Tägliche Jugendmorde - Nachahmungstäter?

Flensburg: 17-Jährige mit Messerstichen von „Bekannten“ (18) getötet 

Von JOHANNES DANIELS | Mitte März 2018 – leider kein Tag mehr ohne einen Messermord unter jugendlichen „Bekannten“ – nicht in der Bronx, Pretoria, Sao Paulo oder in Molenbeek, sondern hier und jetzt in Deutschland! In Flensburg erfolgte am Montagabend ein weiterer „Beziehungsmord“ an einem 17-jährigen Mädchen.

Der Einzelfall des Tages

Die 17-jährige Flensburgerin ist am Montagabend brutal ermordet worden. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, war das Mädchen am Vorabend mit mehreren Stichwunden in ihrer Wohnung im Flensburger „Exe-Bezirk“ aufgefunden worden. Wiederbelebungsversuche sind erfolglos geblieben, bestätigte eine Polizeisprecherin. Gegen einen 18-Jährigen habe die Staatsanwaltschaft Haftbefehl wegen Verdachts des „Totschlages“ beantragt, sagte die Leitende Staatsanwältin Ulrike Stahlmann-Liebelt.

Haftbefehl gegen 18-Jährigen beantragt

Noch im Laufe des Dienstags sollte der junge Tatverdächtige dem Haftrichter vorgeführt werden. Ob der Haftbefehl auch erlassen wird oder nicht, werde erst am Mittwoch mitgeteilt. Die Polizei habe die Tatwaffe sichergestellt. Angaben dazu machte Stahlmann-Liebelt aber mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen nicht. In welcher Beziehung Opfer und Täter genau standen, sei der Staatsanwaltschaft noch nicht klar. „Wir gehen davon aus, dass die beiden sich wohl besser gekannt haben“, sagte Stahlmann-Liebelt. „Aber wie die Beziehung genau war, dazu müssen wir erst noch die weiteren Ermittlungen abwarten.“ Über Herkunft und Nationalität gab es bislang noch keine Angaben.

Der Tatort – Neubau nach Brandstiftung

Das Flensburger Tageblatt schreibt:

Das Mehrfamilienhaus, in dem die Tat geschah, wird von 25 Mietern bewohnt. Es ist ein Neubau, der erst im Oktober 2016 bezogen wurde, nachdem ein Haus an gleicher Stelle durch Brandstiftung völlig zerstört worden war. Die getötete Mieterin B. war von Anfang an dabei. Ihre Wohnung befindet sich im 2. Stock. Nachbarn berichten, dass die 17-Jährige sehr oft Besuch von dem Tatverdächtigen gehabt habe.

„Man konnte denken, sie leben zusammen.“ Die beiden seien zunächst unauffällig gewesen, in der Vergangenheit sei es allerdings häufig zu Streit gekommen. „Es hat lautstarke Auseinandersetzungen gegeben, auch körperlich sind die beiden aneinander geraten“, sagt ein Mieter, der nicht genannt werden will. Am Tattag gegen 18 Uhr hatten Nachbarn noch laute Schreie gehört. Helfen konnten sie nicht mehr.

„Eine Tat, die fassungslos macht“ … 

… wird in der Mainstreampresse gebetsmühlenartig konstatiert, wenn in Deutschland Kinder Kinder mit Messern ermorden, bzw. Jugendliche Jugendliche. Kandel, Lünen, Dortmund, Freiburg, Berlin, Frankenthal, Flensburg. In der Regel werden noch kurz zuvor die Kommentarmöglichkeiten geschlossen. Der Mainstream weiß warum.

Denn die letzten Wochen waren blutgetränkt – und in aller Regel lief es gegen Blutraute und Systemlinge: In Kandel stach ein „15-jähriger“ afghanischer Flüchtling bei dm vielfach auf seine 15-jährige Ex-Freundin Mia Valentin ein – ein Ritualmord. Er benutzte ein Küchenmesser. Der Täter gab sein Alter mit 15 Jahre an, soll aber mindestens 17 sein.

In Lünen geht der 15-jährige „Alex“, (Deutsch-Kasache) mit einem Messer auf den 14-jährigen Leon los und ermordet ihn brutal. Der jugendliche Täter war mit seiner Mutter zu einem Gesprächstermin mit einer Sozialarbeiterin in der Schule. Er habe sich durch einen „respektlosen“ Blick des Opfers in seiner Ehre provoziert gefühlt.

Jetzt der Mord an Keira Gross (14), in Berlin durch „Edgar“ (15, die Kurzform von Erdogar?) und der in letzter Sekunde noch vereitelte Mord in Frankenthal /Pfalz (PI-NEWS berichtete): Hier wollte ein 13-jährige Syrer (nennen wir ihn politisch korrekt Björn-Edward)  ein 17-jähriges Mädchen, das ihn zuvor kurz abgewiesen hat, bestialisch vor den einfahrenden ICE stoßen und töten. Im Mainstream wie immer: „schubsen“.

Nicht zu vergessen hunderte von versuchten und vollendeten Vergewaltigungen, Körperverletzungen und Morddelikte an Jugendlichen seit Jahresbeginn!

Neue kriminelle Energie oder Nachahmungs-Täter?

Häufen sich Tötungsdelikte von Jugendlichen wirklich? Und wie kann das eigentlich sein, dass ein 13/14/15/16/17/18-Jähriger so die Kontrolle verliert, dass am Ende ein anderes Kind mit dutzenden Messerstichen ermordet ist? Ein kultureller Overspill – MeToo des Bösen – Nachahmungstrieb?

Nach – in den letzten Tagen medial stark verbreiteter – „Expertenmeinung“ geht die Jugendgewalt in Deutschland aber drastisch zurück, es gebe weniger Schlägereien, Messerstechereien, Vergewaltigungen und Tötungsdelikte. 1995 verzeichnete die Polizeiliche Kriminalstatistik noch 258 jugendliche Tatverdächtige in Fällen von Mord und Totschlag, 2016 waren es nur noch 133. Eine aktuelle Zahl für das Jahr 2017 liegt noch nicht vor – nach Meinung meines Kriminologie-Kollegen Christian Pfeiffer, ehemaliger niedersächsischer spd-Justizminister und Experte für Zuwandererkriminalität, dürfte diese allerdings weit unter Null liegen.

Christian Pfeiffer pfeifft auf korrekte Zahlen!

Der spd-Experte Pfeiffer führt den „explosionsartigen“ Rückgang der Jugendgewalt auf drei Faktoren zurück: Zum einen sei die Arbeitslosigkeit der Eltern, aber auch der Jugendlichen stark gesunken, ein sozialer Stabilisierungsfaktor. Zum anderen habe es große Fortschritte bei der sozialen Integration von jungen Menschen und kriminellen Migranten gegeben: „Bei den herkömmlichen Migrantengruppen, also Menschen aus Russland, Jugoslawien oder der Türkei, beobachten wir eine deutliche Verbesserung im Bereich der Bildung – also mehr Jugendliche, die einen Realschulabschluss oder das Abitur anstreben.“

„Tragische Einzelschicksale“ – optimistisch machende Statistik

Die Opfer von Berlin, Lünen, Kandel, Flensburg, Freiburg, und, und, und sind „offenbar tragische Einzelschicksale in einer optimistisch machenden Statistik“. Das macht die Taten nicht besser, die Opfer nicht lebendig: „Jede dieser Ereignisse ist eine Katastrophe“, sagt der Kriminalpsychologe Rudolf Egg, „aber es wäre falsch zu glauben, dass „die Jugend den Bach runtergeht“. Wie viele Schüler gibt es in Deutschland? Und wie viele davon leben friedlich zusammen?“

Tötungsdelikte bei Jugendlichen sind oft Beziehungstaten, sagen Experten, Täter und Opfer kennen sich also, sind verwandt oder befreundet. „Bei Erwachsenen geht es in Fällen von Mord und Totschlag oft um Geld, vielleicht um Spielschulden“, sagt Rudolf Egg.  „Bei Jugendlichen spielt das natürlich keine Rolle. Generell sei das Gewaltpotenzial bei Jugendlichen größer als bei Erwachsenen, was mit einer gewissen Unreife zu tun habe, aber auch mit der unterschiedlichen Lebensweise. „Jemand, der zur Schule geht und vom Geld seiner Eltern lebt, hat weniger zu verlieren als ein Erwachsener“. [..]

Von einer Häufung könne man nicht sprechen, auch wenn das vielleicht so wahrgenommen werde.

Thomas de Maizière, Horst Södhofer, Christian Pfeiffer und die „offiziellen Zahlen“ werden ja wohl nicht lügen. Dann ist ja alles voll in Butter.

„Wir schaffen das“.