Unser alter Nationalfeiertag

Der 17. Juni, Tag der Hoffnung

Von M. SATTLER | Der 17. Juni ist ein Tag des Zorns: er ist der Tag einer gerechten Erhebung gegen einen Staat, der seine Bürger nach Strich und Faden belogen und betrogen hat, einen Staat, der nur noch Ideologien ins Volk hinausposaunte und verlernt hatte, zuzuhören. Aus heutiger Sicht ist der 17. Juni aber auch ein Tag der Hoffnung.

Der 17. Juni 1953 brach der DDR das politische Rückgrat. Er war ein unüberhörbarer Aufschrei gegen das Unrecht, das den Deutschen im verlogenen Ideologiesystem der Partei „Die Linke“ (damals: SED) angetan wurde. Der 17. Juni war ein schriller, lauter Gegenton zu den Schönrednern der staatlichen Propaganda, er riss all den aufgeblähten Parteifunktionären, die angeblich nur das Beste für das Volk wollten, die scheinheilige Maske vom Gesicht. Fünf Tage, so lange der Aufstand anhielt, blickte die Welt in das wirkliche Antlitz dieses verkommenen Staates: die hässliche Fratze eines nur dem Machterhalt und dem Eigennutz einer überschaubaren Politclique dienenden Lügensystems.

36 Jahre und über 1600 sinnlose Tote an der innerdeutschen Grenze später sollte es nach dem 17. Juni 1953 noch dauern, bis das Kartenhaus der Lügenrepublik DDR endgültig in sich zusammenfiel. Eine erstaunlich lange Zeit für einen Staat, der seit dem 17. Juni seine geistige Überzeugungskraft so offensichtlich verloren hatte, einen Staat, der seine Macht seitdem nur noch auf Gewalt, Propaganda und Unterdrückung abweichender Meinungen stützen konnte. All dieser Aufwand jedoch, die Gewalt, die Propaganda, die Unterdrückung, hat diesem Staat letztlich nichts genützt. Selbst wenn der 17. Juni damals nicht die Kraft entfalten konnte, das verlogene System im ersten Ansturm niederzureißen, so hat er doch das Fundament dieses Systems bis in die Grundfesten erschüttert. Und wenn das Fundament nicht mehr trägt, fällt alles in Stücke.

Auch das Fundament unseres heutigen Ideologiestaats, der Bunten Republik, scheint in den letzten Jahren brüchiger geworden zu sein, obwohl äußerlich alles so wirkt, als seien die alten Betonköpf*innen mit ihrer Buntisierungsideologie nach wie vor fest im Sattel. Immer noch wächst in Deutschland nichts schneller als der Islam, holt das Regime jeden Tag 1000 Mann aus Sonst woher über die Grenze, lassen wir uns von Politikern als „Einheimische“ betiteln, lesen wir tagaus, tagein von verbrecherischen „Einzelfällen“, hinter denen sich laut Propaganda selbstverständlich keinerlei kulturelle oder politische Denkmuster verbergen. Und immer noch halten wir in der Öffentlichkeit lieber den Mund, als ihn sich uns zu verbrennen. Alles scheint wie immer in unserem großartigen Staat.

Und doch wirkt der Staat in letzter Zeit nervös. Es ist eine gewisse Unruhe zu spüren unter den Typen da oben, wie sie in dieser Deutlichkeit vor ein paar Jahren noch nicht zu spüren war: Eine Vorahnung vielleicht, dass die eigene Propaganda, wie 1953 die Propaganda der DDR, an Überzeugungskraft verloren hat, dass die Menschen die immer gleichen hinausposaunten Sprüche nicht mehr ohne weiteres abkaufen und das Fundament der eigenen Macht, das doch immer so stabil aussah, mit einem Mal feine Risse zeigt. Die Vorahnung, dass man eines Tages vielleicht auch ihnen, den Verantwortlichen für die heutigen Zustände, obwohl sie doch immer nur das Beste für das Volk wollten, die verlogene Maske vom Gesicht reißen könnte.

Der 17. Juni ist ein Tag des Zorns, aber er ist auch ein Tag der Hoffnung. 36 Jahre hat es gedauert, bis der Spuk zu Ende war, doch er kam zum Ende. 36 lange Jahre, in der so mancher die Hoffnung auf dieses Ende sicher schon verloren hatte – insbesondere nachdem der Aufstand von 1953 im ersten Anlauf gescheitert war. Aber letztlich siegt in der Geschichte der Menschheit stets die Wahrheit über die Lüge, die Freiheit über die Unfreiheit, und es siegt auch stets das Recht, wie es die Menschen tatsächlich als Recht empfinden, über jedes noch so ausgeklügelte staatliche Pseudorecht. Millionen vagabundierender Gestalten aus Afrika und Nahost im Eiltempo in Deutschland anzusiedeln, ganze Landstriche Deutschlands ethnisch umzukonstruieren – das kann gegenüber den Deutschen nicht Recht sein.

Der Lügenstaat der DDR ist untergegangen, der Lügenstaat der Bunten Republik mit seinen angeblichen „Flüchtlingen“, seiner „Herrschaft des Unrechts“, seiner Willkür, seiner Korruption, seiner Propaganda und den ganzen kaputten Typen an seiner Staatsspitze wird genauso wie die DDR auf dem Schrotthaufen der deutschen Geschichte enden. Daran besteht nicht der geringste Zweifel. Und es wird keine 36 Jahre mehr dauern. 24 Städte beteiligen sich heute am Tag der Patrioten, um diesen Vorgang zu beschleunigen.