Archaische Einblicke

Bordellbesuch in der Steinzeit

Wie sich ein Bordellbesuch in der Steinzeit ausnahm, entschließt sich nach wie vor unserer Kenntnis, da schriftliche Quellen fehlen. Heute hat die Forschung aber die Möglichkeit, den Besuch zu rekonstruieren, da es massenweise Männer in Deutschland gibt, die ein ähnlich primitives Bewusstsein haben dürften wie die Wilden seinerzeit.

Das sieht dann so aus: Mann geht mit seinem Kumpel (allein traut er sich nicht) in den Puff. Die Prostituierte tritt, wie vor einer Million Jahren, selbstbewusst auf, anders lässt sich der Job nicht ausüben. Schwer zu ertragen für den stolzen Wilden.

Bei unserem Probanden kommt vermutlich erschwerend hinzu, dass er zwischenzeitlich einer sexualfeindlichen Religion ausgesetzt war, bei der Frauen gleichzeitig Sehnsucht, Verlangen und auch Angst auslösen. Das hat zuerst einmal einen weiteren Misserfolg zur Folge, es klappt nicht.

Das kann im Bewusstsein des Wilden natürlich nie und nimmer an „ihm“ liegen. Also gibt er der Prostituierten die Schuld. Primatenähnlich fängt er an zu toben, demoliert die Einrichtung, lässt en passant noch ein Handy mitgehen. Als eine weitere Prostituierte ihrer Kollegin zu Hilfe kommt, zückt sein Kumpel einen Faustkeil, den er immer bei sich trägt, und schlägt damit gegen den Kopf der jungen Frau.

Die Polizei sucht nun nach dem Edlen Wilden. Es erwartet ihn eine lebenslange kostenlose Verköstigung durch die Gemeinschaft, in der er gerade lebt und die noch nicht einmal seine eigene ist. Und das ist heute, wenn wir beim Vergleich bleiben, anders als in der Steinzeit.