Fünf Monate warten auf einen Termin beim Kinderarzt

„Boomtown“ Norderstedt: Mangel an Ärzten oder Kinderüberschuss?

Ein katastrophaler Mangel an Kinderärzten herrscht im Nordosten von Hamburg in der Region um Norderstedt und Ahrensburg. Der NDR beschreibt die Situation am 16.07. drastisch:

Am frühen Nachmittag in einer Gemeinschaftspraxis in Norderstedt-Mitte: Ein paar Eltern warten mit ihren Kinder an der Hand oder auf dem Arm im Flur vor dem weiß-grünen Empfangstresen. Die Telefone klingeln kontinuierlich. Vier bis fünf Praxismitarbeiterinnen sitzen mit Headsets vor Computern, füllen gelbe Untersuchungshefte aus und führen Kinder und Jugendliche aus den bunten Wartezimmern hinein in die Behandlungsräume. Eine Mutter, die ihren Namen nicht nennen möchte, fragt nach einem Termin: „Wir sind gerade erst vor ein paar Wochen nach Norderstedt gezogen und müssten zu Vorsorgeuntersuchung.“ Die Mitarbeiterin am Empfang schüttelt den Kopf: „Es tut uns leid. Aber wir nehmen zurzeit keinen neuen Patienten auf. Vielleicht versuchen Sie es noch einmal im Herbst?“

Die Engpässe, so der Bericht weiter, sind der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) bekannt. Ein Sprecher sagt, dass Handlungsmöglichkeiten unter anderem aufgrund bundesgesetzlicher Vorgaben begrenzt seien.

Außerdem kosten zusätzliche Ärzte die Kassen Geld. Da werde genau hingeschaut.

Fakt ist: Die KV hat den gesetzlichen Auftrag, die ambulante ärztliche Versorgung sicherzustellen. Und: Für die Bedarfsplanung ist vereinfacht gesagt der Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen verantwortlich.

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte spricht von einem „Schwarzer-Peter-Spiel“ und sagt, dass es noch nie eine flächendeckende Versorgung durch Kinder- und Jugendärzte gegeben habe.

Doch wieso spitzt sich die Lage dann gerade jetzt so zu? Ein paar spärliche Erklärungen werden vom NDR nur angedeutet:

• Ärzte gehen in den Ruhestand, wird Mutter Bente Matzen zitiert. Aber das war schon immer so. Werden keine neuen ausgebildet?
• Der Speckgürtel nordöstlich von Hamburg sei eine „Boomregion“, sagt Arzt Dr. Christian Breuer. Bis zu 200 Patienten kämen täglich in die Praxis.

Frage: Welche Industrie boomt denn da so sehr, dass Eltern mit ihren Kindern dorthin ziehen? Das sagt der Arzt nicht und der NDR fragt ihn auch nicht und stellt selbst keine Überlegungen an.

• Ein dritter Grund: Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung GKV erklärt die Engpässe mit einer „Vollkasko-Mentalität der Eltern“, die „wegen kleinster Wehwehchen zum Arzt gehen“.

Also eine gleiche Anzahl Eltern geht jetzt häufiger zum Arzt als früher. Kann es auch sein, dass eine größere Anzahl Eltern gleich viel zum Arzt geht, und dass der „Boom“, von dem der Arzt spricht, ein „Baby-Boom“ ist, den wir (besonders) seit 2015 erleben?

Die Deutschen bekommen weiterhin wenige Kinder; die von Merkel und der SPD-Hilfstruppe ins Land geschwemmten „Flüchtlinge“ dagegen drei bis vier Mal so viel. Es fällt auf, dass der NDR sich bei der Beschreibung der Ursachen zurückhält. Er lässt Betroffene mit Erklärungen zu Wort kommen, anstatt selbst zu recherchieren, wie hier „Angebot und Nachfrage“ plötzlich so durcheinander geraten sind.

Sollte ein Grund, vielleicht der wesentliche, in der Zunahme ausländischer angeblicher „Flüchtlingskinder“ bestehen, die eine kinderlose psychopathische Matrone unersättlich und fortgesetzt ins Land zu sich nach Hause ruft? Dann darf der Grund natürlich nicht genannt werden, und das würde die Beschränkung des NDR erklären, der Betroffene mit Erklärungsversuchen zu Wort kommen lässt, aber nahe liegende Erklärungen aus ideologischen Rücksichtnahmen beiseite lässt.

Darauf deutet auch ein weiterer unscheinbarer Umstand in dem Bericht hin: Während sonst bei jeder Reportage Wert darauf gelegt wird, dass ein „bunter“ Querschnitt der Bevölkerung zu Worte kommt, also mindestens ein Schwarzer, Türke oder Araber, mit eingeblendetem Namen, geschieht dies hier überhaupt nicht.

Ausschließlich deutsche Eltern und Kinder werden vom Fotografen Robert Tschuschke in der Bilderstrecke in Szene gesetzt:

  • Alexandra Kelting (r) mit ihrem Sohn Mika im Flur eines Krankenhauses.
  • Edina Bartels mit ihrem Sohn Linus in einer Arztpraxis.
  • Marianne (l) und Jacob Steinfeld aus Hamburg im Wartezimmer der Arztpraxis in Ahrensburg.
  • Bente Matzen mit ihren Söhnen Johannes und Christian im Wartezimmer bei Dr. Breuer in Norderstedt.

Kein Ali und kein Mustafa werden genannt und auch keine Fatima oder Zeynab. Soll hier mal wieder ein „falscher Eindruck“ vermieden werden? Aufschluss könnten statistische Ergebnisse liefern, inwiefern sich etwa die Zahl der Kinderpatienten in den Arztpraxen durch die Flüchtlingskrise oder ein anderes Gebärverhalten bei Ausländern erhöht hat. Nur werden solche Zahlen weder veröffentlicht noch überhaupt erhoben.

Vielleicht schildern ja einige unserer Leser im Kommentarbereich ihre Erfahrungen, die sie als Eltern bei Kinderärzten in der betroffenen Region oder auch anderswo gemacht haben und helfen so mit, die Ursachen für die katastrophalen Zustände zu finden und beim Namen zu nennen.