Grundsatz-Anfrage an die Alternative für Deutschland (Teil 2)

Bellt die AfD am falschen Baum?

Von HANS-PETER RADDATZ (hier Teil 1) | Was die jetzige Sachlage unterscheidet, ist der massive Machtzuwachs des Islam, der sich als „ideologischer Spaltpilz“ (Raddatz 2001/2002) zum wichtigsten Maßstab politischer „Führungskompetenz“ entwickelt hat. Wer dem entgehen will, muss sich den gewachsenen Zwängen des Systems entziehen, was den Aufbau eines davon völlig unabhängigen Propaganda-Apparats bedingt. Nur wenn dem Volk täglich und unabweisbar klargemacht wird, dass es seit einem halben Jahrhundert von mehreren Generationen „demokratisch gewählter“ Politiker und ihren Vollstreckern in Medien, Bildung und Kirchen systematisch verdummt, enteignet und immer massiver auch ausgetauscht wird, kann eine wirksame Alternative entstehen.

Abgesehen davon, dass allein das Listensystem der Einheitspartei demokratische Wahlen unterläuft, verhindert die herrschende Klasse jede Alternative und absorbiert jede Konkurrenz, solange sie die Statistiken beeinflussen und ihre konzernorientierte Arbeits-, Sozial- und Kultur-Politik mit Diffamierung, Bestechung und Bedrohung von Widerständen durchsetzen kann. Indem diese Allianz der wirtschaftsradikalen Globalisierung und sozialistischen Zerstörung des Bürgerstaats, die man in den USA „Sozialhilfe für Milliardäre“ nennt, eine pervertierte „Toleranz“ erzwang, führte die Islam-Invasion einen kriegsähnlicher Zustand herbei, der zu Willkür „berechtigt“ und die lokale Hartz-IV-Existenz zur korangerechten, weil unterklassigen Norm macht, denn die Invasion soll „keine Grenzen“ kennen (Merkel).

So mausern sich die Eliten in der Tradition des deutschen Radikalismus, der schon mit Lessing, Goethe & Co. die feudalen Islam-Despoten bewunderte, zu Djihad-Komplizen der Muslimbruderschaft, die mit der Auspressung der einheimischen Bevölkerung deren Land in ein Gewaltparadies für Allahs Auswanderer verwandeln. Dies ist im Koran versprochen und kann der westlichen Radikalpraxis eine quasi-religiöse Nuance verleihen, die zu erklären hilft, wieso das neue Quasi-Gottesvolk nicht abgeschoben und von einem Heer gut bezahlter Willkommens-Spezialisten umsorgt wird, die den Staatsruin im eigenen Interesse perfektionieren.

Wie weit wir von einer faktischen Alternative entfernt sind, zeigen die unzähligen „Experten“ in allen Institutionen, die auf Kosten der Steuerzahler mit fortlaufenden Forderungen nach „Reformen“ sich und den Verwaltungen der Sozial-, Kultur- und Islam-Industrie zu üppigen Einkünften verhelfen. Sie sind Ergebnis eines langfristigen Trends, der nach dem bewaffneten Einmarsch des Terrorvaters und Muslimbruders Arafat in die UNO (1974) mit der Gründung euro-arabischer Polit- und Medien-Organisationen einsetzte, die enorme Fördermittel der EU und OIC an sich zogen und deren gemeinsames Islamisierungs-Programm seit 2005 gesteigert vorantreiben.

Dass Helmut Kohls „geistig-moralische Wende“ die anschließende „Agenda 2010“ nicht nur arbeitstechnisch, sondern auch radikalpolitisch vorbereitete, bestätigte die weitere Entwicklung. Sie bildet sich in den offiziellen Ämtern der 68er-Aktivisten und auch in Beamten des Innen- und Außenministeriums ab, die in den 1990er Jahren in diskreten Meetings im Libanon die heute perfekte Allianz mit den Muslimbrüdern ankurbelten und – mit dem Kombi-„Segen“ beider Kirchen und globaler Konzerne – den Boden für die gezielte Einschleusung islamorientierter Kräfte in Ministerien, Universitäten, Parteistiftungen und Kirchen bis in den Vatikan hinein vorbereiteten.

Spitzen dieses Eisbergs, an dem sich die Verschwörungsspezialisten die Zähne ausbeißen, werden derzeit in den politischen „Eliten“ sichtbar, die in der SPD mit Sigmar Gabriel einen loyalen Sympathisanten der Muslimbruderschaft vorweisen, der den Deutschenhasser Yücel einen „Patrioten“ nennt. Zudem haben sie mit Frank-Walter Steinmeier einen ehrfürchtigen Vasallen in ihren Reihen, der mit den Weihen des Bundespräsidenten einen Kranz am Grab des sehr bekannten Israel-Feindes und Islam-Terroristen Arafat niederlegte – eine so logische wie konzentrierte Umkehrung des Kranzes, den man einst dem „Unbekannten Soldaten“ widmete. Je erfolgreicher der Islamtrend voranschreitet, der sich speziell gegen Deutschland richtet, desto triumphalistischer treten die Aktivisten auf, die mit logischerweise nicht erforderlicher bzw. trendschädlicher Bildung auch den Radikalismus normalisieren.

Das alles steht natürlich im Schatten der Kohl-Erbin Angela Merkel, deren Strahlkraft die historische Volksflut von etwa 2 Millionen Orientalen in 2 Jahren auslöste und die Effizienz der bunten Einheitspartei bestätigte. Deren volksfeindliche Vollstrecker duckten sich unter ihrer Herrscherin derart überzeugend, dass sich das jüngste Dauer-Theater um die „Regierungsbildung“ als verschleierte Umformulierung der Neo-Despotie entpuppte, ebenso überzeugend illustriert durch Martin Schulz, der in der Retorte der SPD vom 100-Prozent – zum Null-Prozent-Vorsitzenden verdampfte.

Nicht zuletzt drehen auch die Partei-Klone, die gleichgeschalteten Fachschaften der Universitäten, vor allem jedoch die medialen Partei-Organe konformistischer Blätter wie der „kluge Kopf“ der FAZ/FAS oder die vielleicht noch „klügeren Köpfe“ der TV-Ankermänner und Talk-Show-Frauen die abgedroschenen Gebetsmühlen eines gespenstischen „Dialogs“. Unentwegt predigen sie weiterhin gegen die islamophoben Brandstifter, die Öl ins Feuer gießen, den Frieden stören, immer neue Brände legen und/oder sonstige Anschläge auf ihre islamfixierte Ersatzrealität verüben.

Indem die politmediale Phalanx die jahrzehntelang aufgestauten Wortschablonen und Verhaltensreflexe wiederkäut und nachturnt, liefert sie dank defekten bzw. abwesenden Intellekts einen wertvollen Erinnerungsbestand, der mit den Mitteln der – von der Kanzlerin selbst geforderten – Digitalisierung, ergänzt durch Algorithmen der künstlichen Intelligenz und Sprachanalyse, eine innovative Datenbank ermöglicht und die alternative Systempropaganda äußerst wirkungsvoll unterstützen kann.

Solange sich die AfD innerhalb des sich laufend selbst radikalisierenden Politsystems bewegt, wird sie umso weniger die Rolle einer Alternative spielen können, je totalitärer sich die Einheitspartei und deren Einfluss auf die Institutionen gestalten. Bei der Dynamik, mit der die deutsche Politik an ihre rotbraunen Vorbilder anschließt, bleibt im enger werdenden Spielraum nicht viel Zeit, faktische Alternativen zugunsten eines intakten Staats- und Rechtswesens zu entwickeln. Noch sind nicht alle Richter bereit, zu einer proislamischen Rechtsbeugung zu schweigen: „Die rechtsstaatliche Ordnung in der Bundesrepublik ist in diesem Bereich jedoch seit rund eineinhalb Jahren außer Kraft gesetzt und die illegale Einreise ins Bundesgebiet wird momentan de facto nicht mehr strafrechtlich verfolgt“ (OLG Koblenz vom 14.02.2017).

Wenn die AfD dem Verschwinden im System entgehen will, wird sich ihre Zukunft mit der Fähigkeit entscheiden, eine Propaganda-Maschine nach obigem oder ähnlichem Muster aufzubauen, die mit den Mitteln der sich technisierenden Moderne auch deren Defizite erfassen kann. Eine zentrale Übung ist neben der längst vorhandenen Beschreibung einer verbrauchten Staatsform wie der „Demokratie“ im EU-Rahmen vor allem deren Begründung als Ergebnis eines islamfixierten Weltbildwandels, zu dessen Systemgewalt es sehr wohl eine menschenfreundliche Alternative gibt.

Die lässt sich den Menschen nur vermitteln, wenn man die Mechanismen der Verantwortung in den Hauptbereichen der Immigration, Arbeit, Bildung und Kultur täglich offenlegt und konzentriert ins öffentliche Bewusstsein schreibt. Das wird entgegen verbreiteter Meinung nicht durch die Einzel-Blogs erreicht, die als Teile des Systems auf das Machtextrem nur reagieren, statt es „vor sich her zu treiben“.

Solange es dabei bleibt und die Initiative nicht auf die kritische Alternative übergeht, werden alle Kritikformen sich durch ständige Wiederholungen umso mehr selbst aufheben, je höher ihre Anzahl steigt. Mit anderen Worten: Nicht „teile und herrsche“, sondern verbinde die Menschen durch vorteilhafte Informations-Alternativen lautet die Devise, die bedingt, dass der Staat noch nicht totalisiert ist und Freiheitsgrade öffnet, die weder solche Alternativen, noch ihre staatliche Finanzierung behindern.


PI-NEWS-Autor Dr. Hans-Peter Raddatz (* 18. August 1941 in Koblenz) gilt neben Prof. Tilman Nagel als einer der profiliertesten Orientalisten in Deutschland. Der Volkswirtschafter, Berater und Publizist ist durch seine islamkritischen Schriften über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Zu seinen bekanntesten Werken zählen „Von Allah zum Terror? Der Djihad und die Deformierung des Westens“ (2002) und „Allah und die Juden – Die islamische Renaissance des Antisemitismus“ (2007).