Durchgeknallte Tugendwächter fühlen sich an Debatte um Echo-Preis erinnert

Cuxhaven: Grüne lehnen Henryk M. Broder als Preisträger ab

Von LUPO | Die Cuxhavener Grünen lehnen den renommierten Publizisten Henryk M. Broder als Preisträger 2018 des bekannten Johann-Heinrich-Voß-Literaturpreises ab. Noch irrer: sie fühlen sich erinnert an die momentan auf Bundesebene geführte Debatte um den Echo-Preis, der vor kurzem zwei Rappern mit antisemitischen Texten verliehen wurde.

Man liegt nicht fern, wenn man die skandalöse Forderung der Grünen mit der Bücherverbrennung in Nazi-Deutschland vergleicht. Mittendrin die Grünen, die sich als lupenreine Demokraten gerieren, und selbst nicht merken, dass sie selbst zu üblen Bücherverbrennern mutieren.

Wie sonst soll man es bezeichnen, wenn der Cuxhavener Grünen-Vorstand mit Elke Roskosch-Buntemeyer, Wolfgang Steen und Christel Tecker die Preisverleihung an Broder ablehnt, „weil dieser sich als Erstunterzeichner einer Erklärung gegen die Aufnahme von Flüchtlingen aussprach, indem er Vorurteile aufnahm und die Situation im Inneren Deutschlands als vollkommen unsicher darstellte“. So steht es in den Cuxhavener Nachrichten zu lesen.

Die durchgeknallten grünen Tugendwächter, die im Cuxhavener Stadtrat mit vier von 40 Abgeordneten vertreten sind, nehmen Bezug auf die „Gemeinsame Erklärung 2018“, die von der Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld initiiert wurde. Im knappen Erklärungstext heißt es: „Mit wachsendem Befremden beobachten wir, wie Deutschland durch die illegale Masseneinwanderung beschädigt wird. Wir solidarisieren uns mit denjenigen, die friedlich dafür demonstrieren, dass die rechtsstaatliche Ordnung an den Grenzen unseres Landes wiederhergestellt wird.“

Zu den 34 Erstunterzeichnern gehören u.a. Henryk M. Broder, Uwe Tellkamp und Thilo Sarrazin. Die Mitte März gestartete Erklärung hat inzwischen 150.000 Unterzeichner und soll als Massenpetition beim Bundestag eingereicht werden mit der Maßgabe, dass die von Recht und Verfassung vorgesehene Kontrolle der Grenzen gegen das illegale Betreten des deutschen Staatsgebietes wiederhergestellt wird.

Daran stoßen sich die Cuxhavener Grünen. Die Zeitung berichtet:

Der grüne Kreisvorstand unterstützt die Protestnote einiger Otterndorfer und Osterbrucher Bürger (Anke Allers, Gabriele Brand-Hartwich, Dirk Hartwich und andere), die ausführlich darstellen, dass Broder weder für Würde und Anstand noch für Menschlichkeit stehe. „Die geplante Preisverleihung in Otterndorf erinnert an die momentan auf Bundesebene geführte Debatte um den Echo-Preis“, so der grüne Kreisvorstand. „Die Stadt Otterndorf hat sehr wohl noch Zeit, den Entscheidungsprozess für Broder zu überprüfen und die Entscheidung der Jury nicht zu akzeptieren. Otterndorf sollte nicht mit rassistisch begründeten, menschenverachtenden Äußerungen in Verbindung gebracht werden.“

Der „Welt“-Kolumnist Broder, der zu den herausragenden deutschen Journalisten gehört, nimmt es gelassen. Auf der „Achse des Guten“ erklärte er am Donnerstag, dass er nicht „Paule der Seemann aus Cuxhaven“ sei und spielte damit auf einen Songtext von Georg Kreisler an. Kreisler bringt darin in aphoristischer Form zum Ausdruck, dass in Deutschland der Fisch vom Kopf her stinkt und es nur keiner merkt. Bei den Grünen in Cuxhaven scheint es besonders stark zu stinken. Es liegt jetzt an den Bundesgrünen, den parteiinternen Gestank umgehend zu tilgen.