Das Verlagshaus des Landshuter Wochenblatts - dem Spätzünder für den politischen Benzinkanister.

"Landshuter Wochenblatt" mosert wegen PI-NEWS-Bericht

Wer zu spät kommt, den bestraft Alexa!

Von EUGEN PRINZ | Der Bericht auf PI-NEWS über den randalierenden Syrer im Audi-Zentrum Landshut ist dem Landshuter Wochenblatt, das auch an der Geschichte dran war, aus Gründen, die dem Verfasser nicht bekannt sind, offenbar sauer aufgestoßen.

Nun wird gemosert: Auf „PI NEWS“ nutzt man gerne Pseudonyme, „Eugen Prinz“ zum Beispiel, beschwert sich das Wochenblatt, genauer gesagt der dortige Autor „pm/ad“. Da fällt mir das Sprichwort vom Glashaus und dem Steine werfen ein. Jedenfalls wirft „pm/ad“ (Peter Moosleitner/außer Dienst?) dem PI-NEWS-Autor Eugen Prinz vor, es eilig gehabt zu haben, die Story zu veröffentlichen, obwohl angeblich noch „wichtige Fragen“ offen blieben. Ist das so? Hier eine Analyse der „wichtigen Fragen“, die laut Wochenblatt noch offen sind:

War der offenbar psychisch auffällige und aggressive Mann tatsächlich einen Tag später schon wieder in Landshut unterwegs, wo er prompt wieder ausgeflippt sein soll?

Diese Frage wurde im Artikel eindeutig beantwortet. Dort ist zu lesen, dass das der Fall war. Das Wochenblatt wird auch zu keinem anderen Ergebnis kommen. Nur dauert es halt bei denen noch ein bisschen…

Was passierte genau am Freitag?

Wurde nicht detailliert beschrieben, was passiert ist? Oder hat das Wochenblatt eine andere Fassung als jene, die auf PI-NEWS erschienen ist?

Hat das Bezirkskrankenhaus wirklich einen Fehler gemacht, was die Einschätzung der Gefährlichkeit des Mannes betrifft?

Gesunder Menschenverstand statt Kristallkugel

Wo steht in dem Artikel, dass das Bezirkskrankenhaus einen Fehler gemacht hat? Der Text lautet: „Allerdings waren die Auffälligkeiten nach Einschätzung der Fachleute wohl nicht allzu gravierend, da er bereits einen Tag später wieder frei herumlief und natürlich erneut einen Polizeieinsatz provozierte.“ Das Wochenblatt wird bei seinen Recherchen zu keinem anderen Ergebnis kommen. Nur dauert es halt bei denen noch ein bisschen…

Ist der Syrer eine Gefahr für die Bevölkerung und für andere Mitbewohner in der Flüchtlingsunterkunft?

Um diese Frage seriös beantworten zu können, bräuchte man eine Kristallkugel, wie sie die Wahrsager haben. Diese steht PI-NEWS leider nicht zur Verfügung, dem Wochenblatt offenbar schon.

PI-NEWS muss sich dagegen mit dem gesunden Menschenverstand begnügen. Der kommt innerhalb von ca. 1/10 Sekunde zu folgendem Ergebnis: Nein, wenn einer im Tarnanzug herumläuft, gegen Autos tritt, Mülltonnen umwirft, mit Steinen schmeißt und einen Tag nach der ersten Ingewahrsamnahme erneut von der Polizei aus dem Verkehr gezogen werden muss, ist er doch keine Gefahr für die Bevölkerung! Auch ist in so einem Fall natürlich der Gedanke, dass der psychisch auffällige Tarnanzug – Syrer womöglich in eine Personengruppe fahren könnte, wenn an ein Kraftfahrzeug kommt, völlig aus der Luft gegriffen! Wie kommt man nur auf sowas?!?

War er schon öfters auffällig? Wie geht es jetzt mit ihm weiter?

Ja, diese beiden Fragen sind tatsächlich noch offen, aber kein Grund, über den Vorfall nicht zeitnah zu berichten.

Wochenblatt schwingt Nazi-Keule gegen PI-NEWS

Warum also die Verzögerung, obwohl das Wochenblatt schon vor PI-NEWS an der Story dran war? Wie gesagt, wir wissen es nicht. Wäre man allerdings ein Schelm, könnte man darüber nachdenken, dass man erst in Ruhe prüfen und mit dem Herausgeber abklären wollte, ob und wie man damit an die Öffentlichkeit geht. Denn erst letzte Woche hat das Wochenblatt in großer Aufmachung und mit Ekelfotos über die Zustände in einer Asylbewerberwohnung in Altdorf bei Landshut berichtet. PI-NEWS übrigens auch, nur schneller. In der nächsten Ausgabe des Anzeigenblättchens dann gleich wieder was Großes über das Fehlverhalten von „Flüchtlingen“ bringen? … heiße Kiste! Man will ja nicht als Hetzblatt dastehen.

Wohlgemerkt: Spekulation! Aber wenn es so war, hat PI-NEWS das Problem fürs Wochenblatt gelöst. Nun konnte man berichten, man musste dabei nur die Nazi-Keule schwingen und die Qualifikation des PI-NEWS-Journalisten anzweifeln. Hier sollte allerdings „pm/ad“ vor der eigenen Türe kehren. Er schreibt: „Die Pressestelle der Polizeiinspektion war am Freitag nicht besetzt. Eine Pressemitteilung gibt es deshalb nicht.“ Doch, die gab es einen Tag später und sie liegt PI-NEWS vor. Darin ist allerdings der Vorfall in dem Autohaus mit keinem Wort erwähnt. Das ist ein starker Hinweis darauf, dass die Sache nicht an die Öffentlichkeit gelangen sollte. Denn ansonsten steht jeder kleine Parkrempler im Polizeibericht.

Das hohe Ross, auf dem das Wochenblatt sitzt, präsentiert sich bei Betrachtung der Alexa-Traffic-Ranks als Mini-Shetland-Pony: Während PI-NEWS im Ranking der meist besuchten Websites in Deutschland derzeit die Nummer 294 ist, belegt Wochenblatt.de nur Platz 3177. Insofern hätten wir uns eigentlich gar nicht herablassen sollen, etwas auf den Bericht des Anzeigenblättchens zu erwidern. Aber nachdem uns dieser mit Sicherheit auch den einen oder anderen neuen Leser eingebracht hat, wollen wir nicht so sein. Aber: Dabei bleibt es dann auch, selbst wenn ihr am Mittwoch in der Printausgabe nachmault…