„Volksvertreter ohne Raum“ - in Käfighaltung

Bundestag 2017: Nazis raus ins Nazi-Haus!

Von JOHANNES DANIELS | Am Dienstag tritt die mit 709 Abgeordneten quantitativ zweitgrößte „Volksvertretung“ der Welt – der Deutsche Bundestag – zu ihrer ersten konstituierenden Sitzung zusammen. Doch zu Beginn der Legislaturperiode gibt es jetzt erhebliche „Büroprobleme“, denn mit dem überraschenden Einzug der drittgrößten deutschen Partei, der AfD, konnten die Altparteien nun wirklich nicht rechnen.

Viele der abgewählten Parlamentarier haben machtverliebt ihren Berliner Arbeitsplatz noch nicht geräumt oder hängen noch so an den steuerfinanzierten Fleisch- und Tofutöpfen, dass es ihnen schwer fällt, ihren Bürostab samt Entourage aufzulösen, was durchaus menschlich verständlich ist. So gilt es nun für 40-SPD-Bonzen und 65 CDU/CSU-Ex-Abgeordnete, langsam aber sicher ihren „Koffer in Berlin“ zu packen und sich um ihre großzügig gewährten Übergangsgelder zu kümmern. Macht nix, die AfD soll schauen, wo sie bleibt. Auch die Ex-Außerparlamentarische FDP verfügt nun über sage und schreibe 80 Sitze. Man hatte bei der gelb-rosa One-Man-Show-Partei wohl nur mit Christian Lindner gerechnet.

Morbide Konrad Nonn-Work-Zone statt chiquer Sir Norman Foster-Style

Für die neuen rächtspopulistischen Polit-Schmuddelkinder hat sich die Bundestagsverwaltung aber einen besonderen „Gag“ einfallen lassen: Ausgerechnet im Gebäude des ehemaligen Reichsinnenministeriums in der Dorotheenstraße 93 müssen sich nun die versprengten AfD-Fugees mit rudimentärer DDR-Technik und veralteter Infrastruktur herumärgern – bis es eine „bessere Idee zur Unterbringung“ gibt. Natürlich kam den Scherzkeksen in der Bundestagsverwaltung auch der ehemalige RMI-Hausherr und „Gauführer“ Heinrich Himmler beim Berliner „Immoscouting“ für die Alternative für Deutschland in den Sinn: „Die streng gegliederten Fassaden im neoklassizistischen Stil verleihen dem Gebäude des non-modernistischen Architekten Konrad Nonn die typische, kalte Macht ausstrahlende Wirkung öffentlicher Bauten aus der Zeit des Nationalsozialismus“.

„Explizite Nazi-Hoheitszeichen“ für AfD und FDP – wo bleibt der Verfassungsschutz?

Explizite „politische Hoheitszeichen“ machen immer noch kenntlich, dass es sich um einen Nazi-Bau handelte. So befinden sich beispielsweise im Eingangsbereich Hakenkreuz-Gravuren in Marmor-Platten oberhalb der Türen. In der DDR wurde das Gebäude als Justizministerium genutzt und die Hakenkreuze hinter einer Verkleidung versteckt. Erst bei Renovierungsarbeiten 1998 wurden die „bauhistorischen“ Hakenkreuze entdeckt und denkmalschutzgerecht freigelegt. Noch ist nicht abschließend entschieden, wer langfristig für die gesamte Legislatur Büros im „Hakenkreuz-Haus“ beziehen muss. Beide Fraktionen werden auch Büros in anderen Gebäuden bekommen, doch sowohl Parlamentarier von AfD und FDP werden wohl ihr Hauptrefugium in den nächsten vier Jahren im braunen Haus behalten. Irrwitzig: Während PI-Autor Michael Stürzenberger für die korrekt-historische Aufarbeitung von „Politischen Hoheitszeichen“ im Münchner Schauprozess zu sechs Monaten Haft verurteilt wurde, laufen die lustigen Büro-Umvolkungs-Agitatoren der Bundestagsverwaltung immer noch frei herum.

Der Haken am Hakenkreuz-Haus – das Kreuz mit der Raumnot

„Volksvertreter ohne Raum“ ! Was nicht passt, wird von bunten Germaica-„Relocation-Facility-Kräften“ schnell passend gemacht. In der im Nu zusammengezimmerten Abgeordneten-Bewerber-Unterkunft herrscht allerdings enormer Raummangel: Wo bisher ein „Arbeitender“ pro Raum saß, müssen im Massenaufnahmelager an der Dorotheenstraße sich jetzt bis zu zehn Personen ein Bürozimmer teilen.

Die ersten AfD-Abgeordneten haben ihre Bundestagsbüros im einstigen Reichsinnenministerium bezogen. „Legebatterie“ murren die einen, den Bayern ist die liebliche Heimat zu weit weg. Wenigstens die Teppichfarbe stimmt, so der Bayerische AfD-Wahlgewinner Petr Bystron: „Der Blauton ist exakt getroffen“, als wäre es auf das himmelblaue AfD-Logo abgestimmt worden, so berichtet die WELT:

Wenn man Petr Bystron fragt, wie ihm sein neues Büro gefällt, verengen sich seine Augen zu Schlitzen, er starrt einen sekundenlang an, dann fragt er: „Machen Sie Witze? Ich habe früher in meiner Firma die Praktikanten besser untergebracht als hier.“

Hier, das ist ein gut 20 Quadratmeter großer Raum im vierten Stock eines klassizistischen Baus mit Säuleneingang in Berlin-Mitte. In diesem Raum stehen ein Konferenztisch, ein Dutzend graue Stühle und ein Telefon, das nicht funktioniert. Die Bundestagsverwaltung hat dem AfD-Abgeordneten Bystron aus München dieses Zimmer zugewiesen. Bystron soll es mit einem Parteifreund und acht Mitarbeitern teilen. „Da kommt keiner zum Arbeiten, das ist völlig unmöglich“, sagt Bystron.

Telefon-Attrappe – dafür neu-installierte Video-Überwachung für interne AfD-Gespräche!

Bystron – der „Wahlkönig von Westdeutschland“ ist nicht der einzige Abgeordnete der AfD, der am Einzugstag schon schlechte Laune hat. Bystron und seine AfD-Kollegen haben die Schlüssel für ihre Büros abgeholt und sind durch die Gänge ihres künftigen Dienstsitzes geirrt.

Bystron, 44 Jahre, ist ein hochgewachsener Typ, er trägt einen gut sitzenden, grauen Anzug, darunter ein kariertes Hemd. Er hatte mal eine Werbeagentur, dann war er bei der FDP, dann wechselte zur AfD und wurde Landeschef. Er wird „seit einiger Zeit vom Verfassungsschutz beobachtet“ und gilt als (DER) Hoffnungsträger seiner Partei. Er hat viel vor in Berlin.
Aber wie solle das gehen in dieser Legebatterie, fragt er. Er habe mit seinen Kollegen überlegt, ob er die Schlüssel überhaupt annehmen solle. „Wir hätten uns natürlich auch vor dem Reichstag anketten können.“ Er lässt einen Moment Zeit verstreichen, um die Wirkung seiner Pointe zu steigern. „Aber wir sind ja nicht die Grünen.“

Ein echter Bystron halt, er haut sie einfach raus …

Bundestag ab September 2018 nach München – Berlin bringt’s nicht auf die Reihe

Bystron und seine Bayerische AfD-Fraktion finden, man sollte den Bundestag nach München verlegen, ins Maximilianeum, wo im September 2018 – dank Petr Bystron’s Bayerischer AfD – sehr sehr viele CSU-Abgeordneten-Büros frei werden werden. Denn das für über 620.000.000 Euro Steuergeld erbaute Berliner Stadtschloss wird der drittstärksten Kraft Deutschlands als Neue Heimat versagt bleiben. Petr Bystron zählt schon die Tage, bis er dank der neuen ICE-Verbindung in weniger als vier Stunden zurück in München sein wird. Aber vorerst muss er sich noch um einige andere Aufgaben kümmern: Die vielfachen Rechtsbrüche des Merkel-Regimes, die Wiederherstellung der Ordnung und Sicherheit in Deutschland, die Abschiebungen von Hunderttausenden Illegalen und Kriminellen, die Abschaffung der „GEZ“, die obszöne Steuerverschwendung sowie die Zukunftssicherung des Wirtschaftsstandorts Deutschland …

Alles nicht ganz unwichtig …

Der GRÜNE Terrorismus-Experte Joseph Martin „Joschka“ Fischer: Nazis überall.

Währenddessen sieht der frühere Steinewerfer, Polizistenverstümmler, RAF-Sympathisant, „Putzgruppe“-Maoist, Vizekanzler, Außenminister und nun Princeton-Professor, BMW-, Siemens- und Arab-Democracy-Foundation-Berater Joschka Fischer die AfD als Partei in der Tradition des Nationalsozialismus. „Da sind viele in der aktiven Mitgliedschaft und Führung der AfD, die reden wie Nazis und die denken wie Nazis“, sagte Fischer soeben der Zeitschrift „Spiegel“.

Und jetzt leben die auch noch im Nazi-Haus – ganz is’ aus, Joschi! Nazis überall.