Berlin: Couragierte Passanten stellen den Täter

Zuwanderer rast mit 2,5 Promille in Tramhaltestelle – Frau getötet

Von JOHANNES DANIELS | Bei einem brutalen mit bedingtem Vorsatz verursachten Crash an einer Tram-Haltestelle in Berlin-Friedrichshain ist eine 57 Jahre alte Frau getötet worden. Ihre 28 Jahre alte Begleiterin wurde bei dem Unfall in der Nacht zu Samstag schwer verletzt.

In Höhe der Straßenbahnhaltestelle „Klinikum im Friedrichshain“ verlor der Fahrer die Kontrolle über den Pkw und kam „aus noch ungeklärter Ursache“ von der Fahrbahn ab. Der „Mann“ durchbrach mit dem Fahrzeug das Fußgängerschutzgitter an der Haltestelle, erfasste die dort wartenden Frauen und schleuderte sie auf die Gleise. Notfallärzte aus dem nahe gelegenen Vivantes Klinikum eilten sofort zu Hilfe, die 57-Jährige Krankenhausmitarbeiterin wurde bei dem Unfall jedoch so schwer verletzt, dass sie noch am Unfallort verstarb.

Lettisch-stämmiger Berliner flüchtete mit 2,5 Promille – Fahrzeug nicht versichert …

Als der Fahrer zu fliehen versuchte, hielten ihn aufmerksame Passanten am Unfallort fest. Sein Beifahrer konnte wenig später von Polizisten in der Einsteinstraße in Prenzlauer Berg gestellt werden. Bei dem Fahrer handelt es sich um einen Zuwanderer aus Lettland, er hatte zur Tatzeit 2,5 Promille im Blut. Die Kennzeichen am Opel Vectra waren gestohlen.

Die Schadensregulierung dürfte sich wie bei vielen Fällen von „Zuwanderer-Unfällen“ schwierig gestalteten: Eine Rechtsschutzdeckung seitens einer Haftpflichtversicherung würde nur bestehen, wenn der Betroffene wegen fahrlässiger Begehung der Straftat verurteilt wird, also unter 1,1 Promille. Da der Wagen ohnehin nicht versichert war, spielt dies aber keine Rolle. Die Kosten für die Sachschäden in sechsstelliger Höhe und die Intensivstation der Schwerverletzten übernimmt daher der Steuerzahler – der deutsche, nicht der lettische.

Täter „polizeibekannt“

Die beiden Letten waren aufgrund von Verkehrsdelikten polizeibekannt, erklärte ein Sprecher der Berliner Polizei. Bei dem Unfallfahrer wurde auch wegen vorausgegangener Verkehrsdelikte bereits der Führerschein „sicher gestellt“.

Bereits am Molkenmarkt fiel der Opel der beiden Männer durch seine gefährliche Fahrweise auf. Aufmerksame Zeugen meldeten ihn kurz vor dem Unfall der Polizei, weil er dort bereits einen Schaden verursachte. Daraufhin fuhr eine Streife zum Molkenmarkt nach Mitte. Dort fehlte aber von dem Opel und den „polizeibekannten“ Letten jede Spur.

Die Einsatzkräfte in Berlin-Friedrichshain sind derzeit auf Verlangen der Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann (Bündnis 90/Grüne), vorrangig damit beschäftigt, das Werbeverbot für „sexistische“ Plakate mit ästhetischen Models für Unterwäsche und Bademode im Bezirk durchzusetzen. Da bleibt dem Vernehmen nach nicht so viel Zeit und Muße, sich noch um Verkehrssicherheit und die lästige Durchsetzung von Fahrverboten für die holden Gäste der Kanzlerin und Jean-Claude Junckers zu kümmern …