Tafel in Nidda: Erst Asylanten, dann Deutsche

Die Stadt Nidda, südöstlich von Gießen gelegen, hat eine Tafel, wie es sie häufig gibt in Deutschland. Ziel ist es, Lebensmittel an Bedürftige zu verteilen, bevor sie im Müll landen, weil etwa das Haltbarkeitsdatum verfallen ist. Die Tafel in Nidda ist bzw. war in dieser Beziehung typisch. Auszug aus der Infobroschüre der „Schottener Tafel e.V., Ausgabestelle Nidda“:

Wir holen bei Niddaer Lebensmittelgeschäften, Fleischereien und Bäckereien, sowie Märkten Lebensmittel ab, die zum Verkauf nicht mehr geeignet sind (z.B. Überproduktionen und Fehldispositionen; Artikel, die kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums sind oder Gebinde mit einzelnen faulen Exemplaren etc.). Diese werden in den Tafelräumen sortiert.

Von Salat und Gemüse werden welke Blätter entfernt und bei Obst und Gemüse angefaulte oder angeschimmelte Ware aussortiert. Für Waren, die der Kühlung bedürfen, wird die Kühlkette sichergestellt.

[…] Das Team der Ausgabestelle Nidda der SCHOTTENER TAFEL e.V. legt die Reihenfolge der Empfangsberechtigung je nach Bedürftigkeit der Kunden fest (z.B. Familien mit Kleinkindern haben Priorität). Dem entsprechend werden die Waren in Kundenkörbe verteilt und zugeordnet.

Was die Priorität angeht, so hat die sich nun aber geändert: Standen vorher Familien mit Kleinkindern an erster Stelle, so sind es nun „Kunden, deren Asylverfahren mit Anerkennungsstatus abgeschlossen wurde.“ Für die Herrenmenschen wird die Tafel früher geöffnet. Während die Öffnungszeiten vorher von 10.45 Uhr bis 11.30 Uhr waren, bekommen die „Asyl-Kunden“ vorher von 10.25 Uhr bis 10.45 Uhr exklusiven Zutritt.  Deutsche, die sich zu der Zeit anstellen, müssen dann warten, wenn ein „Asyl-Kunde“ nach ihnen kommt, da er vorrangig bedient werden soll.

Der Vorgang ist so ungeheuerlich, dass man sich eine Richtigstellung oder Stellungnahme der Tafel in Nidda wünschen würde, doch laut „Zukunftskinder“ ist eine solche nicht zu erhalten:

Nachdem der Aushang wohl von einem der Besucher/Kunden fotografiert und verbreitet wurde, hat die Schottener Tafel sofort reagiert und ihre Facebookseite vom Netz genommen und verweigert eine Stellungnahme. Auch am Telefon ist niemand zu erreichen.

Hier nun der besagte Text des Aushanges im Wortlaut (Fehler im Originaltext):

Sehr geehrte Tafelkunden,

seit kurzem bedienen wir auch Kunden, deren Asylverfahren mit Anerkennungsstatus abgeschlossen wurde. Damit die Lebensmittel, die diese Kunden aus ihren Kundenkisten, die sie aus kulturellen und persönlichen Gründen nicht annehmen können den übrigen Kunden zugutekommen, werden wir die neuen Asyl-Kunden in der Zeit von ca. 10.25 Uhr bis 10.45 Uhr vorrangig bedienen.

Bitte haben Sie also Verständnis, dass – auch wenn diese Kunden später als sie am Tafelladen eintreffen -, diese dennoch vor ihnen bedient werden. Nur so können wir die zurückgereichten Waren ihnen zur Verfügung stellen.

Mit freundlichen Grüßen

Der Gedanke, der hinter diesem Verfahren steckt, ist folgender:

Die Tafelmitarbeiter bereiten Lebensmittelpakete vor, abgestimmt auf Zielgruppen, wie z.B. Familie mit Kleinkindern oder einzelner Erwachsener. Die Herrenmenschen haben nun religiöse Vorbehalte, bei Schweinefleisch, und geben das zurück. Indem nun die Deutschen später an die Reihe kommen, kann man ihnen dann das abgelehnte Essen noch aushändigen, so der Gedanke.

Dazu drei Anmerkungen:

1. Wenn die „Asyl-Kunden“ das vorher zurückgeben können, warum nicht auch während einer gemischten Reihenfolge der Ausgabe? Die wahrscheinlichste Antwort dürfte sein:

Bei gemischter Ausgabe bekommen auch die Deutschen Fleisch ab, das Muslime bevorzugen, Hähnchen oder Rind oder gar Lamm. Dadurch dürfte es dann keinen „Ersatz“ mehr geben oder weniger, denn wahrscheinlich wird ihnen die Ration des abgelehnten Fleisches durch besseres „erstattet“. Dafür spräche auch, dass Asylanten vorweg die Tafel betreten dürfen, so dass eine ungerechte Verteilung nicht auffällt.

2. Besonders ekelhaft ist es, dass neben den „kulturellen Gründen“ auch die „persönlichen Gründe der Asylbewerber“ für die Vorzugsbehandlung angeführt werden. Das bedeutet nichts anderes, als dass auf das ästhetische und geschmackliche Anspruchsdenken der „Flüchtlinge“ besonders eingegangen wird und sich die Deutschen dann den schlechten Rest teilen können. Praktisch darf man sich das wahrscheinlich so wie bei diesem Bericht zur Wattenscheider Tafel vorstellen:

„Der Großteil der Menschen ist dankbar für unsere Hilfe und zeigt uns das auch“, sagt Manfred Baasner. Seit einem halben Jahr jedoch habe sich die Situation an vielen Ausgabestellen „teils dramatisch“ verändert. „Unsere Helfer werden aufs Übelste beleidigt und angepöbelt. Wir werden beschimpft, weil einige Bananen braune Flecken haben. Es wird gedrängelt, Alte und Kinder werden weggehauen. Da herrscht eine Aggressivität und ein Anspruchsdenken, das mich zur Weißglut bringt.

[…] Es tue ihm „sehr leid, das zu sagen. Aber es sind fast ausschließlich Aussiedler aus Südosteuropa und zunehmend auch Flüchtlinge, die sich so benehmen.“ Höhepunkt: eine Körperverletzung auf dem Tafel-Hof an der Laubenstraße. „Ich habe einem jungen Zuwanderer drei Äpfel gegeben“, schildert die aus Iran stammende 1-Euro-Kraft Hendrik Ghariebihan (51) im WAZ-Gespräch. „Als ich ihm sagte, dass die anderen Leute auch Äpfel wollen, schlug er mir brutal ins Gesicht.“ Man habe zwar die Polizei gerufen, aber letztlich auf eine Anzeige verzichtet.

Hier zeigt sich auch ein 3. wichtiger Aspekt: Helfer kapitulieren vor der Aggressivität der „Angekommenen“ und richten sich auf deren Anmaßungen ein, auf Kosten der ärmsten und der schwächsten Deutschen.

Sollte der Aushang aus Nidda so echt sein, was man angesichts dieser moralischen Abgründe immer wieder zu bezweifeln geneigt ist, dann stellt er einen neuen Höhepunkt deutscher kriecherischer Unterwürfigkeit dar. Jeder Mitarbeiter der Tafel sollte hier passiven Widerstand leisten und seine Mitarbeit sofort einstellen. Keinen Finger darf man krumm machen für diejenigen, die nach dem Faustrecht vorgehen und sich wegen ihrer Religion oder ihrer Hautfarbe oder wegen ihres erschlichenen „Flüchtlings“status für etwas Besseres halten und darin von dummen Deutschen auch noch bestärkt werden.

Für Anfragen oder Zuschriften an besagte Tafel bitten wir unsere Leser, bei allen Differenzen in der Sache, um einen fairen und höflichen Ton.

Kontakt:

Schottener Tafel e.V. – Ausgabestelle Nidda
c/o Ev. Stadtmission Nidda
Johanniterstrassse 15
63667 Nidda
Tel.: 06043 / 98695-97
Mobil: 0162 / 2789583
info@niddaer-tafel.de