Kritik an Merkel auf Parteitag in Berlin

Eugen Abler: „Die CDU hat das Profil eines abgefahrenen Reifens“

Von BEOBACHTER | Eugen Abler ist ein Mann der Basis: 40 Jahre CDU-Mitglied, 20 Jahre Vorsitzender des Ortsverbandes Bodneg in Baden-Württemberg, einstimmige Wiederwahl im Februar 2017. Beim Bundesparteitag der CDU in Berlin nahm der baden-württembergische Delegierte aus Ravensburg kein Blatt vor den Mund und schenkte seiner Vorsitzenden Angela Merkel furchtlos ein: „Die CDU hat das Profil eines abgefahrenen Reifens“, sagte Abler in Richtung Kanzlerin. Zwischenapplaus oder Ovationen, wie kurz zuvor die Kanzlerin, bekam er dafür nicht, nur am Schluss knappen Pflichtapplaus. Ansonsten geducktes, ängstliches Schweigen der CDU-Delegierten.

Umso mehr lohnt es sich, über seine authentische Rede zu berichten. Wären die Worte auf einem AfD-Parteitag gehalten worden, hätte sich die Mainstream-Presse das Maul zerrissen.

Fünf Monate nach der Bundestagswahl sei die Bildung einer Regierung noch immer ungewiss, monierte Abler. Als Mann der Basis spüre er die Unzufriedenheit vieler Bürger in bisher nicht bekanntem Ausmaß. Eine wirkliche Analyse für den Denkzettel habe es bis heute nicht gegeben.

Merkel habe die CDU nach links geführt, kritisierte Abler. Werte seien oft nur zur Worthülse geworden. Das „C“ wurde auf dem Altar des Zeitgeistes geopfert.

Die Konservativen in der CDU sind nach Ablers Ansicht schwer enttäuscht, sagte er im Hinblick auf die Themen „Ehe für Alle“ und „Frühsexualität“. Es habe einen Verrat an den Werten des „C“ gegeben, man rede einer neuzeitlichen Dekadenz das Wort. Dafür trage Merkel hohe Mitverantwortung. „Die CDU hat das Profil eines abgefahrenen Reifes und ist beliebig geworden“, bilanzierte der Delegierte aus Baden-Württemberg.

Seine weitere Bilanz:

Zur AFD:

Vielleicht sei der Tag nicht mehr weit, dass die AFD auf Platz 2 kommt. 1 Mio Wähler hätten der CDU den Rücken zugekehrt.

Zum Koalitionsvertrag:

Es scheine eine Ausgabenkoalition zu werden, Merkel habe sich erpressen lassen.

Zur Zuwanderung:

Merkels Aussage „Deutschland wird bleiben mit allem, was uns lieb und teuer ist“, stimme so nicht. Der Zuzug weiterer Asylbewerber und kulturfremder Wirtschaftsmigranten veränderten das Land. Weil 80 % dem Islam angehörten, ergebe sich zusätzliches Konfliktpotenzial und höhere Kriminalität.

Zum Islam:

Der Islam sei keine tolerante Religion. 100 Mio Christen weltweit würden häufig von Muslimen verfolgt: „Wir Christen sind laut Koran Ungläubige, die man belügen, betrügen und sogar töten darf“, so Abler wörtlich.

Es sei naiv, zu glauben, dass sich muslimische Flüchtlinge anpassen würden. Es entstehe eine Parallelgesellschaft mit eigenem Rechtsverständnis. In der schleichenden Islamisierung liege eine große Gefahr.

Laut Koalitionsvertrag hätten wir außer den seit 2015 aufgenommenen rund 1,5 Millionen Migranten in zehn Jahren weitere zwei Millionen Menschen, die sich nur zum geringen Teil integrieren und auf dem Arbeitsmarkt erscheinen wollten. Er plädiere für eine „völlige Kehrtwende“ in der Zuwanderungspolitik. Die Einwanderung in das Sozialsystem müsse verhindert werden, Hilfe dürfe es nur für berechtigte Schutzsuchende geben.

Zur „Ehe für Alle“:

Merkels „taktische Meisterleitung“, das Thema innerhalb weniger Tage „abzuräumen“, sei nur auf den ersten Blick gut. Diese Politik sei Verrat an christlichen Grundwerten und habe werteorientierte Wähler tief erschüttert.

Zum Lebensschutz:

Im Koalitionsvertrag werde eine „Aktion Insektenschutz“ gefordert, aber in Merkels Rede sei kein Wort zum Lebensschutz zu hören gewesen, obwohl sie gesagt habe, dass „christliches Menschenbild Ausgangspunkt und Maßstab unseres Handelns sei“. Welche Gattung tötet ihren eigenen Nachwuchs, fragte Abler? Wo bleibe hier die vielgerühmte Willkommenskultur?

Die CDU müsse sich nach Ablers Worten wieder „an der Lebenswirklichkeit der Mehrheit der Bürger orientieren, die morgens aufstehen, die Kinder versorgen, arbeiten gehen und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt beitragen“.