In Talkshows wie ein Fisch im Wasser

AfD-Abgeordnete Corinna Miazga empfiehlt sich für höhere Aufgaben

Von EUGEN PRINZ | Kein Zweifel, in den Talkshows der Kanäle des Mainstreamfernsehens werden jede Menge Wählerstimmen gewonnen oder verloren. Authentizität, Schlagfertigkeit und schnelles Schalten entscheiden hier über Sieg oder Niederlage in der Diskussion. Gutes Aussehen ist natürlich auch nicht abträglich.

All diese Voraussetzungen bringt die aus dem hohen Norden stammende Straubinger AfD-Bundestagsabgeordnete Corinna Miazga mit. Der Autor konnte sich in einem längeren Gespräch mit ihr davon überzeugen, dass sie zudem die Qualitäten eines volksnahen Politikers vom Schlage eines Guido Reil mitbringt. Wäre das anders, hätte sie es niemals geschafft, im tiefsten Niederbayern hart an der Grenze zum Bayerischen Wald als „Saupreiss“ von den dortigen Bürgern in den Bundestag gewählt zu werden.

Im Gespräch mit ihr merkt man sehr schnell: Diese Frau ist blitzgescheit, bodenständig, gesegnet mit Mutterwitz und nie um eine schlagfertige Antwort verlegen. Genial ist ihre in der Phoenix-Runde geäußerte Empfehlung an die CDU, sie möge im Parlament bei der AfD in die letzte Reihe gucken wo Frauke Petry sitzt, wenn man bei den Christsozialen nicht wüßte, wie man eine Parteivorsitzende abserviert, die nicht mehr das tut, was die Basis will.

Der bei einem Bayern im Umgang mit „Preissn“ gerne aufkommende Eindruck einer Überheblichkeit des Gegenübers verliert sich bei einem Gespräch mit Miazga recht schnell. Bei den kommenden Landtagswahlen in Bayern wird sich die CSU im Wahlkreis Straubing-Bogen warm anziehen müssen, um gegen den von Miazga geführten AfD-Kreisverband Straubing-Bogen/Regen punkten zu können.

Hier die komplette Phoenix-Runde: