Phoenix-Reporter: Weltbild von Curio "fremd und eigenartig"

Crönert gibt den Volkserzieher

Phoenix-Reporter Claudius Crönert kommentierte am Freitag für den Ereignissender von ARD und ZDF die Erste Beratung im Bundestag des von der AfD-Fraktion eingebrachten Entwurfs eines Dritten Gesetzes zur Änderung des Staatsangehörigkeitsgesetzes.

Bereits nach dem ersten Redebeitrag des AfD-Abgeordneten Dr. Gottfried Curio, der die Altparteien-Vertreter und hier zuvorderst Antonia Hofreiter mächtig zum Schwitzen brachte (PI-NEWS berichtete), verließen den ausgebildeten Philosophen und Kunstgeschichtler seine Analyse- und Denkfähigkeit.

Vielmehr gerierte sich Crönert gleich im Anschluss an Curios Rede als überheblicher Volkserzieher, damit bloß kein Zuschauer aufgrund der vom AfD-Vertreter ausgesprochenen Wahrheiten ins Grübeln gerät (hier im Video bei 5:48 min):

„Ja, meine Damen und Herren, das war die Rede von Gottfried Curio und der Kommentator muss sagen – da fällt mir nicht viel zu ein. Das ist ein Weltbild, das ich kaum kommentieren kann, so fremd ist es und so eigenartig, auf Deutschland bezogen.“

War es nur die Curio-Formulierung „ein zur Regel entarteter Doppelpass“, die den Phoenix-Reporter hier aus der Fassung brachte? Eine Wortwahl, die – wie 2014 bei der Lucke-Diskussion bekannt wurde – schon Altkanzler Helmut Schmidt und auch Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble benutzten, weswegen Letztgenannter – sehr zum Missfallen der Grünen – auch keinerlei Anstalten machte, Curio zu maßregeln. Wohl kaum, denn Crönerts eigene schriftstellerischen Texte könnte man dann genauso gut (und genauso unberechtigt) mit Blut- und Boden-Ideologie in Verbindung bringen: “Verkauftes Land”, “Die Herren der Schwerter”, “Das Kreuz der Hugenotten”, „Rachemelodie“, „Freyas Land“ oder „Siegeszeichen“.

Warum also hat das hier nicht funktioniert mit dem Kommentieren? Deshalb: So wie immer, wenn die überheblichen Moralisten sich vornehmen, „die AfD inhaltlich zu stellen“, geraten sie in große Verlegenheit, sich inhaltlich mit der AfD auseinandersetzen zu müssen. Und das ist schwer, wenn man statt moralisch inhaltlich reagieren soll. Welche Teile des Weltbildes sind für Crönert “so fremd und eigenartig, auf Deutschland bezogen“, dass er „kaum kommentieren kann“? Ist es, dass

– jemand, der deutscher Staatsbürger werden will, vorher eine Integrationsleistung erbringen soll,
– dass die dann als Voraussetzung für den Erhalt der deutschen Staatsbürgerschaft angesehen wird,
– dass ein definitives und ausschließliches Bekenntnis zu Deutschland ebenfalls Voraussetzung für die Erlangung der deutschen Staatsbürgerschaft sein soll,
– dass die Staatsbürgerschaft nicht ohne solche Voraussetzungen an in Deutschland Geborene automatisch vergeben („verschenkt“) werden soll,
– dass die Rechtslage bis 2014 noch die Optionspflicht vorsah, danach der Doppelpass auf Dauer kam und
– dass die AfD dies rückgängig machen will und somit auf eine ältere Gesetzeslage, eine ältere CDU-Linie abhebt, die bis dahin nicht unter Nazi-Verdacht stand?
– Ist es, dass die Anhäufung mehrerer Staatsbürgerschaften eine begründete Ausnahme bleiben soll, wie Dr. Curio sagte,
– oder dass wir in Deutschland auch nicht zwei, drei oder vier Ehefrauen für einen Mann akzeptieren wollen, wie das in primitiven und unzivilisierten Gesellschaften noch immer der Fall ist, aus denen das grüne Klientel massenhaft zu uns strömt?

Crönerts Aussage nach Curios Rede, es falle ihm nichts mehr dazu ein, soll ausdrücken, dass hier so Unerhörtes geschehen sei, dass einem die Worte fehlen. Das heißt, er qualifiziert damit auf maximale (und gleichzeitig einfachste) Weise die Aussage des AfD-Redners ab, um dem zusehenden Publikum die von der (grünen) Politik gewünschte Sichtweise auf AfD und ihre Positionen nahe zu bringen. Inhaltlich kann er nicht reagieren.

Wir bieten allerdings (wie bei uns üblich) dem angehenden Philosophen, Kunstgeschichtler und Phoenix-Kommentator Crönert gerne an, seine Überlegungen auf PI-NEWS ungekürzt und unzensiert en détail auch inhaltlich auszubreiten. Da aber, wie eingangs erwähnt, die „inhaltliche Auseinandersetzung mit der AfD“ vermutlich doch wohl eher nur der rhetorisch übliche Topos der einfacher gestrickten AfD-Gegner ist, wird er darauf nicht eingehen. Unseren Lesern ist es aber unbenommen, dem Philosophen und Angestellten des staatlichen Gebühren-Fernsehens diese Frage zu stellen:

Welche Teile der Rede von Gottfried Curio sind denn hier „fremd und eigenartig, auf Deutschland bezogen“?

Er wird vermutlich nicht antworten. Aber piesacken Sie den grünen Volkserzieher gern mit der Nachfrage, die ihm seine Unfähigkeit zur Reflexion, seine Überheblichkeit in der Moral und seine einfache Denkungsart und billige Ausrede für die Diskursverweigerung vor Augen führen wird.

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