Nach der Pleite ist vor dem Sieg

DEUTSCHLAND: Es kann nur einen geben …

Von PETER BARTELS | Es hat eine Zeit nach Hitler gegeben … Es hat eine Zeit nach Honecker gegeben … Es wird eine Zeit nach Merkel geben … Und es gibt eine Zeit nach der Türkischen Wasserpfeife Löw: Es kann nur einen geben … Jürgen „Kloppo“ Klopp!!

Es hat im deutschen Fußball eigentlich immer nur EINEN gegeben: EINEN Herberger. EINEN Beckenbauer. Gut, einen Rudi Völler auch. Aber der war und ist eigentlich nur kurz und kuschelig gewesen. Nein, in Wahrheit waren es nur „Die Zwei“ – der Seppl und der Franzl. Schön, der Helmut Schön, die „Mütze“ … Jupp Derwall, die Silberlocke … „Börti“, der sogar Europameister wurde … Aber nach „Chef“ Herberger kam eigentlich nur noch „Kaiser“ Franz. Und der gleich dreimal: 1974 Weltmeister als Libero … 1990 Weltmeister als „Teamchef“… 2006 als Bringer der Weltmeisterschaft nach Deutschland. Da können die Hajos sich noch so deppelt in die Waden beissen…

Des Kaisers dritte WM blieb dann leider nur ein „Sommermärchen“. Und die Zeit von „Schneeweißchen“ Klinsi und „Rosenrot“ Jogi war vorbei. Es kamen die Jahre des Heizers auf der E-Lok: Joachim Löw, die Torte aus dem Schwarzwald, die zur Türkischen Wasserpfeife wurde.

Wie anderswo so auch im Fußball, gibt es die Generationen der Tsunamis der „Sturm und Drang“ und die „Fack ju Göhtes“ der lauen Winde. Fritz Walter und „Boss“ Rahn, Franz Beckerbauer und „Bomber“ Müller – das waren Stürmer und Dränger. Sie krönten sich, wie dereinst Napoleon, zum Kaiser, selbst zum Weltmeister. Gut, ohne Herberger hätte es das „Wunder von Bern“ nicht gegeben, ohne Beckenbauer den „Sieg von Rom“ nicht.

Als ausgerechnet „Rosenrot“ Jogi, der Eitle mit den schönen Waden, sich das Zepter des deutschen Fußball-Reiches millionenschwer in den Schoß „schwätzen“ ließ, schien sich gerade wiedermal in einem fernen Seebeben so ein Generations-Tsunami aufzuschaukeln: Ein neuer Müller fast wie der alte „Bomber“ … Ein Lahm, fast wie einst „Börti“, der Terrier, aber zusätzlich noch Flankengott wie Stan Libuda … Schweinsteiger, Kroos, Klose, Hummels, Neuer: Brasilien versank 7:1 in der Neuen Deutschen Welle, Argentinien mit 0:1 nur noch gerade eben. Aber Weltmeister! Glück gehört halt immer dazu. Oder Mario Götze …

Und schlau, wie „Badenser“ seit Senator Burda sind, der sogar mal für seine BUNTE den Nil blau färbte, schwamm Löw von Brasilien im Mainstream direkt ins neue, bunte Deutschland zurück. Özil for Orient, Boateng for Neighbour, Khedira for ever. Schließlich hatte er ja bald nach seinem kläglichen Scheitern beim VFB Stuttgart via Fenerbahce Istanbul und Adanaspor (Du nicht wissen? Ich auch nicht …) die Türkei kennen, lieben und vergöttern gelernt. So lag es auf der Hand, dass der Hofstaat der Nickesel, mit dem er sich umgab, ihm jeden Multikulti-Wunsch erfüllte: Merkel-Raute auf dem Hemd, statt Schwarz-Rot-Gold auf dem Nationaltrikot, „Mannschaft“, statt Nationalmannschaft. Moslemisches Murmel-Murmel, statt Hymne.

Der Frosch mit der Erdowahn-Maske hatte die Tore in Brasilien eh schon für Allah und Türkschland geschossen. Der andere war ebendort und bei Bayern längst zum „Nachbarn“ geworden. Fehlte nur noch Gündogan, der sich jetzt bei der Türken-Wahl als Gündowahn outete. Borussia Dortmund hatte das Kerlchen mit AKP-Bärtchen bei vollem Gehalt ein Jahr krankfeiern lassen. Wofür er sich dann mit einem Millionen-Abgang zu Manchester City „bedankte“. Überhaupt: Türken für Deutschland – das gefiel dem sich anbahnenden Sultan zwar nicht so sehr, aber seiner Milliardenbringerin Merkel, der Sultanine aus Berlin, um so mehr. Sah sie doch glubschäugig in der Kabine zur Rechten und zur Linken einen halbnackten Türken vor Scham fast niedersinken; der Bremer Roland mußte dazu extra auf’m Pferd ins Morgenland.

Jetzt also WM in Russland. Heissa und Hossa, statt Unternehmen Barbarossa. Deutschland marschiert, wohin der Ball rollt. Die Führerin wird schon kommen … Sie kam dann lieber doch nicht. Ein Zausel hinter den Sieben Bergen bei den CSU-Zwergen zwickte den Zwickel dann doch gar zu arg. Und ausserdem, waren die Helden von Brasilien vier Jahre älter, kälter, reicher und weicher geworden. Mexiko, Schweden und Korea…AUS. RAUS.

Deutschland kriegt jetzt höchstwahrscheinlich einen neuen Trainer. Es kann nur einen geben … Jürgen „Kloppo“ Klopp. Der konnte schon in Dortmund nicht nur schöner siegen. Der kann auch in Liverpool schöner jubeln. Ohne Schwarzwälder Kirsch. Aber mit Sahne. Wahrscheinlich sogar mit Sané. Nach der Pleite ist vor dem Sieg. Jetzt kommen die Jahre des Königs …

Und natürlich kriegt Deutschland jetzt höchstwahrscheinlich einen neuen Kanzler. Auch wenn der bayerische Zwicker Seehofer gestern Nacht bei Maische, der „Hilde Benjamin“ der ARD, und heute Morgen bei Ralf Schuler, dem letzten BILD-Reporter mit „Gesundem Menschenverstand“, vorheuchelte: „Ich kenne niemanden, der die Kanzlerin stürzen will!“

Die AfD schon: Halb Deutschland!!

Nach der Dürre kommt der Regen. Und vielleicht endlich die Rettung Deutschlands…


Ex-BILD-Chef Peter Bartels.
Ex-BILD-Chef Peter Bartels.

PI-NEWS-Autor Peter Bartels war zusammen mit Hans-Hermann Tiedje zwischen 1989 und 1991 BILD-Chefredakteur. Unter ihm erreichte das Blatt eine Auflage von 5 Millionen. In seinem Buch „Bild: Ex-Chefredakteur enthüllt die Wahrheit über den Niedergang einer einst großen Zeitung“, beschreibt er, warum das einst stolze Blatt in den vergangenen Jahren rund 3,5 Millionen seiner Käufer verlor. Zu erreichen ist Bartels über seine Facebook-Seite!