Zog nach dem desaströsen Bundestagswahlergebnis der CDU in Sachsen jetzt Konsequenzen und trat zurück - Stanislaw Tillich.

Nach herber Wahlschlappe der CDU in Sachsen

AfD wirkt: Tillich tritt zurück!

Von INXI | Angesichts der Schlappe der Sachsen-CDU bei der Bundestagswahl hat der Merkel-Vasall Stanislaw Tillich seinen Rücktritt vom Amt des sächsischen Ministerpräsidenten verkündet. Dieser Schritt war überfällig: die CDU hat in Sachsen 16% gegenüber der Bundestagswahl verloren und kam nur noch auf knapp 27% der Stimmen. Damit war das Ende der Ära CDU in Sachsen besiegelt; vorbei die Zeiten, als man sich unter „König Kurt“ Biedenkopf in absoluten Mehrheiten sonnen durfte!

Folgerichtig meldete sich der alte König nach der Wahl mit harscher Kritik an Tillich zu Wort: Dieser (Tillich) sei nie vorgesehen gewesen für höhere Weihen, sprich als MP! Rumms! Nun, das sagt allerdings auch einiges über das Demokratieverständnis eines Prof. Dr. Kurt Biedenkopf aus. Sachsen wurde wohl als ständiges Lehen der CDU gesehen und wer dem König folgt bestimmt der König höchstselbst. Bayern lässt grüßen!

Demokratische Konsequenzen? Fehlanzeige!

Die AfD wurde ohne wenn und aber zur stärksten Kraft in Sachsen gewählt. Aber wie üblich in der bundesdeutschen Restdemokratie wird es natürlich nicht zu Neuwahlen in Sachsen kommen. Der Wille des angeblichen Souveräns, hier das sächsische Wahlvolk, wird ignoriert. Der Nachfolger Tillichs steht schon fest, ein Verlierer wird durch den anderen ersetzt. Generalsekretär Michael Kretschmer soll ab Dezember „übernehmen“. Kretschmer saß 15 Jahre im Bundestag, er war damals 22 Jahre alt – ein typischer Berufspolitker also. Erfreulicherweise verlor er sein Direktmandat bei der Wahl 2017 an Tino Chrupalla (AfD), einem Malermeister mit eigener Firma, der sich ehrenamtlich für Jugend und Sport in der Region engagiert.

Da hilft nur beten: Michael Kretschmer soll neuer MP von Sachsen werden.
Da hilft nur beten: Michael Kretschmer soll neuer MP von Sachsen werden.

Laut Interview mit der „Welt“ wollte sich der Verlierer Kretschmer nach der krachenden Niederlage „neu orientieren“. Neuorientierung als MP etwa? Nein! Sachsen hat entschieden und die CDU deutlich abgewählt. Die einzige Konsequenz muß zwingend Neuwahl lauten!