Fiesta Mexicana

Deutschland? Pussies statt Panzer!

Von PETER BARTELS | Viele hatten es befürchtet … Manche gehofft … Andere wußten es vorher: Deutschland gegen Mexiko – es kann … darf … soll… nur einen Sieger geben: Mechiko! Die Jungs mit den Sombreros. Und die Azteken putzten tatsächlich den “Weltmeister” weg …

Schon als sie – die Augen umflort, die Hand auf dem Herzen – so leidenschaftlich ihre Hymne in den russischen Himmel schmetterten, als hätte Trump Mexiko endlich zum 51. Bundesstaat gemacht. Und langsam ergriff der Alp das beklommene Sonnengeflecht…

Und als dann Merkels Mannschaft, pardon, Jogi Löws Buben, wie üblich, die deutsche Hymne vor sich hin nuschelten, Froschauge Özil und “Nachbar” Boateng die Lippen wie üblich dank Erdowahn und Pattex fest geschlossen hielten, wußte “Mann” Bescheid: Nitschewo! Nix. Und es kam – nix. Thilo Schneider auf ACHGUT aus der Tiefe des Raumes: Pussies statt Panzer!

Dabei hatte sich der Thilo, wie der Peter oder der Gunter oder der Matthias, trotz allem ein Spiel voller “Leidenschaft, Kampf, Hingabe, Tempo und Schnelligkeit” erhofft. Das kam dann auch, allerdings von den Mexikanern.

Thilo für ACHGUT: Jaaa …“hätte die NATIONALMANNSCHAFT gespielt, dann hätte ich mich vielleicht geärgert, aber so war es ja nur die MANNSCHAFT, die sich ihrer Trikotfarben schämt…” Und dann lobt der Thilo – der Peter, der Gunter, der Matthias schließen sich an:

Die Mannschaft hat nämlich sehr integrativ gespielt. Alle zehn Mann und vielleicht auch Plattenhardt, hätte er mal den Ball gekriegt. Immer wieder bekommen sowohl Özil, als auch andere Nicht-Mannschaftsmitglieder den Ball, um Wertschätzung und Respekt auszudrücken. „Die Mannschaft“ ist nämlich sehr nett und sieht gut aus, und alle Frisuren haben bis zum Schluss gehalten. Haltung ist heutzutage sehr wichtig. Özil hat das eindrucksvoll unter Beweis gestellt und seine Antwort auf dem Platz gegeben. Leider war von der Antwort nichts zu hören, aber dafür war von ihm ja auch nichts zu sehen, da gleicht sich das aus. Wahrscheinlich wollte er lieber Türken als Deutsche anspielen, aber da war er ja alleine auf dem Platz. Gündogan war vermutlich am T-Shirt-Signieren.

Und so kam, was immer kommt, die Zuschauer – daheim am Fernseher, die mit dem schwarz-rot-goldenen Fahnenmeer im Stadion – wurden still. Und prompt “gerät die ehemalige Nationalmannschaft nach 35 Minuten mit 1:0 ins Hintertreffen. Und die deutschen Zuschauer sind endlich einmal einheitlich einer Meinung: nämlich, dass das verdient ist. Von den Mexikanern.”

Was blieb ist Staunen und Starren, “trostlos”, wie der Thilo schreibt:

Die MANNSCHAFT, deren nationaler Vorgänger sich die Weltmeisterschaft erspielt (und erkämpft!) hat, paddelt vor sich hin, es hagelt Fehlpässe, das Spiel ist langweilig, dröge und witzlos … Wer heute Abend Mexikaner ist, der hatte viel zu lachen und zu feiern. Einen derart zerfahrenen Hühnerhaufen hat man von einer deutschen Nationalmannschaft selten gesehen.

Dann schreibt der ACHGUT-Autor wahrscheinlich Millionen aus dem Herzen, Merkel und ihrer künftigen GRÜNEN Koalitionspartnerin Claudia Roth natürlich nicht:

Früher als „die Panzer“ bezeichnet, heute „die Pussies“. Aber die (Nationalmannschaft!) steht ja auch nicht auf dem Platz. Bei der „Mannschaft“ läuft eben ein ganz anderer (Werbe-)film. Fazit: Früher wurde die Nationalmannschaft von der internationalen Sport- und Schrottpresse respektvoll und auch ein wenig ängstlich als „die Panzer“ bezeichnet, heute dürfte „die Pussies“ noch eine der netteren Bezeichnungen sein. Und da nehme ich Toni Kroos und Marko Reus ausdrücklich aus. Wenigstens die beiden haben es ehrlich versucht.

Und auch dieser Satz spricht – außer Merkel und Roth – natürlich wieder Millionen aus dem Herzen:

Wenn die deutschen Fans die repräsentativste und politisch korrekteste „Mannschaft“, die Deutschland je hatte, nicht bedingungslos unterstützen, dann muss man sich auch nicht wundern, wenn die Internationalspieler keine Lust haben, sich die Frisur in Zweikämpfen kaputtzumachen…

Seufz … Fritz Walter? Boss Rahn? Kaiser Franz? Bomber Müller? Lodda, der Dribbel- und Weiberheld? Nationalmannschaft? Schlachtenbummler? Deutschland vor, noch ein Tor!? MANNSCHAFT statt Nationalmannschaft! Pussies statt Panzer! Regenbogen statt Schwarz Rot Gold. Hallöchen Popöchen!!


Ex-BILD-Chef Peter Bartels.
Ex-BILD-Chef Peter Bartels.
PI-NEWS-Autor Peter Bartels war zusammen mit Hans-Hermann Tiedje zwischen 1989 und 1991 BILD-Chefredakteur. Unter ihm erreichte das Blatt eine Auflage von 5 Millionen. In seinem Buch „Bild: Ex-Chefredakteur enthüllt die Wahrheit über den Niedergang einer einst großen Zeitung“, beschreibt er, warum das einst stolze Blatt in den vergangenen Jahren rund 3,5 Millionen seiner Käufer verlor. Zu erreichen ist Bartels über seine Facebook-Seite!