So hübsch sind dänische Politikerinnen: Integrationsministerin Inger Støjberg und ihr iPad-Hintergrundbild.

12 Jahre nach dem Karikaturenstreit

Dänische Einwanderungsministerin postet Mohammed-Karikatur

Von ALSTER | Das dänische Skovgaard-Museum weigert sich, die Mohammed-Karikaturen in ihrer Blasphemie-Ausstellung zu zeigen. Aus Protest gegen die Entscheidung veröffentlichte die dänische Integrationsministerin Inger Støjberg ein Foto von ihrem iPad bei Facebook, auf dem die  Karikatur Mohammeds mit einer Bombe im Turban zu sehen ist. Sie mache dies, weil sie Dänemark liebe, schreibt die Ministerin.

Am Samstag, dem 30. September, eröffnet das Skovgaard-Museum in Viborg eine Ausstellung über „Gotteslästerung seit der Reformation“. Was wäre noch selbstverständlicher als die Ausstellung einer bestimmten Seite von Morgenavisen Jyllands-Posten vom 30. September 2005 – genau vor 12 Jahren – zu bringen?

Damals hat eine Gruppe von Imamen mit wütenden Behauptungen über Blasphemie diese Seite mit 12 Zeichnungen benutzt, um den gesamten Mittleren Osten in Brand zu setzen, riefen zum Boykott dänischer Waren auf und veranstalteten grauselige Aufmärsche, die hunderten Menschen das Leben kosteten und eine große außenpolitische Krise auslösten.

Die Migrationsministerin erklärt in ihrem Facebookeintrag, dass sie die Bomben-Karikatur als Hintergrund für ihr iPad ausgewählt hat, um für Meinungsfreiheit einzutreten. Inger Støjberg will damit dagegen protestieren, dass ausgerechnet eine Blasphemieausstellung im Skovgaard-Museum in Viborg es nicht wagt, islamische Leitfiguren zu karikieren, während Jesus und andere Glaubenssymbole dort richtig viel abbekommen. So wird etwa „Piss Christ“ ausgestellt, ein Bild, bei dem ein Kruzifix in Urin steht.

Damit hat sie nicht nur in Dänemark für Diskussionen gesorgt, auch internationale Medien wie das Daily Journal schrieben darüber. Dabei schoss die „Deutsche Welle“ den Dhimmi-Vogel ab und schrieb aus islamophiler Sichtweise heraus: „Die dänische Ministerin hat eine rassistische Karikatur online veröffentlicht“. Sie vergaß auch nicht, Pegida als Inspiration für Xenophobie und Islamophobie zu erwähnen. Die Deutsche Welle ist der staatliche Auslandsrundfunk der Bundesrepublik Deutschland und Mitglied der ARD.

Erste Reaktion von islamischer Seite: Am Donnerstagmorgen war die Website des dänischen Einwanderungs- und Integrationsministeriums nach einem Cyberangriff nicht mehr verfügbar. Yeni Akit, eine konservative islamische Mediengruppe aus der Türkei, schrieb der dänischen Zeitung Ekstra Bladet, dass eine Gruppe namens Aslan Neferler Tim dahinterstehen würde.