Muss sich SPD-Saubermann Martin Börschel bald einen neuen Job suchen?
Muss sich SPD-Saubermann Martin Börschel bald einen neuen Job suchen?
Print Friendly, PDF & Email

Von MARKUS WIENER | Das hatte sich „SPD-Saubermann“ Martin Börschel wohl anders vorgestellt: Nachdem es schon nichts mit dem angestrebten Vorsitz der SPD-Landtagsfraktion wurde, wollte der Jurist mit dem Bübchen-Image wenigstens finanziell richtig abkassieren und das Politikerdasein mit dem opulenten Versorgungsposten eines Frühstücksdirektors bei den Kölner Stadtwerken tauschen: Natürlich ganz Klüngel-like ohne eine offizielle Ausschreibung, dafür aber mit einem Jahreseinkommen von geschätzt 400.000 bis 500.000 Euro – und laut Lokalpresse noch obendrauf rund 150.000 Euro jährlich zusätzlich für die Altersversorgung des weitsichtigen Mittvierzigers. Man kann heutzutage ja nie zu früh anfangen, sich den Lebensabend zu vergolden …

Doch nun droht gar schreckliches Ungemach für Börschel: Obwohl seine Klüngelkumpanen der anderen Altparteien – CDU-Chef Bernd Petelkau sowie die grüne Fraktionsvorsitzende Kirsten Jahn und der grüne Fraktionsgeschäftsführer Jörg Frank – den widerlichen Deal auf Kosten der Kölner Gebührenzahler so schön heimlich und überfallartig im sogenannten „Viererausschuss“ des Stadtwerke-Aufsichtsrats ausbaldowert hatten, wurde jetzt der öffentliche Druck so groß, dass der Coup ernsthaft auf der Kippe steht.

Seit Tagen geht eine regelrechte Welle der Empörung durch die Stadt, die auch die Basis der etablierten Parteien ergriffen hat. Raubzug, Bereicherung, Selbstbedienungsmentalität, Abzocke, Vetternwirtschaft, krimineller Klüngel, Mafiagebaren – ein wahres Kreuzfeuer der Kritik prasselt auf die Beletage der Stadt ein, deren ohnehin miserables Image weiter Schaden genommen hat.

Mehr als ein Geschmäckle

Der gleichnamige Enkel von Konrad Adenauer, der lautstark über die Rückgabe seines CDU-Parteibuches nachdenkt, brachte es wohl am eindringlichsten auf den Punkt:  „Hatte der Fall Horitzky noch ein Geschmäckle, so hat der Fall Börschel richtig Geschmack, und zwar einen ganz schlechten, der mich zum Ausspucken zwingt. Er ekelt mich an und macht mich richtig krank … Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte.“

Deutliche Worte eines als ehrenwert geltenden prominenten Kölner Bürgers, dessen Meinung viel Gewicht hat in der Stadt. Und Adenauer steht mitnichten alleine mit seiner vernichtenden Einschätzung der Vorgänge. In der Tat sollte die Ausplünderung der Stadt durch Seilschaften der Altparteien selten so dreist und plump durchgeführt werden.

Deal nun im Blickpunkt der Öffentlichkeit 

Doch damit könnte der Bogen nun überspannt worden sein. Börschels Bestellung auf den dafür neu zu schaffenden Posten eines hauptamtlichen Geschäftsführers der Stadtwerke konnte schon mal nicht wie erhofft im Hauruckverfahren durchgeführt werden. Die Abstimmung wurde zuerst wegen eines Formfehlers auf nächsten Montag verschoben. Inzwischen knicken aber reihum Mitglieder des Aufsichtsrates im Fall Börschel öffentlich ein. Der vom „Viererausschuss“ eingefädelte Deal scheint vom Tisch zu sein. Stattdessen soll nun erst einmal geprüft werden, ob eine derart teure Managerstelle überhaupt neu kreiert werden muss. Danach soll es im Falle einer positiven Prüfung ein offizielles und transparentes Personalauswahlverfahren geben, an dem sich dann – neben anderen – auch ein Martin Börschel beteiligen  könnte.

Das heißt also gerade in Köln noch nicht, dass der ursprüngliche Deal endgültig vom Tisch ist. Doch das weitere Vorgehen steht ab sofort im Blickpunkt der Öffentlichkeit und heimliche Nacht-und-Nebel-Aktionen mit Überrumpelungstaktik sind nicht mehr möglich. Es bleibt also auf jeden Fall spannend und könnte für den sonst so gewieften Machtmenschen Börschel am Ende sogar ziemlich blöde ausgehen. Denn der Rückweg in ein politisches Spitzenamt ist auch beim Scheitern seiner Geschäftsführerpläne jetzt nicht mehr so einfach denkbar, ja sogar recht unwahrscheinlich geworden.


Markus Wiener.
Markus Wiener.

PI-NEWS-Autor Markus Wiener schreibt bevorzugt zu Kölner Themen für diesen Blog. Der 41-jährige Politologe und gelernte Journalist ist Mitglied des Kölner Stadtrates und der Bezirksvertretung Chorweiler. Seit über 20 Jahren widmet er sein politisches und publizistisches Engagement der patriotischen Erneuerung Deutschlands. Der gebürtige Bayer und dreifache Familienvater ist über markus.wiener@stadt-koeln.de erreichbar.

Anzeige: Wandere aus, solange es noch geht! Finca Bayano in Panama.

35 KOMMENTARE

  1. Zur Wiederherstellung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Deutschland werden nach der Wende etwa 30 – 40.000 Verhaftungen nötig sein. Nicht wenige davon in Köln.

  2. Das ist ein eigens geschaffener Job, wenn das keine fetter Wirtschaft ist und dann noch so bescheiden.

  3. Mich kotzen die korrupten BRD-Alt-Parteien nur noch an

    Ich fordere: HartzIV für Börschel

    🙂

    Da kann er dann beim Warten auf den Gängen des Arbeitsamts zwischen all den vielen Merkel Gästen so richtig kulturell bereichern lassen.

  4. Nur ein widerlicher Parasit unter Millionen. Überall sollten die Steine angehoben werden, damit Licht darunter fällt. Und man wird sehen, wie sie alle wieder unter den dunklen Mief flüchten wollen. Licht vertragen die alle nicht.

  5. Heute ist Girls Day und Boys Day. Da fragt man auf WRD4, ob das denn Erfolge habe.
    Nein meint die Reporterin, nur sehr bescheiden.
    Es bliebt beim alten mit der Berufswahl. die Mädchen werden Kauffrau und die Jungs Mechatroniker, statt Kita-Betreuer, heute sollen sie allerdings in der Kita hei0 gemacht werden.
    Aber man könne das ja nun auch nicht so einer bestimmen Veranstaltung zurechnen. Also es zur sich ein bißchen, aber ganz langsam.
    Es gendert also nicht, wer hätte das gedacht.

  6. *https://www.hna.de/lokales/witzenhausen/sontra-ort84631/versuchte-toetung-in-sontra-27-jaehriger-tritt-mann-gegen-kopf-9817746.html

    Noch weitere Fragen Frau Merkel, Herr Kauder und Gefolge. Laut Schulz, wertvoller als Gold.

  7. Wieviel hat Börschel kassiert, daß er den blitzsauberen neuen Müllcontainer im niegelnagelneuen Müllwerker Anzug angeekelt anfassen mußte? Wo steht der Dienstwagen mit Fahrer, der ihn zum Phototermin gefahren hat? Sag keiner, daß er das aus Werbegründen ganz umsonst gemacht hat…

  8. Und es sind dieselben Typen die uns Deutschen Millionen Asylbetrüger aufzwingen, sich aber selbst die Taschen vollstopfen. Und in ein paar Jahren, wenn die BRD durchislamisiert und afrikanisiert ist hauen solche Parteigenossen mit ihren zusammengerafften Millionen ab ins Ausland. Trotzdem werden die Kölner weiter SPD wählen.

    Ps.: Übrigens, bei einem Bruttolohn von 3000 brauch man 45 Betragsjahre um auf 150.000 Euro Rentenbeiträge zu kommen.

  9. Ich bin mir sicher, daß PI mit der Veröffentlichung dieser Schweinerei maßgeblichen Anteil an deren Scheitern hat. Für die Blockparteien wird die Luft immer dünner und das gut so, liebe Genossen und Genossinnen!

  10. Dortmunder Buerger 26. April 2018 at 16:24

    30-40.000 Verhaftungen.

    Ich fürchte der Staat BRD ist so korrupt, dass es am Ende eher 300-400.000 Verhaftungen sein werden um diesen Staat zu säubern. Wir haben 11.000 gemeinden in der BRD, bei nur 10 korrupten und politisch-kriminellen Politikern, Beamten usw. pro Gemeinde sind wir schon 110.000 Verhaftungen.

  11. An den Administrator von PI , Sorry meinen Kommentar vom 26. April 2018 at 16:51 – bitte mit diesem löschen, da ich den folgenden Artikel offenbar missverstanden habe.
    *https://www.hna.de/lokales/witzenhausen/sontra-ort84631/versuchte-toetung-in-sontra-27-jaehriger-tritt-mann-gegen-kopf-9817746.html
    Noch weitere Fragen Frau Merkel, Herr Kauder und Gefolge. Laut Schulz, wertvoller als Gold.

  12. OT ich war eben in Kiel und hätte fast einen Unfall gehabt, ich schaute nämlich so die Wahlplakate der Parteien an.
    Schöne viele AfD Plakate. Dann sah ich ein Plakat mit einem Auto drauf und einer roten Hand. Darauf stand: Stopp! Hände weg von unseren Autos! Und jetzt kommt es…….
    Vo den Grünen! Soviel Frechheit und Lügnerei ist doch wohl nicht mehr normal!
    Kein Wunder dass ich fast an den Laternenpfahl gegahren wäre!

  13. Im Kampf für „Demokratie“,“Freiheit“,und „Gerechtigkeit“muss auch diese Sauerei vom Mainstream unter dem Tisch gehalten werden…

    Denn es würde der AFD=Opposition helfen und das,darf doch nicht Passieren.
    Wo kämen wir hin,wenn die Bevölkerung sich erdreistet das Hirn einzuschalten?

  14. @ INGRES 26. April 2018 at 16:50

    Heute ist Girls Day und Boys Day….
    ———————————–
    Geschlechterrollen sind halt keine Erfindung. Schönes Video dazu:
    Harald Eia – Hjernevask – Das Gleichstellungsparadox
    https://youtu.be/B1U_sXZtIMU

  15. @machmalwas

    Fremdenfeindlicher Grund lag wohl nicht vor. Etwa zwei Kuf…cken, die sich in der Haare geraten sind?

  16. BePe 26. April 2018 at 17:03

    „Dortmunder Buerger 26. April 2018 at 16:24

    30-40.000 Verhaftungen.

    Ich fürchte der Staat BRD ist so korrupt, dass es am Ende eher 300-400.000 Verhaftungen sein werden um diesen Staat zu säubern. Wir haben 11.000 gemeinden in der BRD, bei nur 10 korrupten und politisch-kriminellen Politikern, Beamten usw. pro Gemeinde sind wir schon 110.000 Verhaftungen.“

    Da bin ich aber sowas von bei Ihnen. In meiner Heimatstadt gibt
    es kaum eine Strasse ohne Tiefbaustelle. Ein Clown wer komisches
    dabei denkt. >>“Ich will in Urlaub fliegen, brauchst du eine Baustelle“<< So ähnlich denke ich mir das hier. Unser Rathaus ist das Arroganteste was
    Deutschland zu bieten hat. Seit Jahrzehnten SPDFilz. Ich könnte noch
    weiter aber…

  17. Als ehrlicher Bürger hätte ich durch diese zweifelhafte Erlangung des extrem gut honorierten „Traumjob“ jeden Zahltag ein schlechtes Gewissen, aber wo kein Gewissen ist, kann’s auch nicht schlecht werden. Wünsche dem Herrn Barschel und seiner Familie ein noch langes und gesundheitlich und finanziell qualvolles restleben und ein warmes Plätzchen in der Hölle!

  18. Ich schätze, die Parteibonzen aller Altparteien spüren es schon auf der Haut, dass dieses Gelddrucken der EZB und damit verbunden hoch dozierte Pöstchen, die nur diese Klientel besetzen darf, innerhalb der nächsten Jahre den Bach herunter geht. Das sind die Voraussagen vieler „Experten“. Man will nur noch sein Schärflein ins Trockene Bringen und dann verschwinden, wenn es in DE zu brennen anfängt. Die Leidtragenden sind wie bei jeder Staatskrise immer diejenigen, die sich ohne Murren dem korrupten Staatsapparat verschrieben haben. Selber Schuld, wen es dann trifft..

  19. gerswind782 26. April 2018 at 18:06

    So ist, wenn dieser BRD-Laden zusammenbricht hauen die korrupten Alt-Parteibonzen alle ab ins Ausland.

  20. lang hier Lebender 26. April 2018 at 17:31

    Bestes Beispiel ist der Flughafen Berlin. Ich möchte mal wissen, wie viele der Millionen/Milliarden auf karibische Schwarzgeldkonten geflossen sind um sich für die Nach-BRD-Zeit abzusichern. Die wollen schließlich im Fluchtland auch einen gewissen Lebensstandard leben.

  21. Dortmunder Buerger 26. April 2018 at 16:24

    Zur Wiederherstellung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Deutschland werden nach der Wende etwa 30 – 40.000 Verhaftungen nötig sein. Nicht wenige davon in Köln.
    ————
    Hunderttausende wenn nicht gar Millionen Schreibtischtäter,Asylgewinnler,Flüchtlingshelfer etc. müssen habhaft gemacht und abgeurteilt werden.Zur abschreckung für kommende Generationen ist die Sippenhaft wieder zwingend ins StGB aufzunehmen.

  22. Pellkartoffel 26. April 2018 at 18:24
    Zustimmung in vollem Umfang! Ordnung muß wieder her, sonst wird es mit diesem Land nichts mehr.

  23. Vielen Dank an den Autor des Artikels Markus Wiener und das Informationsmedium PI-NEWS. Die im Artikel benannten Machenschaften in Verbindung mit einer offenen Diskussion öffentlich zu machen – genau deshalb gibt es PI-NEWS. Hinzu kommen viele, weitere Machenschaften in Deutschland, die hier gebührend ans Licht der Welt kommen. PI bleibt und macht helle!

  24. Köln! Was hilft Dir?

    In Köln explodierte Martin Börschel (SPD), nachdem er einen amerikanischen Bohneneintopf verspeist hatte. In den Straßen Kölns findet nun eine riesige Konfettiparade statt. Das Konfetti besteht, wie gut informierte Kreise berichten, aus einem Eintopf, der eine reichliche Einlage aus rot gepökelten Stinktierfleisch mit viel Grünzeug enthält. Bon appétit!

  25. Also irgendwie schaut es ja immer deutlicher danach aus, dass die Schamlosigkeit der Politiker genau in diesen Städten besonders intensiv ist, die shithole-mäßig besonders stark überflutet sind mit solchen Migranten, die nur schmarotzen, kriminell sind und nichts auf die Reihe kriegen.

    Berlin ist scheints die am schlimmsten Invasoren-überflutete Stadt: Die deutsche Bundeshauptstadt.
    Auch in Köln wüten die Invasoren besonders intensiv: Hauptstadt NRW.

    Ich suche mal nach Parallelen zwischen „bestimmten“ Politikern und „bestimmten“ Migranten:
    – kreativ-phantasievolle Auslegung von Recht und Gesetz
    – dass andere Menschen auch leben möchten, stört nicht nennenswert
    – wissen stets, dass sie allen anderen überlegen und überhaupt die absolut Größten sind
    …….
    …….

    Soll ich sagen, gleich und gleich gesellt sich gern?
    Oder soll ich sagen, die schaffen sich ein Umfeld, in dem sie weniger auffallen, weil Viele so sind wie sie selbst, und sie dann leichter „ihren“ Geschäften nachgehen können?
    Oder schaffen die – gott-gleich, wie sie sich finden – „ihre“ Gesellschaft nach „ihrem“ Ebenbild?
    Hmmm, mal überlegen …..

  26. Finde den Fehler: Wenn ein „schon laenger hier Lebender“ nach, sangwerma, vierzig Jahren Malochens arbeitslos wird, gibt es EIN JAHR lang ALG I, danach hallo ALG II — inklusive „naggisch mache“ und dem Ausgeben saemtlichen Vermoegens, weil es ja soooo teuer ist und den Staat sooo viel kostet.
    Gleichzeitig werden solche Luftpumpen mit Unsummen finanziert?! Ich muss kotzen!

  27. Der gleichnamige Enkel von Konrad Adenauer, der lautstark über die Rückgabe seines CDU-Parteibuches nachdenkt, brachte es wohl am eindringlichsten auf den Punkt: „Hatte der Fall Horitzky noch ein Geschmäckle, so hat der Fall Börschel richtig Geschmack, und zwar einen ganz schlechten, der mich zum Ausspucken zwingt.
    —–
    Diesen Horitzky-Fall n u r mit „Geschmäckle“ zu bedenken, ist eine Bagstellisierung, ein Schönreden eines Betruges auf Kosten der Allgemeinheit. Dass eine derartige Selbstbereicherung scheints nicht mal gesetzeswidrig ist, spricht Bände. Sittenwidrig ist es auf jeden Fall.
    Sorry, aber den Horitzky-Fall n u r mit „Geschmäckle“ zu bedenken, da weiß man auch woher der Wind weht (um mal die lieben „Volksfreunde“ zu zitieren).
    Sorry. Auch die Horitzky-Selbstbereicherung muss von Irgendjemandem berappt werden. Dieses Geld wird auch Armen weg genommen, die ihrer Lebtag lang solide gearbeitet haben.

Comments are closed.