Vorläufiges Endergebnis: SPD 36,9 / CDU 33,6 / GRÜNE 8,7 / FDP 7,5 / AfD 6,2 / LINKE 4,6

Noch eine Klatsche für Merkel! Noch ein Landtag für die AfD!

Von PETER BARTELS | Der 14. Paukenschlag in Deutschland – die AfD ist auch in Niedersachsen „drin“, knapp, aber drin: 6,2 Prozent! Deutlich weniger als im Bund, sogar weniger als erhofft. Aber immerhin: Der 14. Landtag in Folge. Der Hammer: SPD schlägt CDU: 36,9 zu 33,6 Prozent! Die Sozis gewinnen also TROTZ Schaumschläger Martin Schulz. Die CDU verliert WEGEN Moslem-Merkel.

Wenige Wochen vorher lag die CDU im ewig schwarzen Niedersachsen noch mit etwa acht Prozent (acht!!) Vorsprung bei 40 Prozent, also Watt-weit vor der SPD (32%). Aber dann watschelte Merkel die sechs Millionen Wähler auch in Plattland platt. Wie vorher bei der Wahl für ganz Deutschland. Und nun muß sie in Berlin wieder Flunsch und Raute machen. Wahrscheinlich wird sie wieder lispeln: Mir doch egal. Trotzdem gewonnen: Ohne uns kann keiner…

SIE aber auch nicht. Jedenfalls nicht ohne die Weissblauen Bayern, die Gelben vom Geldadel, die GRÜNEN vom Pflasterstrand. Und alle reiben sich schon die von Abbeit stets verschonten Patschehändchen: Posten, Pöstchen und Penunse. Deutschland, Land der unbegrenzten Mauschelschaften.

Dabei hätte der blonde Hans Albers-Verschnitt Bernd Althusmann lange vor der Wahl für die CDU schon alles klar machen können. Elke Twest war von den GRÜNEN zu den Schwarzen übergelaufen. Die hauchdünne Mehrheit von Rot/GRÜN war weg. Die FAZ heute früh fassungslos: “Doch statt per konstruktivem Misstrauensvotum Weils Regierung zu stürzen und die restlichen vier Monate der Wahlperiode Regierungsfähigkeit zu demonstrieren, entschied sich CDU-Spitzenkandidat Althusmann für den noch riskanteren Weg … “ Neuwahlen.

So trocken, wie richtig: Bei der Bundestagswahl am 24. September stürzte die regierende SPD regional in Niedersachsen auf 27 Prozent ab. Die CDU schaffte trotz deutlicher Verluste „noch“ 35 Prozent. Die FAZ: Trotzdem “eine relativ komfortable Ausgangslage, um als deutlich stärkste Partei den Anspruch auf die Regierungsbildung zu erheben … in einer GroKo mit der geschrumpften SPD oder einem Jamaika-Bündnis mit FDP und GRÜNEN.“

Hat er aber nicht. Sei es aus Schiss, sei es aus Siegerlaune: Wir schaffen das auch so! Und so kam, was CDU-Schrumpfschraube Merkel ein paar Wochen vorgemachte hatte: Der „Blonde Hans“ Althusmann bröselte sich von Woche zu Woche immer kleiner. Und der VW-Verwirrer Weil wurde immer größer. Schlau: Stephan Weil hatte SPD-Totengräber Martin Schulz bis auf zwei popelige Auftritte für Niedersachsen gesperrt. Während Althus beflissen und bräsig die CDU-Totengräberin Merkel von Auftritt zu Auftritt watscheln ließ. Freilich, fast immer vor handverlesenen Claqueuren im Saal. Wie in Ramelsloh in der Nordheide. Wenigstens insofern hatte er aus den gellenden „Hau ab“-Schreien quer durch Deutschland gelernt. Ansonsten hatte er den „Schuß“ im Bundestagswahlkampf offensichtlich nicht gehört. DIE Deutschen hätten wahrscheinlich sogar Thomas Gottschalk gewählt, wenn sie damit Moslem-Merkel verhindert hätten … Nun also Niedersachsen. Althusmann? Hoppla, jetzt kommt nix …

Und die AfD? Die „Deutschland Retter“ hatten in Niedersachsen eine Via Dolorosa zurückzulegen –, kaum Plakate, innerer Zoff bis zur netten, blonden Spitzenkandidatin Dana Guth. Und dann das parteiinterne Gehampel um den Landesvorsitzenden Paul Hampel. Ja, und dann hatten ihm MAINSTREAM-Journaille und Staatsanwaltschaft auch noch die Dornenkrohne aufs Haupt gequetscht: Im Mai wurde er von einem AfD-Renegaten wegen angeblichen Griffs in die Parteikasse „angeschwärzt“/ angezeigt. Monatelang passierte nach Außen hin nichts bei der Staatsanwaltschaft Lüneburg. Dann, ein paar Tage vor der Wahl, wurden plötzlich lärmend die Spürhunde von der Leine gelassen: Hausdurchsuchungen in Parteizentrale und Privatwohnung, „bergeweise Beweismaterial gesichert“. Und dann prompt das Wunder, die Sensation: Diesmal flutschten die Ermittlungen bloß so. Schon Tage später, quasi ein paar „Stunden“ vor dem Wahltag, kam dem Staatsanwalt offenbar die göttliche Eingebung: Null und Nix, gar nix! Die Ermittlungen haben nix ergeben. Aktendeckel zu. Verfahren eingestellt. Tschullergung. Kann ja mal passieren. Zum Glück ist Niedersachsen ein Rechtsstaat …

Und: Was am Anfang der Ermittlungen von BILD bis SPIEGEL ein Aufschrei von der Küste bis zu den Alpen auslöste, wurde jetzt am Ende leise bis lautlos zur Meldung verschwurbelt. Irgendwo im Bleisatz. Der Mohr hatte seine Schuldigkeit getan.

Ähnlich hatten es die CSU-Amigos in Bayern mit AfD-Landeschef Petr Bystron auch gemacht: Ebenfalls Hausdurchsuchung im Morgengrauen. Nur, der AfD-Bayer hatte offenbar die richtigen Berater. Er drehte den Spieß um, verklagte die Amigos. Und das Bayerische Amtsgericht hat sich tatsächlich an die Königliche Zeit der Justiz erinnert. Ergebnis: Erst eine Rüge für die CSU vom Gericht. Dann die schlimmste CSU-Klatsche aller Zeiten vom Wähler.

Jetzt wartet der bayerische Ministerpräsident von Preußens Gnaden, dass sich Drehhofer am Montag endlich durch Drehtür Richtung Rente dreht. In Niedersachsen wird die CDU vielleicht beim „Blonden Hans“, verflixt: Bernd!, bleiben. Die CDU-Totengräberin in Berlin? Mir doch egal!


Ex-BILD-Chef Peter Bartels.
Ex-BILD-Chef Peter Bartels.

PI-NEWS-Autor Peter Bartels war zusammen mit Hans-Hermann Tiedje BILD-Chefredakteur. Unter ihm erreichte das Blatt eine Auflage von 5 Millionen. In seinem Buch „Bild: Ex-Chefredakteur enthüllt die Wahrheit über den Niedergang einer einst großen Zeitung“, beschreibt er, was hinter den Kulissen bei BILD geschieht und warum das einst stolze Blatt in den vergangenen Jahren rund 3,5 Millionen seiner Käufer verlor. Zu erreichen ist Bartels über seine Facebook-Seite!