Polizei machtlos - erst wenn "etwas passiert" kann was passieren

Eschede: „I kill you!“ Sudanese bedroht seit Monaten junge Mutter

Von L.S.GABRIEL | Sabrina Wind lebt mit ihrer zehnjährigen Tochter in einem Mehrfamilienhaus in Eschede bei Hannover. Im Nachbarhaus befindet sich eine Unterkunft der Gemeinde, in der neben Sozialfällen auch Gäste der Kanzlerin betreut werden. Im Oktober 2016 zog dort auch der Sudanese Tamim O. ein. Seither ist das Leben der jungen Frau der reinste Horror. Sie hat Todesangst, fürchtet um das Leben ihrer Tochter, wurde durch den Psychoterror des „Schutzsuchenden“ krank und verlor sogar ihren Arbeitsplatz. Monatelang bat sie die Polizei, die Gemeinde und Behörden um Hilfe. Stattdessen wurde ihr gesagt, sie solle eben ihre Fenster schließen, sich Ohrenstöpsel in die Ohren stecken, am besten nicht rausgehen und den stets betrunkenen Afrikaner bloß nicht durch ihre Anwesenheit provozieren.

Wenn er betrunken ist, was er meistens ist, belästigt er nicht nur Sabrina Wind, sondern tyrannisiert die gesamte Nachbarschaft. Auch im Supermarkt fiel er schon durch Belästigung der Mitarbeiter auf. Einmal habe er sich dort in Kriegsposition auf den Parkplatz gelegt und mit einem imaginären Maschinengewehr auf Passanten „geschossen“.

„I love you!“ – „I kill you!”

Monatelang grölte der Sudanese fast Nacht für Nacht betrunken vor Sabrina Winds Haus herum. Erst suchte die junge Frau das Gespräch mit ihm und bat um Rücksicht. Das aber fokussierte den angeblich sich nach Frieden Sehnenden erst recht auf die junge Frau. Von nun an plärrte er Liebesbekundungen in Richtung ihrer Fenster. Stundenlang  schrie er ihren Namen und, dass er Sex mit ihr wolle, reagierte auf jeden, der ihr zu nahe kam, sie berührt, extrem aggressiv, sogar auf ihren Hund, als der sie berührte.

Als sie dann immer öfter die Polizei rief, auch weil ihre Tochter sich kaum noch vor die Tür traute, Freundinnen des Mädchens nicht mehr zu Besuch kommen wollten, wurde aus „I love you“ – „I kill you“. In Richtung der Kinder, machte er immer öfter eine Geste gegen seinen Hals, um das Durchschneiden der Kehle zu bedeuten. Er bedrohte auch andere Gemeindebewohner mit Holzlatten und ähnlichen Gegenständen.

Da kann man halt nichts machen – „arm und traumatisiert“

Indes wurde die junge Frau in ihrer Verzweiflung von einer Stelle zur nächsten gereicht. Die Polizei fühlt sich über das Wegweisen des Mannes hinaus, nicht zuständig. Ein Pressesprecher der Polizei Celle stammelt bei einem persönlichen Vorsprechen Winds nur hilflos herum, dass man da eben nichts weiter machen könne, als dafür zu sorgen, dass in der jeweiligen Situation akut einfach mal Ruhe einkehre.

Seitens der Gemeinde hieß es auch, man könne da nichts machen. Bürgermeister Günter Berg zufolge habe die Kommune keine Möglichkeit darauf einzuwirken. Dafür spricht er von einem Shitstorm, den man abbekäme, wenn man versuche etwas dagegen zu unternehmen. Uta Labudde, Integrationsbeauftragte von Eschede, mit Charaktereigenschaft Dumm-GutmenschIn interessiert offensichtlich das Leid der terrorisierten Frau nicht im Geringsten. Sie jammert nur darüber, dass der arme Mann daheim in der Armee gedient habe (also das Kehledurchschneiden sicher beherrscht) und daher sehr traumatisiert sei. Seine „Ausfälle“, wie sie den Terror nennt, würden Ausdruck seiner Schuldgefühle sein.

Aufgrund der ständig bedrohlichen Situation zuhause und ihrer Angst um ihre Tochter wurde Sabrina Wind krank. Sie leidet an einer Angststörung, Schlaflosigkeit und traute sich oft wochenlang gar nicht mehr aus dem Haus. Durch die gehäuften Krankenstände verlor sie dann auch noch ihren Arbeitsplatz.

Die Frau, fast schon am Ende ihrer Kraft, gab aber nicht auf, protokollierte und sammelte Beweise für den Terror, dem sie und die Nachbarschaft ausgesetzt war, und erwirkte schlussendlich im August 2017 ein Gewaltschutzurteil. Der Aggressor darf sich ihr nur noch auf 50 Meter nähern. Bei Zuwiderhandlung drohten ihm 250.000 Euro Strafe (die er ohnehin nicht bezahlen kann) oder ersatzweise ein halbes Jahr Gefängnis. Außerdem solle er in einer Tagesklinik untergebracht werden. Ein Richter aber entließ ihn von da schon nach zehn Wochen wieder, weil er ihn für zurechnungsfähig erachtete.

Problem verlagert – der Terror geht weiter

Nun kam die Gemeinde auch endlich in Fahrt und macht was? Sie verlagerte den Problemgast ins drei Kilometer entfernte Nachbardorf. Dort tyrannisiert er jetzt die nächste Familie, schreit immer noch nach Sabrina und droht sie zu töten. Auch die neue Familie, die nun mit ihm Wand an Wand leben muss und deren Tochter nachts schreiend aufwacht, weil „der Mann so einen Lärm macht“, bekam gute Ratschläge wie Sabrina Wind: Fenster zu, drinnen bleiben, nicht durch Anwesenheit provozieren!

Der Versuch der Gemeinde, ihn in einer Entzugsklinik unterzubringen scheitert daran, dass er das eben nicht will. Ulla Labudde meint, das müsse man verstehen, denn eine Klinik erinnere ihn an ein Gefängnis.

Das kann man einem Gast der Kanzlerin natürlich nicht zumuten.

Wie wir von vielen „Einzelfällen“ mittlerweile wissen, kann dieses „I kill you“ ganz rasch mit dem Tod einer Frau enden. Jüngst bewies das Mourtala Madou, als er in Hamburg Sandra P. abschlachtete und ihre kleine Tochter köpfte.

Es ist zu befürchten, dass auch die Chancen für Tamim O. gut stehen, seine Drohungen wahr zu machen, denn das Annäherungsverbot für den Sudanesen endete im Februar. Sabrina Wind, ihre Tochter und nun auch die neue Familie in seiner Nachbarschaft leben weiter in Angst, weil man da halt nichts machen kann. Wie sagte die Kanzlerin: „Nun sind sie halt da.“

Hier das Video von Akte 20.18 vom 29.5.2018 zu dem Fall: