Syrer erstechen Landsmann in Fußgängerzone

Oldenburg: Schadensbegrenzung nach Ramadan-Mord „wegen Eis“

Die letzte Woche brachte gleich mehrere Einzelfälle, die in ihrer Buntheit einen Querschnitt der bunten Bereicherung hierzulande präsentierten. Da war einmal der Afghane,  ein angeblich integrierter Berufsschüler, der, als er davon ausgehen musste abgeschoben zu werden, jede Zurückhaltung fallen ließ und in sonst seltener Offenheit die Sau raus ließ, er werde zurückkommen und Deutsche töten.

Dann wurde das Urteil gegen einen Kurden gesprochen, der seine Frau in Gegenwart des gemeinsamen Kindes hinter seinem Auto durch Hameln schleifte, um sie grausam zu töten.

Und in Oldenburg erstach jetzt vermutlich aus tiefer Religiosität heraus ein Syrer einen Landsmann in der Fußgängerzone, weil dieser durch das Essen von Speiseeis den Ramadan und ihn selbst verletzt hatte, so erste Mutmaßungen. Die NWZ online berichtet:

Viele Menschen in Oldenburg sind noch immer geschockt von der Bluttat in der Innenstadt. Am Mittwochabend war in der belebten Fußgängerzone kurz vor 18 Uhr ein 33-jähriger Syrer mit mehreren Messerstichen niedergestreckt worden. Mit Polizeihubschrauber und mehreren Streifenwagen hatte man nach den Männern im Stadtgebiet gefahndet. Und bereits eine Stunde später hatte die Polizei zwei der Tat dringend verdächtige syrische Asylbewerber vorläufig festgenommen. […]

Hatte es am Abend des Mordes noch geheißen, religiöse Auseinandersetzungen hätten eine Rolle gespielt, wollte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag dazu nichts sagen. „Die Ermittlungen zum Tatmotiv dauern an“, antwortet Staatsanwältin Gesa Weiß auf Anfrage der NWZ. Am Mittwochabend soll nach Aussagen von Augenzeugen der Streit zwischen den Männern schon auf der Höhe des Lappans begonnen haben. Möglicherweise sei es darum gegangen, dass der Getötete während der Fastenzeit (Ramadan) ein Eis gegessen habe. Bestätigt wurde diese Aussage bislang nicht.

Dieser Fall war nun nicht so abstrakt wie sonst, sondern sehr real, mitten in der Lebenswelt der Gutmenschen, abends gegen 18 Uhr, vor sehr vielen Zeugen, darunter viele Kinder. Hier galt es nun Schaden zu begrenzen und ein ganzes Bündel von Maßnahmen in einer konzertierten Aktion zu ergreifen. Das funktionierte, und jeder wusste, was er zu tun hat:

Polizei will die Sorgen der Bürger ernst nehmen

Und das geht so:

Polizeipräsident Johann Kühme kann verstehen, dass dieses Gewaltverbrechen vor allem die Augenzeugen erschüttert hat. „Oldenburg ist bekannt als eine friedliche Stadt mit freundlichen Menschen. Da rechnen Sie nicht mit so einer Tat in der Fußgängerzone.“ Und das sei unabhängig von der Nationalität der Tatverdächtigen.

Reiner Zufall also, dass es diesmal ein muslimischer Syrer war. Unabhängig von der Nationalität passiert ja so was öfter, dass ein Syrer sich über das Eisessen während des Ramadan empört. Offensichtlich ärgern sich manchmal auch Deutsche in solchen Fällen oder Schweizer, Briten, Russen, Polen, Franzosen, Österreicher, Dänen und Brasilianer. Und der eine oder andere rammt dann auch schon mal seinen Landsleuten ein Messer in den Leib aus lauter Frömmigkeit. Ach ja, Angst soll man deswegen auch nicht haben, denn der Polizeipräsident weiß jetzt schon, dass das nur eine „Einzeltat“ war. Danke, Polizei, für das erhellende „Ernstnehmen der Sorgen der Bürger“!

„Schockierte“ und „naive“ Menschen

Viele Menschen hatten geschockt auf das schreckliche Verbrechen am helllichten Tag in einer der belebtesten Straßen der Oldenburger Fußgängerzone reagiert. Andere wiederum meinten, es sei naiv zu glauben, dass so etwas nicht auch in Oldenburg passieren könne.

Also, wenn jahrzehntelang niemand abends um 18 Uhr in Oldenburgs Innenstadt abgestochen wurde, dann ist es „naiv“ anzunehmen, es werde auch so bleiben? Und „naiv“ sind deswegen alle, die davon geschockt waren?

In einem tieferen Sinne haben die Zyniker ja Recht. Jetzt ist es mittlerweile tatsächlich naiv zu glauben, dass mit dem Abstechen bis nach 18 Uhr gewartet wird, denn muslimischer Radikalismus macht sich nicht zum ersten Male in seiner extremen Intoleranz Luft in Deutschland und wartet auch nicht unbedingt, bis die Shopping-Tour zu Ende ist und die Kinder im Bett sind. Das wird jetzt öfter passieren, naiv zu glauben, es werde wieder friedlicher.

„Kriminalität gibt es überall“

Auch bei den jungen internationalen Gästen, die derzeit eine Tagung der Vereinten Nationen (Olmun) in der Weser-Ems-Halle simulieren, war das Gewaltverbrechen in der Innenstadt Thema. Lili Sarkadi-Nagy (15) kommt aus Ungarn, und sie erklärt: „Man kann nie wirklich sicher sein, überall kann etwas passieren.“ Kriminalität gebe es überall. Sie hat dazu aber eine klare Position: „Es ist wichtig, deshalb keine Angst zu haben“, sagt sie. „Man darf sich nicht unterkriegen lassen.“

Die religiös motivierte Tat wird zur normalen Kriminalität umgedeutet: heute ein Einbruch, morgen ein Raubüberfall, mal Entführung, mal Diebstahl oder religiös motivierter Mord, „Kriminalität“, mehr oder weniger und im Grunde alles dasselbe.  Warum eines der Delikte in der Heimat der jungen Ungarin, in Polen oder der Slowakei nie auftaucht, wird nicht hinterfragt. Kein Zufall auch, dass eine Ungarin diese abstrus verzerrte Wirklichkeit hier vertreten muss. Sie wird für die (indirekte) Botschaft benutzt, dass auch Ungarn – so wie Merkel – für Flüchtlinge und gegen Orban sind.

OB Krogmann ist erschüttert und kümmert sich

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann meinte am Donnerstag, er sei „erschüttert“ über die Ereignisse in der Oldenburger Innenstadt. Die Ermittlungen seien nun Sache der Polizei. „Wir als Stadt sind jetzt dabei, uns im Rahmen der Flüchtlings- und Sozialarbeit um das Umfeld des Opfers zu kümmern.“

Um wen kümmert sich der OB von Oldenburg da noch mal? Um die Augenzeugen des Verbrechens, die schockiert sind? Um die deutschen Kinder, die traumatisiert sind? Nein, „das Umfeld des Opfers“ wird betreut, und wer ist das? Die Familie? Das hätte Sinn. Man muss aber leider annehmen, dass hier die syrischen Freunde betreut und getröstet werden, von psychologischer Hilfe für die eigene Bevölkerung erfährt man nichts.

Religiös motivierter Hass?

Noch ein Wort zum Motiv. Allen Überlegungen  hier lag die These zugrunde, dass es religiös motivierter Hass gewesen sein könnte, der zu dem Verbrechen führte. Anfängliche Meldungen werden aber nunmehr auf Eis gelegt, die Staatsanwaltschaft mauert:

Hatte es am Abend des Mordes noch geheißen, religiöse Auseinandersetzungen hätten eine Rolle gespielt, wollte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag dazu nichts sagen. „Die Ermittlungen zum Tatmotiv dauern an“, antwortet Staatsanwältin Gesa Weiß auf Anfrage der NWZ. Am Mittwochabend soll nach Aussagen von Augenzeugen der Streit zwischen den Männern schon auf der Höhe des Lappans begonnen haben. Möglicherweise sei es darum gegangen, dass der Getötete während der Fastenzeit (Ramadan) ein Eis gegessen habe. Bestätigt wurde diese Aussage bislang nicht.

Selbstverständlich sind auch mehrere andere Motive denkbar, die zur Messerstecherei zwischen zwei jungen Syrern in einer Fußgängerzone um 18 Uhr führen können. Allerdings sind die bisherigen Annahmen plausibel, da es durch Mimik und Gestik in so einem Fall durchaus erkennbar sein kann, worum sich der Streit dreht, arabische Sprachkenntnisse braucht man dafür nicht unbedingt.

Diese letzte Information gehört aber zu den sensibelsten, denn sie beinhaltet, dass Moslems derart verrückt spielen können, dass sie für ihren islamischen Glauben und eine „Beleidigung“ desselben töten. Dies ist in Ländern wie Indonesien oder Pakistan an der Tagesordnung, aber es auszusprechen gehört sich nicht für deutsche Politiker, Staatsanwälte, Polizisten, Oberbürgermeister oder die Presse. Darum bleibt dieser Punkt, der ihnen wohl halb durchgerutscht ist, nach einer ersten Sammlung und vielleicht nach einer deutlichen Ermahnung jetzt unerwähnt.

Und die Presse? Für deutsche Verhältnisse hat hier die NWZ recht ausführlich referiert, vermutlich ging es nicht mehr korrekter, wenn auch natürlich ohne jegliches kritisches Nachfragen (das machen wir von PI-NEWS). Selbstverständlich dürfen dann auch nicht die Leser zu Wort kommen, die in ihren Kommentaren häufig (noch) eine Kontrolle und Ergänzung der unzureichenden  Informationen ermöglichen. Folgerichtig ging die NWZ diesen „unerfreulichen Schritt“, dessen Formulierung man heutzutage schon beinahe auswendig kann:

Anmerkung der Redaktion: Aufgrund zahlreicher Verstöße gegen unsere Netiquette und das große Aufkommen von strafrechtlich relevanten Hass-Kommentaren haben wir bei diesem Artikel die Kommentarfunktion abgeschaltet.