Polizeieinsatz gegen Illegale am Bahnhof München.

Hochkonjunktur auf italienischen Güterzügen

Sonntag in München: Fachkräfte-Invasion legt S-Bahnverkehr lahm

Von JOHANNES DANIELS | Zu erheblichen Verspätungen und Zugausfällen kam es am Sonntag auf der gesamten S-Bahn-Strecke in München. Grund war diesmal nicht der wöchentliche Münchner „Oberleitungsschaden“ auf der Stammstrecke, sondern ein systemimmanenter „Oberleitungsschaden“ der deutschen Regierung:

24 von Angela Merkel eingeladene Fachingenieure aus dem dunklen Kontinent wollten nicht mehr auf den erhabenen Moment des obligatorischen Münchener Teddybär-Rituals warten und sprangen einfach von ihren Zügen ab. Die deutschen Neu-Bürger hatten sich zunächst wie üblich auf den täglichen Güterzügen, die aus Italien am Münchner Ostbahnhof ankommen, versteckt und flüchteten bei ihrer Ankunft in München. Doch die Bundespolizei versuchte, die Sozialsystemsuchenden mit mehreren Streifenwägen und einem Hubschrauber der Bundespolizei-Fliegerstaffel Oberschleißheim (2.000 Euro/Std.) ausfindig zu machen und sie ihrer gerechten Begrüßung zuzuführen.

Zunächst wurde eine Ansammlung „Südländer“ in der Ostbahnhofgegend entdeckt. Darunter befanden sich auch zwei unbegleitete Minderjährige aus Guinea (Kosten 6.000 Euro pro Monat für den Steuerzahler). Fünf weitere flüchtende Nigerianer und zwei Marokkaner wurden später aufgegriffen. Die Suche setzte sich auch im Bereich des Rangierbahnhofs Nord in München-Allach fort. Zum Schutz der Schutzsuchenden wurde der Bahnverkehr in München zeitweise eingestellt. Es kam nach Angaben der Bahn zu erheblichen Verspätungen und Zugausfällen im Regionalverkehr und bei der S-Bahn. Alle „Migranten“ äußerten ein „Schutzersuchen“ und wurden der Bayerischen Landespolizei übergeben. Keiner der auf dem „lebensgefährlichen Weg Reisenden“ wies äußerlich erkennbare „körperliche Versehrtheiten“ auf, obwohl teilweise nur „sommerliche Kleidung – T-Shirt und kurze Hose – getragen wurde“, hieß es im Münchener Polizeibericht.

„Lebensgefährliche“ Fahrt (Süddeutsche Zeitung) – lebensgefährlich für wen?

Etwa 400 Menschen, die die „oft lebensgefährliche Fahrt nach Deutschland“ unternommen haben, hat die Münchner Bundespolizei in diesem Jahr schon aufgegriffen. Die „Dunkelziffer“ im wahrsten Sinne des Wortes dürfte – auch nach Meldungen der Polizeiinspektion Rosenheim – jedoch im Zigfachen dieser Zahl liegen.

Der Jamaica-Magnet zieht ganz Afrika an!

„Seit ein paar Wochen nehmen die Fälle wieder zu“, erklärt Michael Sowa von der Bundespolizei. Der Bundespolizist arbeitet seit 1995 auf der Dienststelle am Ostbahnhof. Laut Sowa sind die Lücken zwischen Lkw-Reifen die beliebtesten Verstecke der Geflüchteten. Auf den Bodenplatten der Auflieger finden sie Platz und Halt. Weil die wenigsten „Migranten“ wissen, wo sie sich befinden, wenden sich viele an Bahnmitarbeiter oder Polizisten. „Einige kommen freiwillig zu uns, manch einer stellt sich schlafend, um nicht erwischt zu werden. Andere rennen davon“, sagt der 48-Jährige. „Wir nehmen Fingerabdrücke, um festzustellen, ob die Personen wiederholt eingereist sind oder ob nach ihnen gefahndet wird“, sagt Michael Sowa. Oftmals könne man so auch Reiserouten nachvollziehen. Sowa befürchtet, dass in den kommenden Tagen vor Wintereinbruch noch mehr Menschen den Weg über die Schienen nehmen wollen, Jamaica wirkt!

Interkulturelle Zug-Vögel

Während derzeit fünf Milliarden heimische Singvögel im so genannten „Breitfrontzug“ von ihren Brutgebieten in Mitteleuropa in ihre Winterquartiere in Afrika ziehen, warten im „Gegenzug“ etwa 120 Millionen afrikanische „Zugvögel“ darauf, die mitteleuropäischen „Brutgebiete“ mit ihrem Gesang und (An)-Tanz zu erfreuen.

Für einige der exotischen „Zug-Vögel“ ist dann der Münchener Ostbahnhof die Endstation.