Rettungskräfte helfen dem durch den Machetenangriff schwer verletzten Mann.

Hintergründe der Tat „noch unklar“

Messerdschihad: Unbehagen in Hagen

Von JOHANNES DANIELS | Zum internationalen „Tag des Messerdschihads“ muss man sich nicht extra zum Bahnhof Saint-Charles nach Marseille begeben. Die bunte NRW-Stadt Hagen bietet mit seinen über 30% „Migranten“ ebenfalls beste Chancen, „in die Fresse“ zu kriegen.

So kam es am Samstag zu einem brutalen Angriff am Hauptbahnhof Hagen. Zwei „Männer“ gerieten dort lautstark in nordafrikanischem Slang aneinander. Augenzeugen berichteten, dass einer von beiden plötzlich aus einer Plastiktüte ein Messer mit einer langen Klinge ähnlich einer Machete herausgeholt und den anderen 29-jährigen Algerier damit angegriffen habe. Schwerverletzt schleppte sich das Opfer dann vor eine Gaststätte am Berliner Platz. Die Kunden der Gaststätte reagierten schnell und leisteten Erste Hilfe. Der Angreifer ergriff sofort die Flucht. Seine Waffe soll er Augenzeugen zufolge wieder ordnungsgemäß in der Tüte verpackt haben.

Hintergründe der Tat „noch unklar“ – Algerier schwer verletzt

„Die Zeugenaussagen widersprechen sich bislang, es könne sein, dass sich Täter und Opfer kannten“, so ein Sprecher der Polizei. Die Hintergründe der Tat liegen weiterhin im Dunkeln. Die Identität des Täters ist noch unklar, die Polizei fahndete mit sieben Streifenwagen nach dem Angreifer im näheren Bahnhofsumfeld. „Bis auf eine Personenbeschreibung haben wir derzeit keine weiteren Anhaltspunkte“, so die Polizei. Die dezidierte Personenbeschreibung ist allerdings nirgends zu finden. Hagen entwickelt sich zu einem Zentrum des Messersports.

Allein im letzten Jahr gab es unzählige Messerattacken in Hagen, einige davon auch mit tödlichem Ausgang. Oft geraten Nafris und osteuropäische Gewalttäter aneinander, aber auch an Deutsche. So wurde vor gut einem Jahr ein unbeteiligter deutscher Versicherungsmakler von einem „verwirrten“ osteuropäischen Zuwanderer lebensgefährlich verletzt.

Hagen in NRW – Ein Vorbild für die Umvolkung der nächsten Jahre

Jeder sechste Hagener ist Ausländer, bereits jeder dritte „Bürger“ der Stadt hat einen Migrationshintergrund, in der Innenstadt fast jeder zweite. Über 30.000 Einwohner ohne deutschen Pass leben derzeit in Hagen, 65.000 sind „Personen mit Migrationshintergrund”. Darunter fallen laut Definition neben den klassischen Ausländern eben auch Eingebürgerte und Aussiedler sowie Minderjährigen mit mindestens einem Elternteil mit Migrationshintergrund. Vor allem die Zuwanderung von Rumänen (plus 112 Prozent) und Bulgaren (plus 40 Prozent) ist bereits im letzten Jahr nach oben geschnellt, obwohl Menschen aus diesen beiden Ländern erst seit Januar 2014 die gleichen Rechte auf dem deutschen Arbeitsmarkt besitzen wie andere EU-Bürger.

Den höchsten Anteil an Personen ohne europäische Staatsangehörigkeit hatten in Hagen Ende letzten Jahres Menschen mit marokkanischem Pass (über 500).

Der Hagener Sozialdezernent Dr. Christian Schmidt sieht durchaus weiteren Handlungsbedarf für die Stadt und denkt dabei vorzugsweise an einen intensiveren Erziehungs- und Religionsdialog. Aber auch an eine Forcierung der Integrationsanstrengungen in den Stadtteilen, einen Arbeitsschwerpunkt auf dem weiten Feld Arbeit und Ausbildung sowie die Ausweitung des Ausländerwahlrechts auf kommunaler Ebene.

Dann klappt’s auch mit der Stichwahl!