Sprachlernklasse am Osnabrücker Ratsgymnasium (Screenshot des NDR-Beitrages).

Gymnasien bangen um Nachwuchs

Osnabrück: Flüchtlingstalenten wird Sprachförderung gestrichen

Niedersachsen hat an seinen Schulen so genannte „Sprachlernklassen“. In denen sollen so genannte „Flüchtlingskinder“ darauf vorbereitet werden, dass sie – möglichst nach einem Jahr – sprachlich den Anschluss an Gleichaltrige schaffen. In der Zeit, in der sie die deutsche Sprache lernen, sind sie schon teilweise (z.B. in Sport) in den Regelklassen untergebracht. Einen großen Teil verbringen sie aber parallel zum Unterricht mit dem Erwerb der deutschen Sprache.

Da bekannt ist, dass die Einwanderer besonders (und nicht weniger als ihre deutschen Altersgenossen) intelligent sind, hat man sie auf alle Schulformen verteilt: Die Analphabeten auf die Hauptschulen, die Besseren auf Realschulen und die Top-Talente auf Gymnasien. Wie man an der Nasenspitze oder am Kopftuch erkennen kann, wer von ihnen ein potenzieller Bauhelfer oder eher ein Arzt oder Ingenieur ist, bleibt dabei Geheimnis der Entscheidungsträger.

Ein Teil der importierten geistigen Elite auf 2 Osnabrücker Gymnasien soll nun allerdings seine Lehrerin für Deutsch verlieren, die den Anschluss ans gymnasiale Niveau sicherstellen sollte. In 6 Tagen läuft der Vertrag von Bianca Mischnick aus, „Verlängerung ausgeschlossen“.

1800 Unterschriften für Sprachlehrer der „dringend benötigten Talente“

Alle sind traurig, besonders die Schüler, die ja bald den Bildungsweg zum Abitur einschlagen wollten, nun aber neben ungewissen Nachteilsausgleichen auch noch einen für „Deutsch als Muttersprache“ bräuchten, um ihre Fähigkeiten ungehindert und angemessen entfalten zu können. Ein Mädchen und ein Junge (Flüchtlinge)  beklagen das:

Das Mädchen:

„Die Stunde mit Frau Mischnick ist ganz schön. Und wenn wir haben ein Unterricht, ich verstehe mit sie von erstes Mal. Ja, und, wir machen Spaß und so.“

Der Junge:

„Also, hab ich gelernt Schreiben und hab ich viele Deutsch gelernt. Ja, das ist Spaß. Wenn sie geht, das ist schade. Kann ich nicht mehr zu schreiben lernen.“

1800 Unterschriften sammelten die Mitschüler/innen der beiden Gymnasien, für eine Weiterbeschäftigung der Sprachlehrerin Bianca Mischnick, die „ja nur arbeiten möchte“, und für ihre Kollegin vom Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium in Osnabrück, die ähnlich talentierte Schülerinnen und Schüler betreut wie sie und ihren Job verlieren soll.

Im Grunde ist es ja auch absurd: „Wir können auf kein Talent verzichten“, hatte ihnen doch die große geliebte Mutter, Kanzlerin Merkel eingetrichtert. Wie kann es da möglich sein, dass eine CDU-SPD-Regierung diese Erkenntnis so schändlich ignorieren kann? Lothar Wehleit, Head-Hunter und Schulleiter des Ratsgymnasiums Osnabrück richtet seine Hoffnungen und einen Appell an seine Führung: „Ich wünsche mir im Grunde genommen jetzt ein Signal. Es wird eine Lösung geben!“

Wir schaffen das, Lothar!