Kanzlerin in Nordsachsen gnadenlos ausgebuht

Pfeif-Inferno für Merkel in Torgau

Von TUBE und GERD | Die Merkel-Tour-of-Desaster geht weiter. Gestern stand nun die nordsächsiche Stadt Torgau auf dem Programm. Wir kamen gegen 15 Uhr an und fanden problemlos einen Parkplatz am Elbufer. Von dort sind es nur zehn Minuten Fußweg bis zum Marktplatz. Torgau ist eine wirklich schöne und sehenswerte Stadt mit vielen Renaissance-Bauten.

Auf dem Marktplatz die überdachte Bühne für die Kanzlerin, davor der abgesperrte VIP-Gäste-Bereich und drumherum noch reichlich Platz fürs gemeine Volk. Die Identitären und eine lokale Widerstandsgruppe aus Torgau verteilten Flyer, die AfD war mit ca. 100 bis 200 Leuten auf dem Platz vertreten. Auf der Bühne lief das Vorprogramm zum Aufwärmen. Deutsche Schlager, Karel Gott, Helene Fischer und so weiter.

Die CDU-Wahlkampfmanager waren vermutlich vom desaströsen Verlauf der bereits in den anderen Städten absolvierten Merkel-Auftritte ziemlich entsetzt und hatten einen Plan entwickelt, um die Pfeifkonzerte der Merkelgegner irgendwie einzudämmen. Sie hatten große Plakate gedruckt auf denen stand „Zuhören statt Pfeiffen“. Die Wahlkampfhelfer verteilten sich, mit diesen Plakaten ausgerüstet, auf dem Marktplatz. Ganz schön raffiniert, auf so eine Idee muss man erst mal kommen.

Hier ein weiteres Video:

https://youtu.be/FlQQOddQdHQ

Es kam aber doch anders als von der CDU erhofft. Um 17 Uhr war der Marktplatz gut gefüllt und mit Ankunft der Kanzlerin nahm die Katastrophe ihren Lauf. Gellende Pfiffe, Buh-Rufe, Sprechchöre aus allen Richtungen – die Veranstaltung glich einem Inferno.

Und der Protest kam keineswegs nur von den organisierten Gruppen. Die normalen „unorganisierten“ Bürger der Stadt pfiffen nicht nur zahlreich und lautstark, sie brachten auch viele selbstgeschriebene Poster und Transparente mit.

Vorige Woche waren wir in Bitterfeld dabei, da ging es schon ziemlich heftig zu. Aber Torgau war gestern abend noch sehr viel heftiger.