Mit dem Faschismus ist daher der Anti-Mensch aufgetreten, so daß der Anti-Faschismus zu einer Religion des Menschen werden kann, die ihre Symbole in ebendieser Negation des Menschen findet.

Dies erklärt den Eifer, mit dem jede „Historisierung“, „Relativierung“ und „Vergleichbarkeit“ von Auschwitz bekämpft werden soll. Wer „Auschwitz“ relativiert, relativiert die totale Unmenschlichkeit und somit die Integrität des Menschen. Damit würde aber das einzig Absolute, welches die moderne Gesellschaft, die von Relativismen und Perspektivismen aller Art zerfressen ist, besitzen könnte, ebenfalls relativiert. Die Festschreibung des Auschwitz-Mythos kann daher als Versuch verstanden werden, einer skeptischen Welt Gewißheiten zurückzugeben. (…) Es ist dies eine sensationelle Wende der europäischen Geistesgeschichte: Dreihundert Jahre Erkenntniskritik werden von einer historischen Offenbarung dementiert!

Ad 2: Was die „Kontingenz“ der Untaten des nationalen Sozialismus betrifft, muss man wissen, dass Sieferle sich zuvor mit dem zeitgenössischen Totemismus angeblicher historischer Kausalitäten und Gesetzmäßigkeiten beschäftigt. Der Narr in historicis ist ja leicht daran zu erkennen, dass er aus dem, was geschehen ist, herleiten zu können meint, dass es geschehen musste. Bei antideutschen Linken steht die Kausalitäts-Mythologie deshalb hoch im Kurs. Kontingenz ist die Klippe, an welcher der Marx’sche „historische Materialismus“ immer wieder Schiffbruch erleidet und wie der fliegende Holländer nicht erlöst werden kann – und ein Kernbegriff von Sieferles Analyse. Insofern ist der in böser Absicht zitierte Satz für ihn bloß eine erkenntnistheoretische Binse. Ein Beispiel:

Die wirklich entscheidenden Vorgänge der Wirklichkeit können nicht entschieden werden, sondern sie vollziehen sich autonom. Dies wird etwa im Zerfall der Familie deutlich, der kulturellen Differenzierung der Generationen. „Gewollt“ hat dies, von einigen Außenseitern abgesehen, niemand, und nirgendwo sind die Weichen dafür gestellt worden; noch weniger ist es möglich, diesen Vorgang rückgängig zu machen. Wir können bestenfalls versuchen, zu verstehen, was da geschehen ist. (…) Die Auflösung der Familie, deren Abschluß wir in diesem Jahrhundert erleben, schneidet das Individuum von seinen Ahnen, von der Geisterwelt, vom Absoluten ab. Es verbleibt ein Elementarteilchen in einem endlosen kalten und finsteren Raum. Älterwerden bedeutet dann, in eine Zone persönlichen Hoffnungsschwunds zu geraten; die Möglichkeiten blieben ungenutzt, die Gelegenheiten vertan. Man treibt in einen sich verengenden Korridor hinein, aus welchem es nur noch kontingente Auswege gibt.

Außer für, soviel verdient an dieser Stelle festgehalten zu werden, in die Jahre, aber nicht zu Verstand gekommene Denunzianten. Da hat Gevatter Grossarth aber noch ein bisschen Zeit.

Ad 3 sei der Vorwurf an Sieferle wiederholt: „Widerwärtig ist ihm die Demokratie: ‚Die Politiker bilden nur noch den Scheitelkamm großer Wanderdünen.'“

Im Original lautet der Passus, der dieser Aussage vorausgeht, so:

Der „Mensch“ im alten Sinn ist bereits verschwunden, und er hat die Räume mitgenommen, in denen er gelebt hatte und die auf seine individuell-familiären Dimensionen zugeschnitten waren. Die Leidenschaften etwa, die ihn einst bewegt hatten, sind in irrelevante Zonen der Privatheit oder der öffentlichen Unterhaltung abgesunken – in Teilsegmente der Wirklichkeit also, die fern von den Achsen des Geschehens liegen. War es etwa einmal möglich und sogar üblich, politische Vorgänge auch aus persönlichen Eigenschaften, aus Merkmalen, Vorlieben und Versäumnissen großer Individuen abzuleiten, so ist dies heute schlicht unplausibel geworden. Der letzte Heros dieser Art war der unzeitgemäße Bösewicht Adolf Hitler. Heute beißt niemand mehr in den Teppich. Die Politiker bilden nur noch den Scheitelkamm großer Wanderdünen, die von Elementarkräften bewegt werden.

Fragen?

Appendix: „Manche Behauptungen sind schon die Gegenwart betreffend haltlos“, weiß der FAZ-Autor. „Von Hunderttausenden Dschihadisten unter den Migranten von 2015 ist die Rede, davon, dass schon in fünf Jahren so viele junge Muslime im Land sein würden wie junge deutsche Männer. Dem Abebben der Migrationswelle, das er erlebte, widmet Sieferle keinen Satz.“

Die fragliche Passage im (bei Amazon noch normal erhältlichen) Buch „Das Migrationsproblem“ lautet:

Ist der Jubel über die Massenimmigration von Muslimen nach Deutschland die geheime Rache der Linken für den Zusammenbruch des Sozialismus? Islamisten und Linke haben ja ein gemeinsames Feindbild: Amerika, Israel, den „Westen“. Diese Feinde der Linken sollen den Kalten Krieg gewonnen haben? Da importiert man lieber Hunderttausende von Dschihadisten in der Hoffnung, daß diese dem verhaßten Westen den Garaus machen werden. Ist der islamistische Scharia-Staat, der daraus resultieren wird, aber tatsächlich das Ziel der Linken? Oder hoffen sie in ihrer unendlichen Geschichtsblindheit, sie könnten die Dschihadisten gegen den gemeinsamen Feind, den Westen, den Imperialismus, den Neo-Liberalismus instrumentalisieren, um aus den Trümmern der alten Gesellscha schließlich die sozialistische Weltrepublik aufsteigen zu lassen? Was sie dabei übersehen ist die Tatsache, daß die Dschihadisten stärker sein werden als sie selbst – so wie die „wahren“ Sozialisten und Anarchisten sich nach 1917 bald im Gulag wiederfanden, werden auch sie bald Bekanntschaft mit dem Säbel des Dschihad machen.

Wir sehen also, dass die hunderttausenden Dschihadisten als potentielle Kämpfer angesprochen werden, dass sich die Zahl auf den gesamten Westen beziehen, und wenn man in Rechnung stellt, dass allein in Deutschland dank Merkel nunmehr zwischen 5,5 und 6 Millionen Muslime leben und in Umfragen regelmäßig mindestens die Hälfte von ihnen die Gesetze der Scharia für verbindlicher erklärt als die des Landes, in das sie eingewandert sind, ist Sieferles Zahlenprognose völlig korrekt. Niedlich überdies die Behauptung, die Migrationswelle sei „abgeebbt“ – als ob man im drei Meter tiefen Wasser weniger gut ertränke als im acht Meter tiefen –, denn immer noch kommt jeden Monat eine Kleinstadt rechtswidrig ins Land, der Sommer und die Familienzusammenführung stehen bevor, die Bundeswehr betätigt sich als Schlepperhilfsorganisation, und die Alltagskriminalität explodiert allerorten (Ungläubige googeln bitte: „Messer“); wirklich „abgeebbt“ ist mithin nichts.

Einen gewissen Unterhaltungswert bescheren dem Artikel die namenlosen „Freunde“ des Verstorbenen, die der Autor zitiert, einen zum Beispiel mit den Worten, dass Sieferle vor allem sein letztes Buch niemals hätte schreiben dürfen, und sei es auch nur, weil besagter „Freund“ auf diesem Level keine drei Zeilen hinbekommt. Sela, Psalmenende.

Ich meine, diese Beispiele genügen. Wenn Mollusken mit entstellten Zitaten die Demokratie zu verteidigen vorgeben, steht es wahrscheinlich ziemlich schlecht um sie. Die „ganze eingespielte Maschinerie von Verdächtigung, Anschuldigung, Denunziation, Besserwisserei und Heuchelei“ (Sieferle) namens bundesdeutsche Öffentlichkeit mag einen Menschen von Geschmack leicht dazu verführen, dass er gleich das gesamte Land verachte und ihm jene Veränderung ins Nicht-mehr-Wiederzuerkennende durch die massenhafte Einwanderung viriler Analphabeten gönnt, die Sieferle in thukydides’scher Nüchternheit prophezeit hat, doch, geneigter Leser, bedenken Sie den deutschen Opportunismus und die deutsche Servilität; wenn sich die Lage ändert, ändern sich auch die Mehrheiten, und nur aus der Angst, es könne so schnell geschehen, dass am Ende noch autochthone Merheiten zustande kommen, erklärt sich die zunehmende Raserei der Konsensvollstrecker in Politik und Medien. Ihre Zeit läuft ab.

Ich bin am Ende meines sonntäglichen und leider nicht den Künsten gewidmeten Sermons, dessen eigentlicher Zweck im folgenden Link besteht: Hier nämlich können und sollten Sie das Opus postumum dieses großen Mannes erwerben.

Ich schließe mit einem letzten Zitat daraus:

Die Vollendung der Zivilisation ist das kulturelle Tierreich: das Reich der niedrigen Bedürfnisse und ihrer unmittelbaren Befriedigung. Hier stirbt keiner mehr für ein Ideal, sondern man bringt sich durch Raubüberfälle oder in Bandenkriegen um, in denen es um Rauschgiftreviere und Schutzgelderpressung geht. Der Naturzustand steht am Ende, nicht am Anfang der bürgerlichen Gesellschaft. Nachdem das Aas des Leviathan verzehrt ist, gehen sich die Würmer gegenseitig an den Kragen.

Und solange die Möglichkeit – in zunehmendem Maße sogar: die Wahrscheinlichkeit – besteht, dass dieses Schicksal auch gewissen schreibenden Würmern blüht, ist Gerechtigkeit. Ist Hoffnung. Ist Zärtlichkeit. Ist Nemesis.


(Im Original erschienen auf Michael Klonovskys „Acta Diurna“)

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87 KOMMENTARE

  1. Mögen sich Intellektuelle oder solche, die sich dafür halten, daran ergötzen. Derweil halte ich mich an die harte Wirklichkeit, z. B. mutige junge Menschen, die jüngst mit einem Schlauchboot im Mittelmeer ein Zeichen gegen die Invasion der Unkultur gesetzt haben. Es bleibt nicht mehr viel Zeit…

  2. Ich persönlich bin auch für die Einführung der Scharia! – Für Moslems!
    Und danach dann, falls noch was übrig ist, die Aburteilung nach deutschem Recht.
    Ich seh da kein Problem! Wenn der Musel seine Burka Trulla peinigt. Oder wenn die nach einfachen Diebstählen einfach die Gliedmaßen unter einen Zickzackzülüs packt XD. Außerdem wäre es doch schön ganz einfach sämtliche Sozialleistungen und das Bewohnen von Sozialwohnungen zu verbieten. Schließlich ist jeder in diesem Land gerne gesehen, der Geld verdienen will. Aber nix Sozialleistungen kassieren! Ich viele, viele Sozialabgaben Latzer, will dat nicht durchfüttern.

    Und zu den Linken ist schon alles gesagt:
    http://www.theopenunderground.de/@pdf/kapital/unabomber.pdf

  3. #3 cbcve01 (14. Mai 2017 13:19)

    Sysop – mach mal den Rechtschreibfehler in der Überschrift raus.

    Die Rechtschreibfehler 🙂

    – > Klonoysky

  4. Rolf Peter Sieferle — wie traurig, ein mir unbekannter grosser Mann , der — wie andere Grosse — aus dem Leben schied. —

    „Sonnage“ habe ich hoffentlich begriffen, dieses und andere Worte kannte ich nicht. —

  5. Du meine Güte, was sind wir heute wieder gebildet! „Sonnage“ – was heißt das? Das Wort steht noch nichtmal in meinem Larousse und Google weiß es nur auf Französisch: „faire sonner une pièce métallique pour en déceler d’éventuels défauts“, also ein Metallstück zum Klingen bringen, um eventuelle Fehler zu entdecken, und was bedeutet das konkret in unserem Fall?

    Unter „Echolalie“ versteht man die „Beschränkung der Sprache auf das Nachsprechen vorgesagter Wörter, bei transkortikaler Aphasie. Wiederholen von Sätzen und Wörtern von Gesprächspartnern; tritt u. a. auf beim Tourette-Syndrom, bei Schizophrenie, Morbus Alzheimer und Autismus.“ Weiter bin ich noch nicht.

  6. #5 Lasker:

    “Sonnage” habe ich hoffentlich begriffen, dieses und andere Worte kannte ich nicht. —

    Was heißt „Sonnage“ – was meinen Sie? Fällt Ihnen dazu ein deutsches Wort ein?

  7. die Kühnsten
    werden auch wissen,
    was Sonnage bedeutet.

    oder:
    d i e s e Überschrift
    lockt Leser an.

  8. „#9 Heta (14. Mai 2017 13:37)
    #5 Lasker:

    “Sonnage” habe ich hoffentlich begriffen, dieses und andere Worte kannte ich nicht. —

    Was heißt „Sonnage” – was meinen Sie? Fällt Ihnen dazu ein deutsches Wort ein?“

    Nein,aber gemeint könnte sein die Verbundenheit wie mit einem Sohn.Also vielleicht „Familientreue“ ? —

  9. Ein charakterfester, im Dienste der FAZ stehender Scyomant namens Jan Grossarth hat nun versucht,

    Ein Scyomant ist ein Totenbeschwörer.

    Was ich übrigens nicht wusste. Aber wer kann schon bei Texten des Herrn K. alles wissen.

  10. muss man wissen, dass Sieferle sich zuvor mit dem zeitgenössischen Totemismus angeblicher historischer Kausalitäten und Gesetzmäßigkeiten beschäftigt


    Totemismus ist ein ethnologischer (manchmal auch religionswissenschaftlicher) Überbegriff für verschiedene gesellschaftliche Konzepte oder Glaubensvorstellungen

    Wusste ich auch nicht. Ach was bin ich dumm.

  11. Hab mir kürzlich erst einen Thesaurus bei LIDL gekauft. Der ist nicht nur schlecht, sondern auch… *blätter* schlecht.

  12. Das ist grandios:

    „Die Vollendung der Zivilisation ist das kulturelle Tierreich: das Reich der niedrigen Bedürfnisse und ihrer unmittelbaren Befriedigung. Hier stirbt keiner mehr für ein Ideal, sondern man bringt sich durch Raubüberfälle oder in Bandenkriegen um, in denen es um Rauschgiftreviere und Schutzgelderpressung geht. Der Naturzustand steht am Ende, nicht am Anfang der bürgerlichen Gesellschaft. Nachdem das Aas des Leviathan verzehrt ist, gehen sich die Würmer gegenseitig an den Kragen.“

    Bei diesem Höchstniveau von Scharf- und Hellsicht und sprachlicher Meisterschaft denkt man unwillkürlich an Nietzsche, zumal zum Thema „Vollendung der Zivilisation“, an seinen „Letzten Menschen“ aus „Also sprach Zarathustra“ nämlich (und natürlich!):

    Ein wenig Gift ab und zu: das macht angenehme Träume. Und viel Gift zuletzt, zu einem angenehmen Sterben. … Man hat sein Lüstchen für den Tag und sein Lüstchen für die Nacht: aber man ehrt die Gesundheit. »Wir haben das Glück erfunden« – sagen die letzten Menschen und blinzeln …

    http://gutenberg.spiegel.de/buch/-3248/6

    Hier sehen wir den „Letzten Menschen“ aber noch auf einer Vorstufe des Schrecklichen. Er wird in seiner Harmlosigkeit nicht wissen, wie ihm geschieht, wenn es ihm an den Kragen geht.

  13. Schoner Leserkommentar zu einem ZEIT-Artikel über Oer-Erkenschwick:

    Dominique Taus
    #8 — vor 1 Stunde 2

    Ich wohne in Oe-Erkenschwick.

    Wir haben Kirche, wir haben Märkte. Was ist das für ein fake news artikel?

    Die Zeche ist total egal, wir wohnen 3km von der Innenstadt Recklinghausens entfernt,

    Erkenschwick ist einfach zu einem Wohnviertel geworden, warum sollte es hier Adidas, H&M und co geben, wenn wir im Einzugsgebiet Recklinghausens leben und alles um die Ecke ist? Der ÖVP fährt perfekt um sich all die gleichen Güter und Läden zu begucken die es in jeder Großstadt gibt, in 10min ist man dort.

    Hier wird so getan als sei es ein Kaff mitten im Nirgendwo, daß verlassen von der Kohleindustrie berg ab ging.

    Das einzige was uns als Nachbarn/Tageszeitung ins Auge sticht sind die Räuber und Messerstecher am Busbahnhof (Berlinerplatz), die Überfälle auf alte Frauen oder der organisierte Diebstahl oder sexuelle Belästigung im Freibad (ja wir haben ein sehr großes/bekanntes: Maritimo). Und die Tätergruppen sind nicht die verarmten Kohle-Deutschen.

    Ansonsten kann ich jedes Konsumprodukt in unter 20min besorgen, falls ihnen sorge bereitet wie arm wir hier seien und niemanden hätten (wie gesagt wir leben direkt neber der Recklinghäuser Innenstadt). Übrigens gibt es hier keine Plattenbauten oder sehr untröstliche Fassaden, daß meiste sind 1 Familienhäuser Siedlungen mit Garten.

    Aber danke für die Fake News.

    http://www.zeit.de/politik/2017-05/nordrhein-westfalen-oer-erkenschwick-armut-arbeitslosigkeit?page=2#comments

  14. #16 Cendrillon
    Mich beschäftigt noch die Sache mit dem „trivialsten Insekt“. Dachte, daß wäre klar, daß die meisten kein Klavier spielen können.

  15. #24 Lepanto2014 (14. Mai 2017 13:57)

    #16 Cendrillon
    Mich beschäftigt noch die Sache mit dem “trivialsten Insekt”. Dachte, daß wäre klar, daß die meisten kein Klavier spielen können.

    Man sollte allerdings diesen Satz in seiner gesamten komplex-innewohnende Entität als Ganzes goutieren:

    gehört es für alle Zeiten in den Bernstein dieses Diariums, so wie der Entomologe pflichtbewusst auch das trivialste Insekt für die interessierte Nachwelt in seine Schaukästen spießt.

  16. Gut, habe zwar auch studiert und verstehe das größtenteils, aber das ist mir etwas zu viel elaborierter Sprachcode und zu viele gewollt eingepresste Fremdwörter.

    Da lobe ich mir den Akif.

  17. #28 Mosigohome
    AfD hat soeben 4 Stimmen mehr!
    ————-
    Wieso, wurden bei Ihnen im Lokal zunächst (!) auch mehrere Stimmzettel ausgehändigt:-)

  18. Toller Artikel von Susanne Gaschke (ex-SPD-OB von Kiel) und fette Breitseite gegen Partei“freund“ Stegner. Dazu gute Leserkommentare:

    Die SPD hält ihr Publikum zu oft für geistig minderbemittelt

    UL
    Uwe L.
    vor 36 Minuten
    Heute fährt der Schulz-Zug mit Vollgas und Ansage gegen die Wand. Die letzten Wahlen, egal wo, haben gezeigt, dass das, was die Sozialdemokraten zu bieten haben, einfach nicht gewollt ist. Eurobonds, die Verbrüderung mit den ultra Linken oder gar ein europäischer Finanzminister, sind für den deutschen Sparer ein rotes Tuch, ebenso wie die Roten selbst. Die jüngsten Aussagen Schulz und Gabriels, sind als klares Bekenntnis zur Umverteilung über Europa, was das Geld angeht eindeutig, dafür dürfen wir dann mit voller Unterstützung aller EU-Staaten die Migranten behalten. Ist doch eine Traumvorstellung eines jeden SPD-lers. Damit dürfte dann die CDU zukünftig allein verantwortlich gemacht werden können und schon im Herbst findet dann die echte Abrechnung statt. Auch wenn nun mit aller Gewalt die Themen innere Sicherheit und Migration zur Unterstützung der Eliten vermieden werden, der Bürger sieht, was auf der Straße vor sich geht. Dagegen gibt es noch keine zweckerfüllende Solidarität zwischen Politik und linker Presse. Und das ist gut so, denn der Bürger erkennt bis zum Herbst, was es bedeutet, weiterhin von der Verursacherin der strengen Polarisierung und Migration regiert zu werden.

    https://www.welt.de/debatte/kommentare/article164531646/Die-SPD-haelt-ihr-Publikum-zu-oft-fuer-geistig-minderbemittelt.html

  19. Ich würde ja gern Jan Grossharts Sieferle-Artikel lesen, hat er, der „artgerecht gehaltene Medienschaffende“, tatsächlich einen ihm „himmelhoch überlegenen Kopf“ denunziert? Oder geht da nur Klonovskys Arroganz mit ihm durch? Grosshart, der laut Klonovsky die „Argumente des Begabten in einer Version wiederkäut“, der man anmerkt, „dass sie zuvor einen etwas engen Kopf passieren mussten“? Das ist ganz schön fies, um nicht zu sagen widerlich.

    Aber um den Artikel lesen zu können, müsste ich mich erst bei PayPal oder Amazon Payments anmelden, und dazu habe ich keine Lust:

    http://plus.faz.net/evr-editions/2017-05-12/44899/348736.html

    #17 Dfens:

    Französisch: sonnage = erschallen, klinken, schallen. Sorry für den Klugsch…

    „Sonnage“ ist ein Substantiv, das Verb heißt sonner. Noch klugsch…erischer.

    #16 Cendrillon:

    Wusste ich auch nicht. Ach was bin ich dumm.

    Wir sind alle dumm.

  20. Polizei Münster
    POL-MS: Duo raubt Geldbörse und Mobiltelefon – Zeugen gesucht
    14.05.2017 – 10:46

    48155 Münster (ots) – In der Nacht zum Sonntag (14.5., 2:30 Uhr) bedrängten 2 unbekannte Männer in Höhe der Kanalbrücke am Albersloher Weg einen 48 jährigen Münsteraner. Ein bärtiger Täter sprach den Münsteraner an und entriss ihm gewaltsam das aus der vorderen Hosentasche entwendete Mobiltelefon. Zeitgleich näherte sich ein zweiter Täter von hinten, griff dem Überfallenen in die Gesäßtasche und entnahm die Geldbörse.

    Das räuberische Duo war bereits zuvor einem 28 jährigen Sendener aufgefallen. Während ein Täter ihn nach dem Weg fragte, versuchte der zweite das Mobiltelefon aus seiner Hosentasche zu ziehen. Dies mißlang jedoch.

    Beide Täter werden als ca. 170 cm groß mit dunkelen Haaren und dunkelem Teint beschrieben. Einer der Täter trug einen Bart.

    http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/11187/3635215

  21. Gott sei Dank.

    Als intellektueller „Prolet“ oder „Bauer“ bin ich doch immer froh, wenn Klügere bei gewissen Texten auch mal in Schwitzen kommen…

    Hauptsache, man versteht den ungefähren Gehalt, die Grundaussage solcher Texte, das ging hier zum Glück.

    Umgekehrt, wenn jemand professionell, virtuos Geige oder Klavier spielt, warum sollte er sein Instrument dann wie jemand in einer Schülerband behandeln? Ich bin diesen Könnern insofern nie böse.

    🙂 (Wer richtig Kopfschmerzen bekommen will, muss Sloterdijk lesen. Ca. 25 nicht geläufige Wörter, Fremdwörter in Schachtelsätzen pro Seite sind garantiert (naja, nicht ganz). Aber selbst dort kann man für sich immer noch etwas mitnehmen.)

  22. So,Wählen gewesen!!!

    Ich wünschte die AFD würde auf mindestens 35% der stimmen kommen!

    Nur anscheinend schlafen die Leute in NRW!!!

  23. Deutschland …vorletzter Platz!

    Europa hasst uns Deutsche aber unser Geld nehmen sie und unsere dämlichen dt. Politiker geben es ihnen auch noch.

    EU ist nur wenn das dämliche Deutschland bezahlt!

    Vorletzter Platz!

    Was muss noch geschehen um zu erkennen wie beliebt wir sind..

    +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

    Eurovision Song Contest 2017

    Levina und ihr tonloses Lachgesicht.

    Das reicht nicht!

    Der Eurovision Song Contest, das Weltfinale aller „X Factor“- und „The Voice“-Shows, endete in diesem Jahr mit einem Sieg für Portugal und dem vorletzten Platz für Deutschland. Warum es so kommen musste.

    https://www.welt.de/vermischtes/article164544257/Levina-und-ihr-tonloses-Lachgesicht-Das-reicht-nicht.html

  24. Bitte nicht auf die Trendhochrechnung auf twitter und epochtimes reinfallen.

    Das ist fake mit mehr als 100 Prozent für die Parteien insgesamt.

  25. @ #39 PATRIOTGE (14. Mai 2017 14:47)

    „So,Wählen gewesen!!!

    Ich wünschte die AFD würde auf mindestens 35% der stimmen kommen!

    Nur anscheinend schlafen die Leute in NRW!!!“

    Habe gerade gelesen, dass die Wahlbeteiligung wohl recht hoch ist. Das kann zwei Dinge bedeuten:

    Entweder die Leute haben die Schnauze voll und wolle wirklich etwas ändern, oder die Gehirnwäsche hat gewirkt und die Leute wollen die „schlimmen Rechten“ unbedingt verhindern, damit´s noch schöner wird.

    Wir werden es sehen heute Abend.

  26. „Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten.“(Sethe)
    Zur Praxis der Sykophanten:
    http://www.nachdenkseiten.de/?p=27208
    Zur Reflexion:
    „Der Haß auf die Mißratenen, auf die Vielzuvielen ist in reiner Radikalität nur als Selbsthaß möglich.“(Sieferle)

  27. Zur »Sonnage« war mir gerade etwas vielleicht Komisches eingefallen; zum Falle des Jungbauern

    … aus Coswig bei Dresden,

    noch eine Art Verteidigungstrategie. Diesem wurden laut Beitrag ja

    … sechs Schafe gestohlen und zum Teil direkt auf der Weide brutal geschlachtet – näherhin: geschächtet, hatte die Täter kulturunsensibel als »Drecksvolk« geschmäht und dabei deren weitere Traumatisierung billigend in den Kauf genommen, aber »ein Internet-Ermittler der Polizei entdeckte den Facebook-Eintrag« und brachte den hetzerischen Hirten vor einen einstweilen noch deutschen Kadi …

    So ist auch bei uns, in den Bergen, weit hinten, da sei die Naivität erschreckend groß, erzählte mir einst ein Kenner. Ihm wurde zugetragen, das einst ein Knecht, der sich im erotischen Feuer befand, einer Kuhhirtin befahl, ihn durch den Hosenstall zu besuchen. Und dass die Hirtin, die ihr Lebtag nur mit Kühen zu tun hatte, ihm gehorchte, ein wenig kramte und suchte, und schließlich ratlos fragte: »Wo hamms denn die andern drei, Herr Johann?« … Ähnlich wird es sich eben -bei Teilen des natürlich geschätzten Landvolkes- auch beim Nichtwissen um die heutzutage, zweifelsohne aber immer angebrachte, politische Korrektheit verhalten …

    ———

    Nun aber zum versprochenen Witz – man kann schließlich -selbst als Bildungsbürger- nicht alle Wörter kennen: etwa, als im klassischen Stück die Hauptdarstellerin, weil die Hitze so groß war, bat: »Liebster, fächle mich!«, und im Zuschauerraum eine Dame ihren Begleiter frug: »Was ist das für ein Dialekt?«

    Soviel also zur »Sonnage« – an einem dieser Sonntage, meint zumindest Euer

    Eddie K.

  28. Oder geht da nur Klonovskys Arroganz mit ihm durch?
    #31 Heta (14. Mai 2017 14:21)

    Werte Heta, das finde ich ganz und gar nicht. Es ist doch einfach so, und warum soll man es dann nicht sagen? Außerdem: Selbst, wenn es Arroganz wäre, wäre nichts dagegen einzuwenden. Ich finde Arroganz dann völlig okay, wenn diese Arroganz begründet ist und wenn man sie sich leisten kann. Was beides im Falle Klonovsky zutrifft.

    II
    Das ist ganz schön fies, um nicht zu sagen widerlich.

    Tja, die Geschmäcker sind halt verschieden. Ich meine: völlig okay.

  29. #20 Biloxi (14. Mai 2017 13:55)

    Hier sehen wir den “Letzten Menschen” aber noch auf einer Vorstufe des Schrecklichen. Er wird in seiner Harmlosigkeit nicht wissen, wie ihm geschieht, wenn es ihm an den Kragen geht.

    Tragisch, denn selbst dann wird er den Fehler bei sich und den Seinen suchen. Nicht „Erkenntnis“ sondern das Bestreben, den Fehler zu suchen und zu finden, wird bestimmend sein. Er wähnte sich auf der sicheren Seite. Gnadenlos wird sich jedoch diese Welt des Guten als die erweisen, die sie immer war. Eine Welt der Unfähigkeit, zu erkennen, wann noch Zeit – bzw. wann es zu spät ist. Bitterer Trost: Die Fehlersuche wird schnell zu Ende sein. Es wird sehr schnell gehen.

    Dem gegenüber im Artikel:

    […] geneigter Leser, bedenken Sie den deutschen Opportunismus und die deutsche Servilität; wenn sich die Lage ändert, ändern sich auch die Mehrheiten, und nur aus der Angst, es könne so schnell geschehen, dass am Ende noch autochthone Merheiten zustande kommen, erklärt sich die zunehmende Raserei der Konsensvollstrecker in Politik und Medien. Ihre Zeit läuft ab. […]

    Letzteres ist wahr. Das davor ist meine Hoffnung.

  30. @ PI

    Wer ist denn „Klonoysky“???

    ++++++++++++++++++++

    Etwas anstrengend schon, o.g. zu lesen u. um die Ecke zu denken. Hat ja nicht jeder hier Bildung, wie Klonovsky u. „Heta“, mit dem Löffel gefressen.

    ++++

    …auch meine Fragen, die ich auf dem Blog u. früher bei MM seit Jahren mehrfach stellte:

    „Ist der islamistische Scharia-Staat, der daraus resultieren wird, aber tatsächlich das Ziel der Linken? Oder hoffen sie in ihrer unendlichen Geschichtsblindheit, sie könnten die Dschihadisten gegen den gemeinsamen Feind, den Westen, den Imperialismus, den Neo-Liberalismus instrumentalisieren, um aus den Trümmern der alten Gesellschaft schließlich die sozialistische Weltrepublik aufsteigen zu lassen?

    Was sie dabei übersehen ist die Tatsache, daß die Dschihadisten stärker sein werden als sie selbst – so wie die ‘wahren’ Sozialisten und Anarchisten sich nach 1917 bald im Gulag wiederfanden, werden auch sie bald Bekanntschaft mit dem Säbel des Dschihad machen.”

    …oder die linken Moslems im Iran, die nach 1979 reuig nach Deutschland (zurück)krochen, anonsten von ihrem verehrten, aber undankbaren Khomeini umgelegt worden wären, wie es vielen ihrer Genossen geschah.

    Allerdings habe ich bereits halbe Antworten:

    Die Altlinken, der Sorte grüne Lesbe Monika Herrmann oder Angela Merkel glauben, wie die UdSSR oder Rotchina die Moslems kleinhalten zu können. Doch bei den einströmenden Moslemmassen wird dies kaum gelingen. Merkel möchte ja zu gerne wieder „Auferstanden aus Ruinen“ trällern oder flöten.

    Zudem halten linke oder moderate Moslems, wie Bahman Nirumand u. Tochter Mariam Lau-Nirumand, Aydan Özoguz, Abdel-Samad, Nargess Eskandari, Ferdos Forudastan, Naika Foroutan, Necla Kelek, Seyran Ates, Mely Kiyak, Hakan Taz, Canan Bayram, Cem Özdemir, Bassam Tibi usw. ebensfalls u. letztendlich ihre Hand schützend über den Islam.

    Mächtige holten MoslemInnen in unsere Machtzentralen: u.a. eifrig dabei Gabriel, Müntefering, Olaf Scholz, Steinmeier, Michael Müller, Laschet, Hannelore Kraft, Andrea Nahles, Kretschmann usw.; Gewerkschaften u. Wohlfahrtsverbände tun es auch.

    Es gibt faktisch keine Partei mehr, die nicht einen Vorzeigemoslem hereinholte. Jüngst glänzte sogar die AfD mit einem bzw. einer: Iranerin Laleh HadjiMohamadVali, obwohl sie mit Marokkanerin Bouchra Nagla u. dem Türken Aslan Basibüyük auf die Schnauze fielen. Um den großmäuligen AfD-Iraker Sari Saleh, Ex-Grünenwähler, ist es ruhig geworden. Wohl vollbeschäftigt mit: Magister Geschichte & Islamwissenschaft, Dozent an der Erzieherschule der Bundeswehr“, Mitglied im Netzwerk „Vielfalt bildet Berlin“… zumindest hörte ich nichts mehr, was ja nichts heißen mag.

    Machtmänner sind zudem längst schon tatsächliche Ehen mit Muslimat eingegangen, etwa Gabriel, Neumann, Bellut, Feldmann, Grünberg, Wegner, Vesper, Fischer, Dirk Schatz, Nils Schmid, Eschenbacher, Hoffmann, Marcel Daum, Sebastian Kamps, Peter Kohl, Baumgarten usw. Sie haben schon zig Muladies gezeugt u. die angeheirateten islamische Sippen in deutsche Machtzentren geholt.

    Die Universitäten u. die Medien sind längst schon mit Moslems geflutet, vermutl. am schlimmsten „Die Zeit“. Hier wird kein Linker mehr die Machtfrage stellen, alleine der Islam wird sie stellen.

    Neolinke werden sich so und so nicht gegen islamische Machtforderungen erheben.

    Sonderform: Wie sich die Altlinke Geburtsmuslima u. Muladi Wagenknecht mal entscheiden wird, darauf bin ich sehr gespannt.

    Ich fürchte eher, Linke werden massenweise zum Islam, wenn er es fordert – u. dies muß er koran- u. hadithgetreu tun – konvertieren.

  31. …auch meine Fragen, die ich auf dem Blog u. früher bei MM seit Jahren mehrfach stellte:

    “Ist der islamistische Scharia-Staat, der daraus resultieren wird, aber tatsächlich das Ziel der Linken? Oder hoffen sie in ihrer unendlichen Geschichtsblindheit, sie könnten die Dschihadisten gegen den gemeinsamen Feind, den Westen, den Imperialismus, den Neo-Liberalismus instrumentalisieren, um aus den Trümmern der alten Gesellschaft schließlich die sozialistische Weltrepublik aufsteigen zu lassen?

    Was sie dabei übersehen ist die Tatsache, daß die Dschihadisten stärker sein werden als sie selbst – so wie die ‘wahren’ Sozialisten und Anarchisten sich nach 1917 bald im Gulag wiederfanden, werden auch sie bald Bekanntschaft mit dem Säbel des Dschihad machen.”

    …oder die linken Moslems im Iran, die nach 1979 reuig nach Deutschland (zurück)krochen, anonsten von ihrem verehrten, aber undankbaren Khomeini umgelegt worden wären, wie es vielen ihrer Genossen geschah.

    Allerdings habe ich bereits halbe Antworten:

    Die Altlinken, der Sorte grüne Lesbe Monika Herrmann oder Angela Merkel glauben, wie die UdSSR oder Rotchina die Moslems kleinhalten zu können. Doch bei den einströmenden Moslemmassen wird dies kaum gelingen. Merkel möchte ja zu gerne wieder “Auferstanden aus Ruinen” trällern oder flöten.

    Zudem halten linke oder moderate Moslems, wie Bahman Nirumand u. Tochter Mariam Lau-Nirumand, Aydan Özoguz, Abdel-Samad, Nargess Eskandari, Ferdos Forudastan, Naika Foroutan, Necla Kelek, Seyran Ates, Mely Kiyak, Hakan Taz, Canan Bayram, Cem Özdemir, Bassam Tibi usw. ebensfalls u. letztendlich ihre Hand schützend über den Islam.

    Mächtige holten MoslemInnen in unsere Machtzentralen: u.a. eifrig dabei Gabriel, Müntefering, Olaf Scholz, Steinmeier, Michael Müller, Laschet, Hannelore Kraft, Andrea Nahles, Kretschmann usw.; Gewerkschaften u. Wohlfahrtsverbände tun es auch.

    Es gibt faktisch keine Partei mehr, die nicht einen Vorzeigemoslem hereinholte. Jüngst glänzte sogar die AfD mit einem bzw. einer: Iranerin Laleh HadjiMohamadVali, obwohl sie mit Marokkanerin Bouchra Nagla u. dem Türken Aslan Basibüyük auf die Schnauze fielen. Um den großmäuligen AfD-Iraker Sari Saleh, Ex-Grünenwähler, ist es ruhig geworden. Wohl vollbeschäftigt mit: Magister Geschichte & Islamwissenschaft, Dozent an der Erzieherschule der Bundeswehr“, Mitglied im Netzwerk „Vielfalt bildet Berlin“… zumindest hörte ich nichts mehr, was ja nichts heißen mag.

    Machtmänner sind zudem längst schon tatsächliche Ehen mit Muslimat eingegangen, etwa Gabriel, Neumann, Bellut, Feldmann, Grünberg, Wegner, Vesper, Fischer, Dirk Schatz, Nils Schmid, Eschenbacher, Hoffmann, Marcel Daum, Sebastian Kamps, Peter Kohl, Baumgarten usw. Sie haben schon zig Muladies gezeugt u. die angeheirateten islamische Sippen in deutsche Machtzentren geholt.

    Die Universitäten u. die Medien sind längst schon mit Moslems geflutet, vermutl. am schlimmsten “Die Zeit”. Hier wird kein Linker mehr die Machtfrage stellen, alleine der Islam wird sie stellen.

    Neolinke werden sich so und so nicht gegen islamische Machtforderungen erheben.

    Sonderform: Wie sich die Altlinke Geburtsmuslima u. Muladi Wagenknecht mal entscheiden wird, darauf bin ich sehr gespannt.

    Ich fürchte eher, Linke werden massenweise zum Islam, wenn er es fordert – u. dies muß er koran- u. hadithgetreu tun – konvertieren.

  32. #31 Heta (14. Mai 2017 14:21)

    #17 Dfens:

    Französisch: sonnage = erschallen, klinken, schallen. Sorry für den Klugsch…

    „Sonnage“ ist ein Substantiv, das Verb heißt sonner. Noch klugsch…erischer.

    Der Ton immer den Künsten. Gruß aus dem räudigen Berlin, DFens

  33. Ich hab des Rätsels Lösung! Es handelt sich bei „Sonnage“ um einen Tippfehler, schreibt mir Klonovsky gerade, soll „Sonntage“ heißen, ist auf seiner Webseite auch schon korrigiert. Könnte PI das bitte auch machen, damit das Rätselraten aufhört? Und Sieferles falschen Vornamen im vierten Absatz gleich mit? Sieferle hieß nicht „Wolf“, sondern Rolf Peter.

    MOD: Ist mittlerweile korrigiert.

  34. O-o! Dank an die Mod, die mich trotz Sonn-, Mutter- u. Wahltag schon freigeschaltet hat.

  35. Klonovsky:

    …wenn nicht – wir sind ja in der DDR 2.0 – Amazon unmittelbar nach dem Erscheinen des Artikels Sieferles postum erschienenes Buch “Finis germania” aus seinem Sortiment genommen hätte.

    Liest sich so, als würde Amazon speziell Sieferle zensieren und als sei Grosshart daran schuld. Amazon zensiert nicht erst seit heute, schon vor drei Jahren waren zwölf Titel aus dem Antaios-Verlag betroffen, Sieferles Buch „Das Migrationsproblem“, erschienen bei Manuscriptum, ist nach wie vor im Sortiment, Amazon-Kunde Lars Uhlig schreibt:

    Es kommt nicht oft vor, daß ich mich an Straßenecken stellen und möglichst viele Exemplare eines Buches feilbieten oder auch nur verschenken möchte. Bei dem letzten, bereits posthum erschienenen Buch von Rolf Peter Sieferle ist jedoch genau das der Fall.

    https://www.amazon.de/Das-Migrationsproblem-Unvereinbarkeit-Sozialstaat-Masseneinwanderung/dp/394487241X

  36. #57 Maria-Bernhardine (14. Mai 2017 15:13)

    “Ist der islamistische Scharia-Staat, der daraus resultieren wird, aber tatsächlich das Ziel der Linken?“

    —————————————————

    Für einen großen Teil der Linken und Grünen ist die Solidarität mit der Welt des Moh ein Vehikel und ein Genussmittel. Vehikel als Katalysator für den Klassenkampf und Genussmittel, da es der verhassten, eigenen Scholle größtmöglichen Schaden zufügt.

    Hiefür gibt es eine Blaupause. Iran 1979. Mehr als 10 Jahre kämpften Moslems und Linke im Iran gegen den Schah. Motto: Getrennt marschieren, gemeinsam siegen. Alles im Sinne der Revolution. Tja, dann flog die schiitische Heiligkeit aus dem Pariser Exil in Teheran ein und hurtig hurtig wurden die Baukräne in Stellung gebracht. Ja, die Revolution kam – und wie sie es tat! Die „Liebherr-Revolution“ oder auch „Baukran-Revolution“. Ein äußerst spannendes und kurzweiliges Zahlenwerk hier:

    http://www.audiatur-online.ch/2014/03/03/die-iranische-revolution-in-zahlen/

  37. #63 Heta (14. Mai 2017 15:35)

    „Ich hab des Rätsels Lösung! Es handelt sich bei „Sonnage“ um einen Tippfehler, schreibt mir Klonovsky gerade, soll „Sonntage“ heißen…“

    —————————————————

    Hehe…da steh ich jetzt ja ganz schon doof da. Breche mir wegen der Übersetzung einen ab und dann das.

    Aber wenn ich es recht bedenke, Sonnage gefällt mir viel besser. Es passt doch. „Der Ton immer den Künsten“…so als Ideal…oder so.

  38. #68 DFens:

    Jaja, darauf hätte auch ich eher kommen können. „Die Sonntage den Künsten“ ist bei Klonovsky eine Reihenüberschrift.

  39. Klügere Völker als das Deutsche haben postuliert: „De mortius nihil nisi bene“.

    Ich habe einmal gelesen, dass im Mittelalter ein vermeintlicher Ketzer, der bereits das Zeitliche gesegnet hatte, von einem besonders strengen Inquisitor exhumiert und dessen Leiche angeklagt wurde. Das kann man also heute auch wieder haben. Immerhin haben sich die Methoden etwas verfeiniert, wohl mit Rücksicht auf das olfaktorische Empfinden des Inquisitors.

  40. „Die Sonntage immer den Künsten“, jetzt bin ich’s aber leid. Lest die Sieferle-Kundenkritiken bei Amazon, da wird auch Klonovskys Verdienst, Sieferle betreffend, eigens gewürdigt:

    Erst nach seinem Freitod im September 2016 wurde Person und Denken Sieferles Teil der öffentlichen Debatte, nicht zuletzt weil Michael Klonovsky auf seinem Blog „Acta Diurna“ den regen Briefwechsel zwischen ihm und dem Verstorbenen detailliert Revue passieren ließ.

    https://www.amazon.de/Das-Migrationsproblem-Unvereinbarkeit-Sozialstaat-Masseneinwanderung/dp/394487241X

  41. #67 Biloxi:

    schen Sie mich aber, und ich verstehe es auch nicht. Das war dem passionierten Klonovsky-Leser doch von Anfang an klar:

    Und warum haben Sie uns Armen im Geiste nicht auf die Sprünge geholfen?

  42. Hatte noch garnicht gemerkt, dass Konrad Kustos vom Antifantengesindel zum Schweigen gebracht wurde. Was für ein widerliches Land, in dem sowas passiert. Der Eulenfurz-Blog ist auch verschwunden…

  43. Bei mir ist heute der Wurm drin, Biloxi: „Jetzt enttäuschen Sie mich aber…“

    Da könnense mal sehen: Ich bin so eingeschüchtert von Klonovskys Intellektualität, dass ich gar nicht die Idee komme, dass wir es hier mit sowas Profanem wie einem Tippfehler zu tun haben könnten.

  44. Übrigens ist Sieferles Buch bei antaios.de erhältlich. Und Manuscriptum bereitet sogar eine Werkausgabe vor.

    Zu dem Buch „Finis Germania“ selbst: Nicht Sieferles bestes Werk, vor allem der hintere Teil fällt stark ab. Wer Sieferles Haltung zum Migrationsproblem kennenlernen will, ist mit seinem Band aus der Tumult-Reihe besser bedient.

  45. Und warum haben Sie uns Armen im Geiste nicht auf die Sprünge geholfen?
    #73 Heta (14. Mai 2017 16:19)

    Wär mir zu blöd gewesen. :-))

  46. #58 Maria-Bernhardine (14. Mai 2017 15:14)

    Ein Beispiel dazu: Vor einigen Jahren war im FS ein linker Perser zu hören, der schilderte, wie in den 70-ern er und seine Kommilitonen als Linke (Tudeh Partei) in der BRD studierten und blieben. Nach dem Machtantritt Khomeinis wurden diese immer weniger links und dafür islamischer. Heute haben diese ihre deutschen Frauen nicht mehr, sondern so junge Cousinen aus dem Iran. Zur Zukunft D’s äußerten diese nach Auskunft des linken Persers: Die Deutschen wären so weit ganz nett und in Ordnung, und sie sollten das auch nicht persönlich nehmen, aber es es hülfe alles nicht , sie müßten alle getötet werde. So steht es im Koran. Also unsere Zukunft als ‚Maßnahme‘ (Brecht) im Widerstreit zwischen Gefühl und Verstand nach islamischer Interpretation.

  47. „Mit dem Faschismus ist daher der Anti-Mensch aufgetreten, so daß der Anti-Faschismus zu einer Religion des Menschen werden kann, die ihre Symbole in ebendieser Negation des Menschen findet.“

    _______________________________

    Ja, das ist es wohl: Anti-Faschismus ist zu einer Art Religion geworden und diese „Religion“ wird wohl so schnell nicht ausgerottet werden können, da sie für sich in Anspruch nimmt, einzig und allein dem „Guten“ zu dienen und – wichtiger noch – ihren Anhängern das schöne Gefühl gibt, zu den Guten zu gehören.
    Und was dem „Guten“ dient, darf sich ungestraft auch schlechter Methoden bedienen.
    Ein Teufelskreis…

  48. Man kann übrigens nicht behaupten, dass der Manuscriptum-Verlag besonders pfleglich mit seinem Autor Rolf Peter Sieferle umgeht. Wer Sieferle unter dem Stichwort „Bücher“ sucht, findet ihn erst auf Seite 9, während etwa Volker Zastrows Gender-Büchelchen von 2006 schon auf Seite 6 aufgelistet ist. Es gibt weder eine Beschreibung von Sieferles Buch „Das Migrationsproblem“ noch Pressestimmen dazu und zum Autor selbst ist ihnen auch nichts eingefallen. Aber naja, vielleicht sollten sie ohnehin mal einen Profi an die Seite lassen.

    http://www.manuscriptum.de/autoren/s/sieferle-rolf-peter/das-migrationsproblem.html

  49. Nebenbei: Die „Manuscriptum“-Webseite sah nicht immer so dilettantisch aus – weiß jemand, was da los ist?

  50. Ja, die Unvergleichbarkeit gewisser historischer Ereignisse; Das elfte Gebot lautet: Du sollst nicht relativieren (also vergleichen).
    Aber, ich stelle mir die grundsätzliche Frage:
    Wie kann man feststellen, ob etwas (z.B. KZ) mit etwas anderem (z.B. Gulag) vergleichbar oder nicht vergleichbar ist? Woher weiß man das?
    Doch nur dadurch, daß man sie miteinander … nun, vergleicht!
    Wie denn sonst?
    Das heißt also: da hat jemand etwas miteinander verglichen und ist zum Ergebnis gekommen: unvergleichbar; und verkündet: niemand außer mir darf jetzt noch fürderhin diese Dinge jemals vergleichen!
    Das ist inakzeptabel.

  51. Klonovsky legt mehr Wert auf Stil als auf Reichweite. Ihm muß klar sein, daß er mit seinen kunstvoll geflochtenen Wortgirlanden nur ein sehr beschränktes(hier sollte an sich ein Smiley hin, aber es ist ja unvorhersehbar, wo er dann im Text auftaucht) Publikum erreicht.
    Zum schreien ist auch, daß Tippfehler nicht mehr als solche erkannt werden und die Leser nach „Sonnage“ googlen. So was kommt vom schwurbeln.

  52. Nein. Danke Herr Klon-of Sky… so eine Herumlaberei bringt nichts was wirklich gut ist.

  53. Im Andenken an echt Sinnvolles von Herrn Klonofsky: Die Drücke
    des über unsere Herzen und Hirne drübergerasselten „Eisernen Vorhangs“ des ideolügischen Sozialismus
    und damit auch der Verherrlichung des Islams,
    wie sie strukturell in jenem Teil Deutschlands zunächst viele Jahre noch hinter dem „Eisernen Vorahng“ befürwortend weitergeführt wurde
    wie sie bereits unter Hitler strukturell begünstigt wurde –
    weil im Grunde neidherzensadäquate Parallelschwingungen zum Sozentum vorhanden sind –
    machen manchmal Einknicken und lassen die Flucht in die Intellektualitis sinnvoll erscheinen.

    Doch – „richtig sinnvoll“ ist das immer nur für die Gegner – die Feinde der Freiheiten und Freizügigkeiten welche die Gebot die am Horeb als Ideengeber geschenkt worden sind insbesondere im „letzten“ Gebot eröffneten.

    „Du sollst nicht deinen ….. BENEIDEN um ….“

    Wer wie Sozen und Muslime ideologsch zum NEIDEN „erzogen sind“ und sonstige Ausbeutende, auch Kapitalisten genannt – im Ergänzungsreflex zum Neid – dem Geiz – „wirtschaften“ finden insbesondere zwei vorherige Gebote die am Horeb gegeben worden sind für besonders „belastend“ für IHRE WAHNE AN FREIZÜGIGKEITEN (die angeblich menschlich sind): A) SIe hassen, dass sie nicht Trügen sollen. B) SIe hassen, dass sie nicht Morden sollen.

    Und weil sie all deswegen das Leben selbst hassen, hassen sie im Grunde ihrer Herzen zunächst sich selbst – während sie sich die Blicke in die echten Freiheiten des Lebens verweigert halten.

    Etwa das Mega-Projekt: Auflösung des Islams.

    Etwa weil sie nicht „denken können wollen, dass damit eine so natürliche Selektion FÜRS MENSCHLICHE eintreten können wird“, welche nur da Eintreten kann wo die Herzen fürs Menschliche immer noch weit genug geöffnet geblieben sind – trotz mehreren Islam-Aussenhüllen im Neo-Cortex. Diese sind kaum jemals durch Kritik auflösbar, denn das hiesse den Neidkultspitzenreiter Islam „für verbesserungsfähig zu halten“ , sie sind jedoch sehr wohl alle auflösbar.

    WER DAS NOCH NICHT EINSEHEN WILL STEMMT SICH WIRKLICH MASSIV GEGEN DIE ÜBERLEBENSCHANCEN DER DEUTSCHEN VÖLKER IN DEUTSCHLAND.

    DENN: DIE ZEITEN SIND VORÜBER WO EINE – IM GRUNDE UNMENSCHLICHE- WEIL RASSISCHE DEUTSCHTÜMELEI DIE „LÖSIUNG DES ISLAMPROBLEMS“ MIT WAFFENGEWALT ERZWINGEN HÄTTE KÖNNEN …. und sehr gewiß ist genau das auch deswegen „angenehm“, weil diese „Lösung“ im Grunde keine Lösung im Sinne der Menschlichkeit geworden wäre.

    Wird JETZT das noch offene Zeitfenster der Demografie FÜR DEUTSCHE IN DEUTSCHLAND übersprungen durch Nichtstun zur Aufklärung zur Aufösung des Islams wird ZENTRALEUROPA ausgelöscht werden durch den Islam.

    Wer das nicht Einsehen will, neidet unter dem Islam Geborenen ihre Chancen selbst für die menschlichen Freiheiten frei werden zu dürfen. Und es ist dieser Neid der was Selbstmörderisches hat…..

  54. Klonowski ist ein scharfer Denker, aber ich spende für die Identitären. Sie sind schöngeistig, da freigeistig und mutig. „Taten statt warten.“ copxright: Greenpeace. Die haben fertig. Schlepperorga Greenpeace mit Vorposten am Mittelmeer. Wo sind wir hingekommen? Meine Kinder machen sich noch Illusionen, ich nicht. Ran an den Feind.

  55. #84 stefanvolker (14. Mai 2017 18:24)

    Doch nur dadurch, daß man sie miteinander … nun, vergleicht!
    +++++++++++++++++

    Woher kommen denn dann die wissenschaftlichen Ergebnisse, wenn man keine Vergleiche vornimmt?

  56. #84 stefanvolker (14. Mai 2017 18:24)

    Doch nur dadurch, daß man sie miteinander … nun, vergleicht!
    +++++++++++++++++++++

    Wie kommt man denn sonst zu Erkenntnissen?

  57. #90 ffmwest (15. Mai 2017 08:36)

    9.00 Uhr Pressekonferenz der AfD bei phoenix
    +++++++++++++++++
    Kürzer halten konnte das der Propaganda-Staatssender nicht…

  58. Klonovsky, der stark mit der AfD sympathisierende, aber – inzwischen wieder – unabhängige „Rechtsintellektuelle“, Jongen, der „Parteiphilosoph“:

    „Das Theaterhaus Gessnerallee hatte Marc Jongen, den «Parteiphilosophen» der AfD und Mitverantwortlichen für das Parteiprogramm, zu einem Podium nach Zürich eingeladen, Titel: «Die neue Avantgarde». ¬Eine offene Debatte über politische Kategorien ¬sollte stattfinden – aber sogleich kam es zu einem empörten Aufschrei: Hunderte Kultur¬betriebsangehörige (notabene grösstenteils aus Deutschland) unterschrieben eine ¬Protestnote im Internet mit der Aufforderung, «der AfD keine Bühne zu bieten». Die WoZ zitierte erschreckte «RegisseurInnen», die vor «antidemokratischen Positionen» und «scheinvernünftigen Argumenten» warnten. Und als schliesslich Linksextremisten mit Gewalt drohten, wurde das Podium verzagt abgesagt.

    Nun ist Jongen persönlich alles andere als ein Berserker. Der Körperbau ist asthenisch (Denkertyp), er ist schlank und gross, sein Händedruck bestimmt, aber weich – ein besonnener Intellektueller von unaufdringlicher Sachlichkeit, der seine Sätze zu Ende sprechen will, um den Gedanken gerecht zu werden, die zur Ausführung drängen, uneitel und ungekünstelt, fast träumerisch-direkt als Gegenüber; kein Mensch, der dazu neigt, die Stimme unnötig zu erheben.“
    http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2017-11/artikel/fast-traeumerisch-direkt-die-weltwoche-ausgabe-112017.html

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