Widerstand in In Creußen/Oberfranken (fotografiert am 22.9.).

PI-NEWS-Serie zur Bundestagswahl 2017

Warum ich die AfD wähle! (53)

Von MARTIN | Sie wollen erfahren, warum ich mein X bei der AfD mache? Schauen wir uns doch mal die „wichtigsten“ Konkurrenz-Parteien an und versuchen eine lockere Analyse, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

CDU: Die zweite sozialdemokratische Partei

Okay, hier habe ich selbst mal mitgemacht, aber die Zeiten, da ich selbst ein kleines CDU-Mitglied war, sind lange vorbei. Jedes Jahr schob sich die CDU in Bund, Ländern und Kommunen selbst ein Stück weiter nach links und gab gleichzeitig ihren Patriotismus auf. Zugegeben, das begann schon vor Merkels Machtübernahme. Doch dann kam der Wahlkampf 2005, ein Professor Paul Kirchhof aus Heidelberg sollte im Falle des Wahlsieges CDU-Finanzminister werden und das deutsche Steuerrecht reformieren, erinnern Sie sich? Der Mann wurde vom politisch-medialen Komplex vorgeführt und bewusst der Lächerlichkeit preisgegeben. Genau die Leute, die sonst bei jeder Gelegenheit Mitmenschlichkeit einfordern oder zu Engagement auffordern, hetzten am lautesten und am gehässigsten gegen ihn. Warum? Weil Kirchhof als Quereinsteiger keinen Stallgeruch hatte? Nein, es war schlicht sein falsches Parteibuch und seine abweichende Meinung zur Staatswirtschaft. Merkel & Co. ließen ihn fallen wie eine heiße Kartoffel. Danach war für mich klar: auch diese Frau hat kein Gewissen. Sie hat die CDU widerspruchslos zur zweiten sozialdemokratischen Partei verbogen, auf Kosten der klassischen Wählerklientel. Ergebnis: Jetzt loben Menschen eine Kanzlerin, die sie früher nur verhöhnten und verspotteten, genauso wie die CDU. Nun ja. Wann kommt Merkels nächster Schwenk und wohin? Wie dauerhaft sind diese ach so überaus wertvollen linken Sympathien? Wie lange hält das Eis auf dem das Partei-Experiment steht? Ich finde es dünn, verdammt dünn. Da werden noch viele einbrechen. Ein Glücksritter-Vergleich zwängt sich auf: Fünf Jahre Mario Draghis «Whatever it takes». Die EZB hat bereits für fast 2000 Milliarden Euro Staatsanleihen und andere Wertpapiere aufgekauft. Doch die damit erhoffte wirtschaftliche Erholung greift nicht EU-weit, die Staatsverschuldung im Euro-Raum geht nicht zurück, nur die Anlage-Renditen für Sparer und Versicherte. Für Irrsinn gibt es eben auch keine Obergrenze.

Fazit: Unwählbar.

CSU: Siehe CDU – mitgefangen, mitgehangen.

DIE LINKE: Heißt – Sozialismus pur

Sie nennen sich „Die Linke“ und sind eine sozialistisch-kommunistische Partei. Die grauen Eminenzen haben meiner Überzeugung nach Rache für den Untergang des DDR-Systems geschworen. Die jungen unterstützen ebenfalls alles, was diesem Land schadet, und sei es pure Gewaltanwendung, Antifa lässt grüßen. Sie glauben hartnäckig an die Segnungen des Sozialismus, dieses weltweit nur gescheiterte Menschen- und Wirtschaftsexperiment. Vergangene oder aktuelle Willkür-Systeme, wie beispielsweise in den meisten Staaten Afrikas, in Venezuela oder Nordkorea, dienen nicht der Besinnung. Es interessiert die Funktionäre einfach nicht, egal ob jung oder alt. Ja, im Wegschauen bei Not und Elend der Menschen im real existierenden Sozialismus des 20. und 21. Jahrhunderts waren die deutschen Genossinnen und Genossen schon immer spitze. So ein dickes Fell habe ich nicht und mich ständig belügen, dass andere an der sozialistischen Misere schuld sind, kann ich auch nicht.

Fazit: Zeitlebens unwählbar.

FDP: Hat Deutschland schon genug geschadet

Lindner & Kubicki spielen die Smart Guys. Sehr beeindruckend, wirklich. Wer im Volk erinnert sich da noch an die drei ruhmreichen Bundeswirtschaftsminister: Bangemann, Haussmann, Möllemann? Wer nichts wird, wird Politiker(in). So kommt es mir schon lange vor. Hat jemand diese Partei im Bundestag vermisst? Wäre sie die letzten vier Jahre eine brauchbare Opposition gewesen? Zugunsten des deutschen Volkes? Pardon, das ist absurd. Die FDP zauberte in der Vergangenheit immer wieder ultralinke Horrorgestalten aus dem Hut: Gerhart Baum, Burkard Hirsch, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Liselotte Funcke. Sind wir bei der FDP in Zukunft sicher vor Wiederholungstätern? Meine Antwort lautet: Nein. Nein! Allein diese vier haben Deutschland so maßlos geschadet, dass diese Partei für mich unwählbar bleibt.

Die Grünen: Die wahre Partei der Besserverdienenden

Die Grünen zogen in den Deutschen Bundestag ein – und die Rote Armee Fraktion beendete ihren bewaffneten Kampf gegen die „imperialistische BRD“. Ein Neo-Nazi, der Böses dabei denkt. Die Grünen stellten den Bundesaußenminister – und Deutschland befand sich im Krieg. Ist aber fast vergessen. Dabei waren sich die Grünen und all die ihnen geneigten Medien ganz, ganz sicher, dass dies nur Franz-Josef Strauß tun würde. Mist! Ist aber auch schon fast vergessen. Ja, die wahre Partei der Besserverdienenden versteht sich auf Doppelzüngigkeit: vorn steht groß und breit „Umweltschutz!“. Dahinter steht: „Deutschland, du mieses Stück Scheiße!“ Soll heißen: Der Rest der Welt darf ungestraft die Flüsse vergiften, die Luft verpesten, die Meere leerfischen und verdrecken, die Böden verseuchen. Scheißegal, sind ja alles nur Entwicklungsländer (auch China). Aber Deutschland nimmt man skrupellos in die Schuld-Pflicht, d.h. euch Bürger höchstselbst. Habe ich was vergessen? Ja, ihr „islamophoben Klimaleugner“: Wenn schon kein sofortiges Dieselverbot möglich ist, dann kann der alte Wunsch nach drastischer Kraftstoffpreiserhöhung wieder auf den Verhandlungstisch. Noch ein Bildnis gefällig? Vorn steht „Bildung!“. Dahinter steckt eine Schul- und Hochschulpolitik, die mit Notenverweigerung, Frühsexualisierung, Ideologisierung und Postenschacher nicht zu überbieten ist. Und selbstverständlich muss endlich das Kiffen und Koksen vollständig legalisiert werden. Denn wer fleißig Rauschgift konsumiert, wird bekanntlich größer, schöner, klüger, gesünder, reicher und glücklicher. Und hält lächelnd Refugees-welcome-Plakate hoch.

Das Urteil lautet: Unwählbar.

SPD: Will überall mitregieren und gleichzeitig Opposition spielen

Diese Partei warb einst für Helmut Schmidt und „demokratischen Sozialismus“. Nach der Wahlniederlage 1982 wurde Schmidt-Schnauze „entsorgt“ und der demokratische Sozialismus irgendwann gegen die (gleiche) Zielvorstellung „soziale Gerechtigkeit“ ausgetauscht. Diese Partei liebäugelte lange mit der regierenden SED und der nicht frei gewählten DDR-Volkskammer. Aber nach 1989 waren nur die anderen Parteien die „Wendehälse“. Das nenne ich dummdreist. Diese Partei stellt auch Ansprüche: Sie möchte überall mitregieren und gleichzeitig Opposition spielen, also spätestens, wenn etwas schiefgeht. Wie bitte… das verstehen Sie nicht? Nun, ich komme aus NRW und einer Stadt, die sich lange mit Fug und Recht als SPD-Hochburg sah. Daher sind mir die ewig gleichen vorlauten Forderungen, Versprechen, Vorwürfe, Klagen und Rechtfertigungen altbekannt. Stellen Sie sich eine Großküche vor: Keine andere Partei wuchtet so viele randvolle und halbleere Kochtöpfe gleichzeitig aufs Feuer und ist dann ganz erschrocken und verwundert, wenn’s überall dampft, raucht und stinkt. Klarer Fall keifen die Sozialdemokraten nach jedem Desaster: Das Kochbuch ist schuld, nicht wir Köche! Gleiche Szene in einer Koalitionsküche: Die anderen Köche haben den Brei verdorben, wir nicht! Und, ganz wichtig – die Sozi-Parade-Dauerausrede: Wir haben es doch nur gut gemeint…

Fazit: Keinesfalls wählbar.

Liebe PI-Freunde, PI-Skeptiker und PI-Gegner, zum Abschluss empfehle ich: Machen Sie Ihr Kreuzchen mit dem eigenen Kugelschreiber und bedenken Sie: Je größer die Werbeplakate sind, die Sie jetzt an den Alleen und Wänden der ganzen Republik sehen müssen, desto mehr „staatliche Parteienfinanzierung“ (hieß früher: „Wahlkampfkostenerstattung“) bekamen und bekommen die jeweiligen Parteien. Mit anderen Worten: diese Wahlplakate symbolisieren auch die Verwendung Ihrer Steuerzahlungen.

Darum: AfD X