Opfer mit schweren Verletzungen in Spezialklinik geflogen

Düsseldorf: Säureanschlag auf Top-Manager durch „Südländer“

Von JEFF WINSTON | Unbekannte Attentäter haben am Sonntag Morgen in Haan bei Düsseldorf bei einem Angriff einen 51-Jährigen mit Säure übergossen und ihn schwerstens verletzt. Nach derzeitigem Ermittlungsstand griffen zwei unbekannte Täter einen 51 Jahre alten Top-Manager auf einem Fußweg der Parkanlage am Karl-August-Jung-Platz unvermittelt an. Bei dem Verletzten handelt es sich um ein Vorstandsmitglied des Energie-Versorgungsunternehmens „Innogy“, das in Essen ansässig ist.

Nach den zwei etwa 20 bis 30 Jahre alten Männern mit südländischem Aussehen wird derzeit gefahndet. Ermittlungen hinsichtlich eines versuchten Tötungsdeliktes wurden eingeleitet und eine Mordkommission beim Polizeipräsidium Düsseldorf eingerichtet. Am frühen Sonntagabend war das Anwesen des Opfers hermetisch abgeriegelt. Ein Polizei-Aufgebot von rund 50 Polizisten war vor Ort, um zu ermitteln und abzusichern.

Neue RAF gegen RWE?

Das Opfer wurde mit schweren Verletzungen in eine Spezialklinik geflogen, sagte eine Sprecherin der Polizei Düsseldorf. Zu einem möglichen Motiv der Täter gibt es bislang keine Erkenntnisse. Dass es einen Zusammenhang mit Auseinandersetzungen um den Braunkohle-Tagebau am „Hambacher Forst“ geben könnte, bezeichnete die Sprecherin als Spekulationen, an denen man sich nicht beteiligen möchte. Seit Monaten stören Aktivisten die Vorbereitungen von RWE für den Tagebau.

Das hinterhältige Verbrechen erinnert stark an die Gräueltaten der linksradikalen Roten Armee Fraktion – einem Vorgänger der „AntiFa“ – gegen Vorstände deutscher Unternehmen und Industriekapitäne „des Kapitals“ in den 70er- und 80er-Jahren – wie Detlef Karsten Rohwedder, Hanns-Martin Schleyer, Siegfried Buback, Alfred Herrhausen oder Gerold von Braunmühl. Insgesamt wurden von den Roten Garden 34 Menschen ermordet und unzählige Opfer schwer verletzt. Aus der Saat der außerparlamentarischen RAF wuchs die Partei der GRÜNEN hervor.

London calling

Aber auch Verbrecher in London – meist mit pakistanischem oder arabischen Migrationshintergrund – setzen immer häufiger ätzende Flüssigkeiten als Waffe ein. Waren in der Vergangenheit hauptsächlich Bandenmitglieder oder nicht islamkonforme Familienmitglieder Ziel der Attacken, kann inzwischen jeder zum Opfer werden.

Im kriminellen Jargon britischer Jugendbanden heißen sie „Gesichtsschmelzer“. Das ist die gruselige Bezeichnung für aggressive Chemikalien, mit denen vor allem junge Männer ihre Opfer in der britischen Hauptstadt attackieren. Die Zahl der Fälle, bei denen Menschen mit ätzenden Substanzen in London absichtlich verletzt wurden, ist sprunghaft angestiegen.

Waren es im Jahr 2015 noch 129 Angriffe, wurden im vergangenen Jahr bereits 224 gezählt. Mitte 2017 wurden Scotland Yard zufolge bislang 66 Attacken registriert. International für Schlagzeilen sorgten zwei Täter, die in einer Nacht Mitte Juli innerhalb von weniger als 90 Minuten fünf Mopedfahrer in verschiedenen Teilen der Stadt angriffen. Sie hatten es offenbar auf die Fahrzeuge ihrer Opfer abgesehen.

Migrantenbanden sind auf Säure umgestiegen

Die Säure frisst sich in Sekunden durch Haut, Fleisch und sogar Knochen. Noch rätseln Behörden und Wissenschaftler über den unheimlichen Trend. Mitglieder rivalisierender Jugendbanden hätten auf Säure umgesattelt, nachdem die Beschlagnahmung von Messern und Schusswaffen zugenommen habe, so die Einschätzung des Kriminologen Simon Harding von der Middlesex University in London.

„Säure wird als Waffe erster Wahl eingesetzt, nicht als letztes Mittel, und das ist völlig neu“, erklärte Harding im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. PI-NEWS berichtet weiter über den abscheulichen Mordversuch an dem Energie-Manager durch unbekannte „Südländer“.