Gewalt- und Drogenkriminalität durch Illegale in Italien

Mailand: Polizei nimmt 36 kriminelle Afrikaner am Zentralbahnhof fest

Der Mailänder Zentralbahnhof ist ein multikrimineller Hotspot. Hunderte Illegale haben den Duca d’Aosta Platz vor dem Bahnhof in Beschlag genommen. Die „Fachkräfte“ gehen dort nicht nur ihren Drogen- und Waffengeschäften nach, sie haben den Bereich als eine Art Camp okkupiert und übernachten dort auch. Am Mittwoch war ein Polizist von einem Mann aus Guinea niedergestochen worden und es war nicht der erste brutale Angriff.

Kurz darauf griffen die Behörden durch und nahmen 36 Afrikaner fest, die im Verdacht stehen mit Drogen zu handeln oder an Gewalt- Raub- und Diebstahlsdelikten beteiligt zu sein. Wie schon einige Male zuvor sperrte die Polizei den Platz und alle Zugänge zum Bahnhof für die Dauer der Razzia ab. Die Verhafteten wurden in Busse verfrachtet und zum Verhör gebracht.

Bereits im Frühjahr wurde das Areal geräumt. Mit wenig dauerhaftem Erfolg, wie man sieht.

Mehr Illegale denn je kommen an

Seit Anfang des Jahres sind, offiziellen Zahlen zufolge, bereits wieder mehr als 93.000 Illegale in Italien eingedrungen. Die meisten stammen aus Nigeria, Bangladesch, Guinea, Gambia und der Elfenbeinküste.

Derzeit rechnet Italien für 2017 mit einem neuerlichen Rekord von 220.000 Eindringlingen, die über die Mittelmeerroute ankommen. Zum Vergleich: 2015 waren es rund 170.000 und 2016 wurden 181.000 angelandete Illegale registriert.

Auch wenn die italienische Polizei immer öfter hart durchgreift, sind solche Aktionen nur ein Tropfen auf den heißen Stein, denn nicht nur rund um den Zentralbahnhof bricht sich Gewalt und Kriminalität sich Bahn. Die Sicherheitsstadträtin Carmela Rozza sagt, diese Aktionen gingen in die richtige Richtung und sollten zeigen, dass man der Gesetzlosigkeit keinen Raum lassen werde aber: „Was wir bisher getan haben ist nicht genug.“ (lsg)