Juden- und Israelfeindlichkeit

Wuppertaler Stadtrat lehnt Solidaritätsgeste mit Israel ab

In der Stadt Wuppertal gibt es seit vielen Jahren wieder eine große jüdische Gemeinde. Über 2.000 Bürger jüdischen Glaubens leben in Wuppertal und im Jahr 1994 wurde mit der „Neuen Bergischen Synagoge“ ein repräsentatives jüdisches Gotteshaus eingeweiht – auf das dann im Jahr 2014 von drei Palästinensern ein Brandanschlag verübt wurde (PI-NEWS berichtete mehrfach).

Eigentlich Grund genug, sich in Wuppertal an geeigneten Anlässen solidarisch mit seinen jüdischen Mitbürgern und Israel zu zeigen. Doch der Wuppertaler Stadtrat sieht das anders: Mit überwältigender Mehrheit lehnte er den Antrag auf eine städtische Feier und Beflaggung des Rathauses anlässlich des 70. Jahrestages der Staatsgründung Israels ab.

Die Ratsvertreter der Altparteien mochten noch nicht einmal über den Vorschlag diskutieren, der vom parteilosen Ratsmitglied Gerd Wöll (vormals Pro Deutschland) ausführlich begründet wurde (hier im Video ab Minute 54:30 zu sehen).

Wöll betonte in seiner Rede, dass angesichts brennender Israel-Flaggen in ganz Deutschland und des Brandanschlages auf die Wuppertaler Synagoge im Zusammenhang mit dem palästinensisch-israelischen Konflikt eine solche symbolische Geste der Verbundenheit mehr als angemessen wäre.

„Vor allem wenn man bedenkt, für welchen Mist hier sonst alles das Rathaus beflaggt wird.“

Ob die ablehnende Haltung der Mehrheitsparteien und von Oberbürgermeister Andreas Mucke (SPD) vielleicht auch darin gründet, dass Vertreter der jüdischen Gemeinde in Wuppertal in Fragen des islamisch motivierten Judenhasses Tacheles reden, ist nicht bekannt.

Klar dürfte aber sein, dass sich der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde, Leonid Goldberg, mit politisch unkorrekten Aussagen, wie in diesem Bericht der Rheinischen Post, bei den Islam- und Multikulti-Apologeten keine Freunde gemacht hat:

„Leonid Goldberg muss nicht lange zurückdenken. Erst kürzlich stand er vor dem koscheren Café seiner Gemeinde mitten in der Wuppertaler Innenstadt. Zwei südländisch aussehende Männer seien an ihm vorbeigegangen und hätten ihn einen „scheiß Yahud“ genannt, erzählt er.

Yahud ist Arabisch und bedeutet Jude. Dabei war Goldberg an diesem Tag rein äußerlich gar nicht als Jude erkennbar. Eine bewusste Entscheidung:

„Schon seit Jahren traut sich kaum jemand in Wuppertal und in vielen anderen deutschen Städten, die Kippa offen zu tragen“, sagt der Vorstandsvorsitzende der Jüdischen Kultusgemeinde Wuppertal.“

Deshalb ist dem Antragssteller, Ratsmitglied Wöll, weiter Recht zu geben, wenn er ausführt, dass die neue Judenfeindlichkeit in Deutschland (und Wuppertal) fast ausschließlich von orientalisch-islamischen Einwanderern ausgehen würde. Ein unbequemer Fakt, über den die dafür verantwortlichen „schon länger hier sitzenden“
Politiker der Altparteien nur ungern reden möchten.

Kontakt:

Oberbürgermeister Andreas Mucke
Johannes-Rau-Platz 1
42275 Wuppertal
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Telefax +49 202 563 8199
E-Mail: oberbuergermeister@stadt.wuppertal.de