Laut SPIEGEL-Studie

Mehrheit in Deutschland misstraut Mainstream-Medien

Von SELBERDENKER | Man könnte es überspitzen und behaupten, viele Deutsche vertrauten ihrer Glotze mehr, als ihren Augen und Ohren, mehr als ihrem eigenen Verstand. Der SPIEGEL titelt erfreut: „Journalismus – Jeder zweite Deutsche vertraut den Nachrichten“. Das Vertrauen der Deutschen in die (Mainstream-) Medien sei besonders groß, was eine Studie belege. Nun haben wir die Erfahrung gemacht, dass passende „wissenschaftlich saubere und unabhängige“ Studien schnell zur Hand sind, wenn es darum geht, die eigene Position, im Sinne der Regierenden, zu untermauern. Wo Macht ist, ist Geld, wo Geld ist, da sind auch passende Studien, könnte man polemisieren – muß man aber nicht. Die Mehrheit liest zudem nicht die Studie selbst, nimmt sich also nicht die Primärquelle vor, sondern lässt nur das auf sich wirken, was das jeweilige Medium in die Studie hineininterpretiert hat. „Lean-Back“-Verhalten, würde es der Experte beim SPIEGEL vielleicht nennen. Prinzip „Meinungsgeber-Meinungsnehmer“ könnte man es auch nennen.

Manchmal ist es bequemer, nicht zu wissen, was in dem Fertiggericht wirklich steckt, das man da serviert bekommt – Hauptsache, es schmeckt einem. Dem SPIEGEL-Artikel entnehmen wir folgenden Satz:

Jeder Zweite in Deutschland vertraut der Studie zufolge [Mainstream-] Nachrichten „eher“ oder „voll und ganz“.

Daraus könnte man jedoch problemlos auch die Überschrift dieses Textes ableiten, die eine völlig andere Aussage beinhaltet, eine entgegengesetzte Wirkung beim Leser hervorruft. Wer dem Mainstream „eher“ vertraut, hegt zumindest eine gewisse Skepsis. Alternative Medien wie PI und Journalistenwatch gewinnen dagegen auch in Deutschland an Bedeutung.

„Lean-Back“-Demokratie?

Doch sind wir bescheiden und sehen uns Zahlen an, die weniger leicht manipulierbar sind: Wahlergebnisse. Mainstream-Medien und Politik sind in dieser Zeit untrennbar verknüpft. Das haben auch die Herrschenden erkannt und verschärfen derzeit Zensur und Überwachung alternativer Medien. Letztlich, auch die vom SPIEGEL vorgestellte Studie belegt es, konsumieren die Menschen aber mehrheitlich noch relativ unkritisch den Staatsfunk, lassen sich somit vom Regierungs-TV die Meinung prägen. Zwar wird Wahlfälschung gegen die einzige politsche Opposition AfD betrieben, die ungebrochene Unterstützung der Altparteien, insbesondere von Merkels entkernter CDU, wird aber trotzdem deutlich. In einer Medien-Demokratie ein nicht unerheblicher Verdienst der breiten, zwangsfinanzierten, öffentlich-rechtlichen TV-Propaganda. TV ist mächtig, jedoch nicht allein. Wer im Netz zum Beispiel die Suchmaschine „Bing“ von Microsoft nutzt, wird zuverlässig nebenbei mit Anti-Trump-News und ausgewählten, dick politisch gefärbten Headlines versorgt. Andere große Plattformen und Startseiten von Email-Anbietern im Netz unterscheiden sich da wenig.

„Man sollte nicht unterschätzen, wie viele die klassische Lean-Back-Situation vor dem Fernseher vorziehen, wenn sie von der Arbeit nach Hause kommen.“

Mit diesem Zitat eines „Experten“ endet der Artikel des SPIEGEL. Wir haben in einer Mediendemokratie also bei der Meinungsbildung zur Wahlentscheidung eine Vorliebe für die „klassische Lean-Back-Situation“. Sind wir dann auch auf dem Weg zu einer „Lean-Back“-Demokratie?