"Özoguz nach Anatolien entsorgen"

Gauland hat richtig auf eine Provokation reagiert

Von WOLFGANG HÜBNER | Vor einiger Zeit hat die sogenannte „Integrationsbeauftragte“ der Bundesregierung, Aydan Özoguz, von sich gegeben, sie könne eine spezifisch deutsche Kultur – jenseits der deutschen Sprache – nicht identifizieren. Das hätte in einem halbwegs bei Sinnen befindlichen Land einen Sturm der Entrüstung und eine sofortige Ablösung von Frau Özoguz von ihrer Funktion zur Folge haben müssen. Hatte es aber nicht. Oder waren Rücktrittsforderungen von CDU/CSU zu hören? Ist bekannt, dass sich Kanzlerin Merkel von diesem ganz speziellen Mitglied der Bundesregierung öffentlich distanziert hätte? Hat sich der SPD-Kanzlerkandidat dazu kritisch geäußert? Nichts von alledem!

Nun aber ist die Empörung groß bei all denen, die damals geschwiegen haben: Denn AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland hat auf einer Wahlveranstaltung in Thüringen auf die deutschverachtende Provokation von Frau Özoguz mit der deftigen, sicher auch provokatorischen Formulierung reagiert, die türkischstämmige Politikerin in Anatolien „entsorgen“ zu wollen. Für Hundertprozent-Schulz ist das „widerlich“ und Gauland natürlich ein „Rassist“. Der Merkel-Getreue Peter Tauber meint: „Das nennt man Rassismus“ und Merkels Sprecher Steffen Seibert steuert die sensationelle Erkenntnis bei, Frau Özoguz stamme aus Hamburg und „insofern disqualifizieren sich diese Äußerungen von selbst“.

Gauland hat inzwischen den problematischen Gebrauch des Wortes „entsorgen“ bedauert, nimmt aber von seiner Kritik und seiner Empfehlung für das künftige Tätigkeitsfeld von Frau Özoguz in Anatolien nichts zurück.

Was ist zu diesem skandalisierten Vorgang zu sagen?

1. Diejenigen, die zu der ungeheuerlichen Aussage der „Integrationsbeauftragten“ nichts zu sagen hatten, haben keinerlei Anspruch darauf, Gauland zu attackieren und unter „Rassismusverdacht“ zu stellen.

2. Es ist Gaulands Verdienst, mit einer zwar verbal überzogenen, in der Sache aber nur zu berechtigten Formulierung endlich bundesweit sogar in den Lückenmedien die deutschverachtende Provokation der SPD-Politikerin bekannt gemacht zu haben.

3. Wahlkämpfe sind, wie der Begriff schon sagt, Kämpfe mit verbalen Waffen. Sie sind keine Zeiten des Parteienkuschelns und auch keine Zeiten von Kampfsimulationen zur Täuschung der Wahlbürger.

4. In einem Land, dessen „Elite“ offenbar jegliches Verständnis von Ehre und Würde im Merkel-System abhandengekommen ist, muss auch mal drastisch bewusst gemacht werden, dass zumindest eine Partei nicht mehr bereit ist, jede Schmähung der Nation stillschweigend hinzunehmen.

5. Für die Ängstlichen unter den Patrioten: Gauland hat mit seiner skandalisierten Formulierung garantiert mehr AfD-Wähler gewonnen als verloren. Und das Ziel von Wahlkämpfen ist es nun mal, Stimmen zu gewinnen. Der AfD-Spitzenkandidat muss sich dafür wahrlich nicht schämen. Das müssten ganz andere, aber die sind längst schamfrei.