"Da wäre uns lieber gewesen, Sie nackt im Playboy zu sehen!"

Sonja James droht Kündigung wegen PI-NEWS-Interviews

Wer für PI-NEWS kämpft oder auch nur Interviews gibt, muss zuweilen mit erheblichen beruflichen Nachteilen leben. In der im Jahre 2009 gestarteten PI-NEWS-Erfolgsserie „Warum ich Deutschland liebe!“ stellten wir als nicht ganz „alltäglichen“ Integrationserfolg die bosnisch-slowenische Sängerin Sonja James vor, die mit ihren Songs mit „Gänsehaut-Effekt“ verzaubert und schon als Kind an internationalen Klavierwettbewerben teilnahm.

Im damaligen PI-Interview beschrieb James die Faszination Deutschland, die sie aus gesicherter Existenz in Bosnien nach Deutschland brachte.

Dieses neue Leben ist nun nach uns vorliegenden Informationen aus dem Unter­nehmen, in dem James arbeitet, massiv gefährdet. Schon im letzten Jahr drohte die Firma der Sängerin, die im Personal­marketing arbeitet, aufgrund des PI-NEWS-Interviews mit der Kündigung.

Im Originaltext lautete der Satz des Arbeitgebers, so Insider: „Da wäre uns lieber gewesen, Sie nackt im Playboy zu sehen!“ Nur aufgrund juristischer Intervention konnte dies abgewendet werden.

Jetzt ist sie mit dem auf­rüt­teln­den Kampf-Video „Workers Song“ mit dem Untertitel „Medif*ck“ erneut vor ihr Publikum getreten. Hier erklärt die Sängerin in ihren Veröffentlichungen, dass sie das System und den Umgang zahlreicher Unternehmen mit ihren Mitarbeitern gerade in und durch Bewerbergespräche im In- und Ausland intensiv kennengelernt habe.

Sonja James in ihrer Mitteilung:

Bei vielen ist „human resources“ oder „Humankapital“ ein schlechter Witz. Da wird getrickst und gepowerpointet was das Zeug hält. Nichts als heiße Luft, gelogen, dargestellt und dokumentiert … Da wird mehr Wert auf den gutsitzenden Anzug als auf Inhalte gelegt. Und wenn einer den Schlips ablegt, ist er nicht Dein Freund! Wichtig ist der nächste erfolgreiche Jahresabschluss – und bis dahin ist intern alles erlaubt – was nicht ins Gefängnis bringt. Da sind sexuelle Nebenwirkungen geduldet und Teil des Spiels. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker! Es gibt natürlich auch viele gute Firmen. Aber der Trend zum Unpersönlichen, zum faktischen und strukturellen Vertragsbruch steigt. Viele, viele Arbeitnehmer haben innerlich schon lange gekündigt. Das Vertrauen gerade in von Managern geführte Unternehmen ist erschüttert!

Ausdrücklich sprach sie hierbei nicht von ihrem Unternehmen.

Henryk M. Broder und Dirk Maxeiner haben „Medif*ck“ vor kurzem zur Hymne der Woche gekürt. Maxeiner: Bei ihrem „The Workers Song – Medif*ck“ hatte Sie wohl kaum den gegenwärtigen Zustand von Politik und Medien in diesem Land im Sinn, sondern eher die Bullshit-Rituale in Großkonzernen. Ähnlichkeiten sind also wirklich unbeabsichtigt und rein zufällig: „… just forget to have your own opinion … yes we are all medif*cked again …“ Mal sehen, wie der Arbeitgeber diesmal reagiert. Die Sängerin wollte den Fall nicht kommentieren.

Aber es kann sicher nichts schaden, dem Eigentümer dieser Gesellschaft, nach der Forbes-Liste ein mehrfacher deutscher Krankenhaus-Milliardär (!), eine Info mit der eigenen Meinung zum Thema Kunstfreiheit und Bedrohung von Mitarbeitern in seinem Konzern zu senden. Sonst heißt es am Ende, er habe von nichts gewusst.

Kontakt:

Dr. Bernhard gr. Broermann
(Asklepios)
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