AfD-Landeschef stand wegen Aschermittwochsrede in der Kritik

Nun also doch: Poggenburg tritt zurück!

Sachsen-Anhalts AfD-Fraktions- und Landeschef André Poggenburg tritt Ende des Monats zurück. Das teilte der AfD-Landesverband mit. Poggenburg stand zuletzt wegen seiner Aschermittwochsrede in der Kritik.

André Poggenburg will den Vorsitz der AfD-Landtagsfraktion in Sachsen-Anhalt Ende des Monats aufgeben. Auch als Landesvorsitzender wolle er zurücktreten, teilte der AfD-Fraktionsvorstand in Magdeburg mit. Den Schritt habe Poggenburg damit begründet, „Druck von Partei und Fraktion“ nehmen zu wollen.

In einer Erklärung wies die Fraktion Medien-Berichte zurück, demzufolge es in der Landtagsfraktion einen Abwahlantrag und Rücktrittsforderungen gegen Poggenburg gegeben habe. Es habe allerdings „eine ausführliche Diskussion“ zu seiner Aschermittwochsrede gegeben.

Poggenburg stand zuletzt auch innerhalb der AfD in der Kritik, nachdem er beim politischen Aschermittwoch der AfD im sächsischen Pirna die Türkische Gemeinde in Deutschland als „Kümmelhändler“ und „Kameltreiber“ bezeichnet hatte.

In den vergangenen Monaten hatte es in der Magdeburger AfD-Fraktion wiederholt Machtkämpfe und interne Querelen gegeben. Drei Abgeordnete traten im vergangenen Jahr aus der Landtagsfraktion aus.

Poggenburg selbst hatte die Kritik an seiner Wortwahl als „Stimmungsmache“ bezeichnet. Nun zog er dennoch Konsequenzen aus dem geschwundenen Rückhalt in den eigenen Reihen.

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