Antifa-Randale in Weimar

Wie eine Bürgerin einen AfD-Stammtisch mit Höcke überlebte

Kati Fortunato-Rambow, eine einfache Bürgerin, wollte sich Björn Höcke persönlich anschauen, den Mann, der, wie sie sagt, im Moment „durch alle Medien gejagt wird“. Sich ein eigenes Bild zu machen, ist immer eine gute Idee. Die sich im Deutschland des Jahres 2017 leider nicht mehr problemlos umsetzen lässt. Lesen Sie, was Kati auf einem AfD-Stammtisch in Weimar (siehe auch Video-Zusammenschnitt) erlebte…

Nach fast einer Woche habe ich mein „Antifa“-Trauma überwunden und möchte Euch nun erzählen, was aus unserer Demokratie geworden ist. Eigentlich wollte ich allein zum AfD-Stammtisch gehen, wurde letztendlich aber glücklicherweise von einem Schulfreund begleitet. Die Veranstaltung sollte gegen 19.00 Uhr beginnen. Weil man die Zerstörungswut der Linken kennt, fuhren wir schon früher nach Weimar, um das Auto in sicherer Entfernung abzustellen. Wir kennen uns in der Stadt nicht gut aus, aber es war leicht, das Lokal zu finden. Mehrere Straßenzüge vorher war die Straße bereits gesperrt und man musste nur noch dem tosenden Lärm folgen.

Bereits von weitem konnte man eine recht große Menschenmenge sehen, die sich vor der Tür versammelt hatte. Die Straße vor dem kleinen Lokal war durch Absperrungen geteilt. Auf Seiten der AfD war außer ein paar Sicherheitsleuten noch niemand zu sehen, dafür waren auf der Seite der Gegendemonstranten bereits etwa 200 Schreihälse zusammengerottet. An der Absperrung, direkt vor der Tür des Lokals, war eine Bühne aufgebaut, wo später Hetzreden gehalten wurden.

Es war erst 17.30 Uhr und wir sind erst einmal vorbei geschlendert. Ich hätte es wirklich extrem unangenehm gefunden, so auf dem Präsentierteller zu stehen und dann vielleicht noch einmal weggeschickt zu werden. So einen Mob möchte man nicht zweimal durchqueren.

Jeder Besucher wurde mit Eiern beworfen und fotografiert

Gegen 18.30 Uhr haben wir es dann gewagt. Ich habe einen Polizisten angesprochen, der uns netterweise bis zur Tür brachte. Der Mob war außer sich. „Nazi“ war noch das Netteste, was man mir an den Kopf warf. Ich, j e d e r Besucher, wurde mit Eiern beworfen und fotografiert. Wir wurden dann während der gesamten Veranstaltung mit lauter Musik, Hetzreden und Sprechchören beschallt, die uns aufforderten, zu verschwinden.

Im Lokal stank es nach Buttersäure. Vom Betreiber erfuhr ich, dass die gesamte Woche Anschläge verübt wurden, dass man jede Nacht versuchte, die Fensterscheiben einzuschlagen, was von den Sicherheitsleuten verhindert wurde.

Es war wirklich beängstigend in dem kleinen Lokal. Ich habe gegen Ende der Veranstaltung, da hatten sich draußen bereits etwa 500 Gegendemonstranten versammelt, vom Toilettenfenster aus mit der Polizei über eine Auflösung der Demo oder wenigstens über Personenschutz diskutiert. Keine Chance. Auf meine Frage, wie ich denn jetzt wieder rauskommen solle, hieß es: „Na wie sie reingekommen sind!“

Meinungsfreiheit ist Geschichte in Deutschland

Da habe ich mich als Bürgerin verraten und verkauft gefühlt. Unser Abgang war dann auch eher ein Spießrutenlauf. Ich bin sportlich im Sommerkleidchen erschienen. Zum Glück waren die Eier aus, als ich mich dann endlich wieder auf die Straße wagte. Verfolgt wurden wir nicht, aber wirklich sicher fühlte ich mich erst, als wir die Stadtgrenze passiert hatten.

Mein Fazit: Meinungsfreiheit ist bereits jetzt Geschichte in Deutschland. Wahlveranstaltungen verschiedener Parteien besuchen und sich informieren, was sie zu sagen haben, unmöglich. Was ich aber bemerkte, wir sind viel mehr, als wir glauben. Es haben sich nur etwa 50 Menschen auf den Stammtisch getraut, aber ich war danach so traumatisiert, dass ich mit jedem, der mir begegnet ist, über die Veranstaltung gesprochen habe.

Zuerst sprach sich jeder gegen die AfD aus, als sie aber merkten, dass ich pro AfD eingestellt bin, kamen die wahren Gründe für die Ablehnung auf den Tisch. Man fürchtet sich vor der Zerstörungswut der Linken und hat Existenzängste, wenn man mit der angeblich rechten AfD in Verbindung gebracht wird. Tatsächlich g e g e n die AfD war nicht ein Einziger. Ich habe also wieder Hoffnung, dass die Altparteien zur Bundestagswahl ihr blaues Wunder erleben werden. Und es ist tatsächlich blau …


(Dieser Beitrag erschien zuerst auf Kati Fortunato-Rambows Facebook-Seite)