„Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass“ gibt es nicht

Kritik an Israel und Trump ist verfehlt

Von BEOBACHTER | Was ist mir näher: das Hemd oder die Hose? Beides zusammen geht nicht. Ich muss mich schon entscheiden. Und ich entscheide mich für Israel und die USA.

Ich brauche dazu nicht die WELT oder die Süddeutsche als Argumentationshilfe. Die klare Kante, die Trump Richtung Iran gezeigt hat, genügt mir vollauf. Ich konnte mir in den vergangenen Jahren ein Bild von Obama, Merkel und die EU-Schranzen machen. Wer hat uns durch Appeasement und Laissez faire in den Dreck geritten? Warum sollen diese politisch korrekten Politiker plötzlich ihre Nachgiebigkeit und Blauäugigkeit beim Iran-Deal abgelegt haben?

Mich überzeugen deshalb Trumps Argumente für eine Aufkündigung des Atomabkommens mit dem Iran als da sind: der Iran bastelt weiter an seiner Bombe, unterstützt den Terror weltweit und hat an der israelischen Grenze seine Legionäre stationiert. Und lacht sich scheckig über die Dummheit der westlichen Vertragspartner. Traurig finde ich nur, dass Deutschland, Frankreich und die EU nicht geschlossen mitziehen.

Ich gehöre noch zu der Generation, die den Nato-Doppelbeschluss miterlebt hat. Hunderttausende hatten sich damals in Bonn versammelt, um für eine Idiotie ersten Ranges zu demonstrieren: Wir rüsten lieber Raketen ab, anstatt die Kommunisten zu beleidigen. „Lieber rot als tot“, hieß es damals. Wäre nicht Helmut Schmidt (SPD) als Kanzler hartnäckig gegen seine eigene Partei gewesen, wäre die Weltgeschichte vermutlich anders gelaufen.

Zweitens fällt mir der amerikanische Präsident Ronald Reagan ein. Was hat nicht die internationale Elite auf den „Cowboy“ eingeprügelt. Dieser Mann hat letztlich durch seinen „Krieg der Sterne“ das marode kommunistische System zum wirtschaftlichen Zusammenbruch gebracht. Er gilt heute als einer der herausragenden Präsidenten Amerikas und hat uns den Weg zur Wiedervereinigung geebnet. Schon vergessen?

Auch Trump wird als Spinner im Weißen Haus dargestellt. Kürzlich hieß es noch, er provoziere mit Nordkorea einen weltweiten Konflikt. Mittlerweile nähern sich Nord- und Südkorea an wie seit den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts nicht mehr. Die Chancen stehen so gut wie lange nicht, dass es hier zur weiteren Entspannung kommt. Hauptplayer in dieser Runde ist und bleibt Trump.

Wenn er jetzt mit dem Obama-Spuk ein Ende setzt, ist das nur folgerichtig. Seine Aufkündigung ist die Drohung an den Iran, die Finger von der Bombe zu lassen. Sonst gibt es Ärger. Mit Gutgläubigkeit und Entgegenkommen kommt man bei Koran-Staaten nicht weiter. Das sieht man doch täglich in Deutschland.

Und um die Eingangsfrage nochmals zu beantworten: Israel ist mir näher als der Iran. Wenn es sich bedroht fühlt und Raketen auf iranische Stellungen an seiner Grenze abfeuert – was ist dagegen einzuwenden? Was haben iranische Schergen überhaupt dort zu suchen? Auch hier hat Trump recht. Israel hat ein Recht auf Selbstverteidigung. Man muss ihm gewiss nicht alles kritiklos nachsehen, aber ein „Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass“ gibt es in der Politik nicht.