Nach Tod von sechsjährigem Mädchen in Uniklinik

Köln: Serbischer Familienclan droht Chefarzt mit dem Tod

Dass es Ärger gibt, wenn „Flüchtlinge“ oder Mitglieder von „Großfamilien“ unzufrieden sind mit Unterkunft oder Verpflegung (zum Beispiel bei fehlendem Schokopudding), ist hinlänglich bekannt.

Ein weniger beachteter Aspekt beim anspruchsvollen All-inclusive-Publikum ist die ärztliche Versorgung. Hier wird von Deutschland als Minimum eine optimale Versorgung und sodann vollkommene Genesung erwartet.

Was passiert, wenn das nicht gelingt, konnte jetzt in Köln studiert werden. Der FOCUS berichtet:

Rund 200 Angehörige einer serbischen Großfamilie haben den Chefarzt der Kölner Uni-Klinik bedroht. Eine Tochter (6) der Großfamilie wurde in der Uniklinik wegen eines angeborenen Herzfehlers operiert, überlebte den Eingriff nicht. […] Ein Onkel des Mädchen erklärte dem EXPRESS: „Die Kleine wurde zum vierten Mal am Herz operiert. Der Arzt sagte nach der OP, dass alles gut verlaufen sei.“

Das wertete die Großfamilie wohl als Garantie-Versprechen, dass ihre Erwartungen an das deutsche Gesundheitssystem erfüllt worden seien. Umso größer waren Enttäuschung und Wut auf die Deutschen, als die schwache Gesundheit des Clan-Mädchens ihr nicht gegen schwere Komplikationen half:

Doch einen Tag später, am vergangenen Donnerstag, soll es zu Komplikationen gekommen sein, bei der das Kind durch einen Sauerstoffmangel schwerste Hirnschäden bekommen habe. Das Mädchen war danach verstorben.

Schwere Hirnschäden hat auch beinahe der gesamte Rest der Großfamilie. Offensichtlich war einer noch des Lesens kundig und entzifferte den Namen des Chefarztes am Eingang des Krankenhauses. Den meinte man daraufhin für den Tod des Mädchens verantwortlich machen zu müssen, sein Tod wurde gefordert (beziehungsweise angedroht). Dass der Chefarzt des Krankenhauses mit der OP des Mädchens überhaupt nichts zu tun gehabt hatte, war da von untergeordneter Bedeutung und erschloss sich den Anwesenden auch nicht.

20 Streifenwagen der Polizei reichten diesmal noch aus, um Krankenhaus und Chefarzt vor dem Zorn der Großfamilie in Schutz zu nehmen. Fortsetzung folgt.