Das linke Universum

Die Angreifer in der Opferrolle

Von CANTALOOP | Das zutiefst gespaltene Deutschland im Jahre 13 nach Merkel kann wohl als ein deutliches Sinnbild  unterschiedlichster Wahrnehmungen innerhalb der indigenen Bewohnerschaft begriffen werden. So sehen links- und grünorientierte Zeitgenossen die Aufnahme von Millionen  kulturfremder junger Männer als weitgehend unproblematisch an, um im Umkehrschluss jeden, der es wagt, an diesem „humanitären“ Sozialexperiment auch nur verhaltene Kritik zu üben, aufs Heftigste zu attackieren.

Freundes- und Bekanntenkreise richten sich neu aus. Maßgeblich dabei ist die persönliche Einstellung in der Flüchtlingsfrage bzw. der Merkelpolitik. Simplifiziert ausgedrückt; dafür oder dagegen, 0 oder 1. Die Entscheidung zur Kommunikation und Austausch erfolgt zwischenzeitlich wie durch einen Binärcode. Berufliche und bürgerliche Existenz können jederzeit ernsthaft bedroht sein, trägt man die „falsche“ Gesinnung zu manchen innenpolitischen Obliegenheiten. Wer sich berechtigte Sorgen um Zukunft und Wohlstand macht, gilt als spießig und ewiggestrig. Alleine der Begriff „Heimat“ bringt Grüne wie Linke gleichermaßen in Wallung. Wie durch ihren 68er-Guru Adorno einst propagiert, gilt jedwede Kritik an fremden Kulturen per se als „rassistisch“, selbst dann, wenn sich diese als feindlich gegenüber der eigenen Kultur erweisen.

Einhergehend damit sind wohl auch sämtliche Verhaltensmaßregeln, die problematisch für eine Gesamtgesellschaft sind, deren Wohlstand auf Bildung, Leistung und Wertschöpfung beruht. In unseren links-„liberalen“ Kreisen wird das auskömmliche Leben, Friede und die Innere Sicherheit als vollkommen normal hingenommen, alldieweil man davon ausgeht, dass dies auch für immer und alle Zeiten so bleiben wird.

Ideologie und Einfalt als Selektionsvorteil

Man schafft durch diese sozialistisch angehauchten Paradigmen weitgehend lebensunfähige und zutiefst unselbstständige Menschen, die sowohl eine finanzielle als auch eine moralische Alimentierung des politischen Systems benötigen – und selbigem, vulgo Merkel – ihres Zeichens die Chefin aller Linksparteien, blindlings vertrauen. Devotes und stets deeskalierendes Verhalten wird den jungen Deutschen schon von Kindesbeinen an beigebracht, gleichwohl bekommen sie als Ausgleich ab und zu ein Ventil, durch das sie auch offiziell ihren angestauten Frust ablassen können. Dieses heißt bekanntermaßen AfD, Trump oder Orbán – je nachdem, gegen die man ungehemmt stänkern, schimpfen und protestieren darf und sich dabei noch der Achtung seiner gleichgesinnten Mitbürger sicher sein kann.

Im links-„liberalen“ Resonanzraum mischen sich die Ethnien

Für den Islam, für die als „Flüchtlinge“ Bezeichneten und gegen die eigene Heimat Position zu beziehen – sowie vor allem gegen die eigenen, andersdenkenden Landsleute zu votieren, das gilt hierzulande im Jahre 2018 als politisch und gesellschaftlich opportun. Wer links denkt, fühlt und handelt, kann eigentlich gar nichts falsch machen. Alle anderen versucht man, bei kleinsten Vergehen so hart wie nur möglich zu bestrafen, um sie ebenfalls „auf Linie“ zu bringen. Und ja; links und liberal sind im Grunde Begrifflichkeiten, die man eigentlich nicht in einem Wort zusammenfassen darf, da sie sich per Definition selbst ausschließen.

Es steht gar zu befürchten, dass seitens des Staates das Strafmaß für einheimische, aber gesinnungstechnisch unkorrekte Bürger wegen Bagatellen im gleichen Maße angehoben wird, wie analog dazu der institutionelle Kontrollverlust infolge unkontrollierter Masseneinwanderung zunimmt. Somit will der Rechtsstaat eine Handlungsfähigkeit suggerieren, die längst nicht mehr vorhanden ist. Man richtet der Einfachheit halber nur noch diejenigen, derer man habhaft wird.

Die „BAMF“-Affäre

Unsere geschätzte Kanzlerin lässt sich auch in der aktuellen, von Bremen aus induzierten Asylvergabe-Diskussion, die immer größere und erschreckendere Dimensionen annimmt, wieder einmal sehr viel Zeit, bevor sie ihre wohlfeilen Unverbindlichkeiten, im Pluralis Majestatis gehalten – in dieser unangenehmen Causa zum Vortrage bringt. Als eine Reminiszenz an die Neuzeit nun auch im beliebten „easy-deutsch“. Wenngleich in gewohnt leiernder und unprononcierter Sprechart. Viele Worte, keine Inhalte, keine Substanz. Man ahnt schon, was da kommen mag, bevor sie auch nur ein Wort ausgesprochen hat. Bedeutungslose Textbausteine mit bekannt einschläfernder Wirkung, die beliebig aneinanderzureihen sind.

Die Führerin der vereinigten Linken hat somit im Laufe der Jahre sowohl ihren eigenen Duktus, als auch ihre Periodizität perfektioniert. Mit Erfolg; sie stößt damit auf breite Zustimmung innerhalb der Parteien– und auch der Medienlandschaft von ganz links außen, bis hin zu einst konservativen Demarkationslinien. Ein bemerkenswerter Spagat, zugegebenermaßen, der noch keinem Kanzler zuvor gelang. Alle scheinen irgendwie auf „ihrer Seite“ zu sein.

Per ordre de mufti

Ihre zentrale Botschaft lautet demnach: ihr könnt alles tun, was ihr wollt in diesem Land. Wenn es nur sozialistisch, grün oder muslimisch motiviert ist – und der Kanzlerinnen-Partei genehm. Alles andere ist unzulässig.

Bei aller kultureller Diskrepanz: wo sich deutsche Linke und muslimische Einwanderer weitgehend einig sind, abgesehen von ihrer notorischen Gereiztheit, ist ebenso utopisch wie weltfremd zugleich, nämlich den angestrebten leistungs- und anstrengungslosen Wohlstand, den die beiden ansonsten grundunterschiedlichen Gesellschaftsschichten durchzusetzen im Begriff sind. Wenn man sie denn lässt.