Offenbart ein merh als fragwürdiges Demokratieverständnis - Berndt Schmidt, Intendant des Friedrichstadtpalastes.

Berndt Schmidt: "Wer AfD wählt, ist ein Brandstifter und Mittäter"

Berliner Theater-Intendant will keine AfD-Wähler zu Gast haben

Update: Berliner AfD verlost Eintrittskarten für Friedrichstadt-Palast – nähere Infos hier! Noch werden die Wähler und Mitglieder der AfD nicht in Lager „für Vieldalt und Toleranz“ gesteckt, um ihnen dort die Merkelsche Staatsdoktrin mit Fäusten und Zwangsarbeit einzubläuen, bis das Blut spritzt.

Wenngleich: Die ersten Faschisten träumen schon davon, die Sachsen, bzw. die AfD-Wähler unter ihnen, außer Landes zu schaffen. Nach Tschechien will – wie bereits berichtet – Ansgar Mayer von der katholischen Kirche sie im Austausch gegen Müll deportieren. Vermutlich hatte er dort schon konkrete Destinationen vor Augen. Das entspricht in etwa dem Deutschland von 1938, aber ganz so weit sind wir bei der Wiederholung der Geschichte noch nicht, das wird gerade erst „angedacht“. Wir sind im Jahre ’34 angelangt, in der Zeit, als Juden kulturell und wirtschaftlich isoliert wurden. Eine Anleihe in dieser Zeit unternahm jetzt Berndt Schmidt, Intendant des Friedrichstadtpalastes:

Das bekannte Revuetheater in der Friedrichstraße will keine AfD-Wähler zu Gast haben. Berndt Schmidt, Intendant des Friedrichstadt-Palastes, hat sich in einem Brief an seine Mitarbeiter klar positioniert, wie die Berliner Morgenpost berichtet.

„Wir werden uns künftig noch deutlicher als bisher von 20 oder 25 Prozent unserer potenziellen Kunden im Osten abgrenzen und von Hohlköpfen mit Migrationshintergrund selbstverständlich auch. Ich will all deren Geld nicht“, hieß es in dem Brief.

Schmidt stellt klar, dass das Theater „eine bedeutende Kulturinstitution im Osten“ sei. Dem Intendanten sei bewusst, dass nicht alle AfD-Politiker und Wähler der Partei Nazis sind.

„Aber wer AfD wählte, wusste, dass er auch Nazis in den Bundestag wählt. Wer das aus Angst oder Sorge oder Protest in Kauf nimmt, ist ein Brandstifter und Mittäter“, schrieb Schmidt weiter.

Berndt Schmidt fühle sich vor allem für seine „nicht deutsch aussehenden“ Mitarbeiter verantwortlich, die immer häufiger Opfer von Anfeindungen und Geringschätzung wären. „Der Palast repräsentiert den anständigen Osten“, erklärte er am Ende seines Briefs.?

Gegenüber der Zeitung gab Schmidt an, dass AfD-Wähler, die nun ihre bereits gekauften Karten zurückgeben wollen, den Kaufpreis erstattet bekommen. Die Berliner AfD holt unterdessen zum Gegenschlag aus und rät ihren Wählern davon ab, das Revuetheater zu besuchen.

„Wenn der Intendant meint, auf das Geld der AfD-Wähler verzichten zu können, dann raten wir unseren Wählern, sich in Berlin andere Möglichkeiten der Zerstreuung zu suchen“, so der Parteisprecher Ronald Gläser.

Im Grunde sollten alle, die aus der Geschichte gelernt haben, jetzt vor dem Friedrichstadtpalast demonstrieren und den Rücktritt des Kanzler-Intendanten Schmidt fordern. Doch gibt es dabei zwei Probleme:

1. Haben nicht genügend Menschen aus der NS-Zeit gelernt. Zu viele laufen einer diktatorisch agierenden Führerin hinterher, die sich an Recht und Gesetz nicht gebunden fühlt. Nur wenige sehen den Skandal.

2. Müssen diejenigen, die sich offen zu Freiheit und Demokratie bekennen, mit den halboffiziellen Schlägertrupps der Alten rechnen, die unter dem kaum verhohlenen Beifall ihrer Claqueure auf die einprügeln, die sich ihr widersetzen, früher die Juden, heute die AfD.

AfD-Wähler werden aus Theater ausgeschlossen

+++ Theater-Intendant möchte keine AfD-Wähler als Publikum! +++Der Intendant des Berliner Friedrichstadtpalastes will keine AfD-Wähler als Besucher haben und hat sie aufgefordert, ihre Karten zurückzugeben. Wir haben Passanten vor dem Theater gefragt, wie sie das finden:

Posted by AfD-Fraktion Abgeordnetenhaus Berlin on Thursday, October 5, 2017

 

Die AfD rät dazu, diese „kulturelle“ Einrichtung zu meiden, doch vielleicht ist das der falsche Weg. Vielleicht sollte man jetzt gerade dort hingehen, eine Karte kaufen und sich dann offen zur AfD bekennen. Der Eintritt dürfte dann nicht verweigert werden, das Risiko, dort geschlagen zu werden, ist eher gering.

Wie auch immer, wir sind leider dazu verdammt, wie die Menschen in der NS-Zeit, den Mittelweg zu finden zwischen einem Eintreten für Freiheit und Demokratie und dem Abwägen des persönlichen Risikos. Anschauungsunterricht aus der Nazizeit, aus erster Hand.

Kontakt:

Friedrichstadt-Palast Betriebsgesellschaft mbH
Friedrichstraße 107
10117 Berlin
Intendant: Dr. Berndt Schmidt
Telefon: 030-2326 2264
E-Mail: schmidt@palast.berlin

(Bei allen Meinungsverschiedenheiten in der Sache bitten wir auf beleidigende Ausdrücke zu verzichten)