Streit um Islamschule

Waldbröl: Koranindoktrination statt Integration

Von MARKUS WIENER | Da staunten die etablierten Kommunalpolitiker des kleinen Städtchens Waldbröl im Oberbergischen Kreis (NRW) nicht schlecht. Anlässlich eines “Frühlingsfestes” des erst 2017 eröffneten Waldbröler Islaminternats für Frauen gab es statt verlogener Integrationsfolklore ziemlich ehrliche Ansagen des Verbandes Islamischer Kulturzentren (VIKZ): Weder waren offizielle Vertreter der Stadt eingeladen worden, noch wurden hierzulande übliche Verhaltensnormen vorgelebt. Stattdessen feierten Frauen und Männer islamkonform strikt voneinander getrennt und Gespräche zwischen Islamschülererinnen und Nichtmuslimen waren selbst an diesem Tag nicht möglich. Und das, obwohl der VIKZ doch vor Eröffnung des Internats mit Transparenz und Zusammenarbeit geworben hätte, so die weinerliche Klage etablierter Kommunalpolitiker in der Lokalpresse.

Wesentlich nüchterner und realistischer beurteilte da schon die islamkundige SPD-Politikerin und ehemalige Bundestagsabgeordnete Lale Akgün die Lage: „Ich würde die Schule weder als integrationsfreundlich noch -feindlich bezeichnen, weil sie mit Integration schlicht nichts im Sinn hat“.

Deutliche Kritik kam dagegen von der rheinland-pfälzischen AfD-Bundestagsabgeordneten Nicole Höchst: „Wie naiv und ignorant muss man denn sein, um den Islam nicht als das zu verstehen, was er ist? Er ist eine Ideologie im Deckmäntelchen einer dezentral geführten Religion. Was wird man wohl den jungen Mädchen dort beibringen?“

Die Frauen seien eben auch in Deutschland primär dem Islam unterworfen. Der deutsche Staat sei augenscheinlich nicht willens, ihre grundsätzlich verbrieften Rechte zu garantieren. „Wir Deutschen tolerieren uns zu Tode. Wir tolerieren sogar eine ‚Religion‘, die Frauen schlechter stellt als Männer.“

Das Internat sei keine Moschee oder Koranschule. „Interessiert sich hier keine Schulbehörde für Lerninhalte, -methoden und das vermittelte Wertegerüst? Werden die jungen Frauen dort auf ihre Unterwürfigkeit erzogen? Es wird Zeit, diesem gesetzeswidrigen Treiben auf deutschem Boden ein Ende zu bereiten“, so die AfD-Bundestagsabgeordnete Nicole Höchst.

Erinnert sei in diesem Zusammenhang an die sonst sehr strikten Vorschriften deutscher Behörden für private oder religiöse Träger von Bildungseinrichtungen. So schloss das Saarländische Bildungsministerium vor einigen Jahren zwei Schulen der fundamental-katholischen Piusbruderschaft wegen angeblichem Raummangel, wohingegen die Piusbruderschaft die Verfügung als “politisch-ideologisch motiviert” kritisierte und dagegen Klage einreichte.


Markus Wiener.
Markus Wiener.
PI-NEWS-Autor Markus Wiener schreibt bevorzugt zu Kölner Themen für diesen Blog. Der 41-jährige Politologe und gelernte Journalist ist parteiloses Mitglied des Kölner Stadtrates und der Bezirksvertretung Chorweiler. Seit über 20 Jahren widmet er sein politisches und publizistisches Engagement der patriotischen Erneuerung Deutschlands. Der gebürtige Bayer und dreifache Familienvater ist über seine Facebook-Seite erreichbar.