Polizei stoppt Auto mit Gasflaschen

Moslems beleidigt – Anschlag auf US-Band „Allah-Las“ befürchtet

Wenn in einem Pariser Club Menschen von Moslems aufs Grausamste massakriert werden, widerspricht dem Hintergrund der Tat kaum jemand, jedenfalls keine Moslems. Wenn ein Imam, ein „muslimischer Geistlicher“, sein Amt gebraucht, um einen Terroranschlag vorzubereiten, geplant war für Barcelona offensichtlich die Sprengung einer Kathedrale, auch dann gibt es nur wenige Moslems, die das nicht in ihrem Namen verstanden wissen wollen, und so weiter.

Wenn aber ein Stoffteddy „Mohammed“  genannt wird oder Christen das Wort „Allah“ für ihren Gott benutzen, weil sie kein anderes haben (in Malaysia), dann sind Moslems aufs Tödlichste beleidigt, und das darf man wörtlich nehmen.

Jüngstes Beispiel dieser Lexemophobie (Angst vor Worten/Sprache) sind die Anschlagsbefürchtungen auf eine Band namens „Allah-Las“. Sie wollten „Allah“ eigentlich nur Ehre erweisen, weil er ihnen immer „heilig“ erschienen war, und sie einen heiligen Bandnamen haben wollten. Nun ist Dummheit zwar nicht strafbar, aber es wurde ihnen dennoch, aus für die Band offenbar unerwarteter Richtung, sehr übel genommen:

Nahe des Veranstaltungsortes stoppte die Polizei einen Lieferwagen mit Gasflaschen.

In der niederländischen Stadt Rotterdam ist nach einer Terrorwarnung der spanischen Polizei ein Konzert der US-Rockband Allah-Las abgesagt worden. Das berichtete Rotterdams Bürgermeister Ahmed Aboutaleb. Die Polizei teilte mit, sie habe die Warnung ernst genommen und nach einem Gespräch mit den Organisatoren entschieden, das Konzert abzusagen. […]

Allah-Las ist eine vierköpfige Band aus Los Angeles. Bandmitglieder sagten der britischen Zeitung The Guardian vergangenes Jahr in einem Interview, dass sie sich für das Wort Allah entschieden hätten, weil sie einen Bandnamen wollten, der heilig klinge, und ihnen sei nicht bewusst gewesen, dass er Anstoß erregen könnte. „Wir erhalten E-Mails von Muslimen, hier in den USA und der ganzen Welt, die sagen, dass sie sich gekränkt fühlten, aber das war absolut nicht unsere Absicht“, sagte Frontsänger Miles Michaud.

Tja, zu spät. Immer schön den Mund halten und den Blick nach unten gesenkt. Oder mit etwas mehr Esprit und Einfallsreichtum und etwas perfider gegen diejenigen vorgehen, die alles verachten, was wirklich heilig ist. Nur auf solche Weise wird ein Schuh draus.