Interview mit dem Quantenphysiker Dr. rer. nat. habil. Norbert Schwarzer

Der Quantencomputer – die Wasserstoffbombe der Kommunikationsüberwachung (Teil 2)

Von EUGEN PRINZ | Im ersten Teil des Artikels wurde der Versuch unternommen, die Funktionsweise der Quantencomputer allgemein verständlich darzustellen. Im Grunde genommen ist es aber nicht unbedingt erforderlich zu wissen, wie eine Maschine genau funktioniert, Hauptsache man kennt ihre Einsatzmöglichkeiten und ihre Leistungsfähigkeit. Um hier Licht ins Dunkle zu bringen, was Quantencomputer betrifft, hat sich PI News einen (er wird das Lob nicht gerne lesen) der wohl kompetentesten Spezialisten zu diesem Thema gesucht, der in Deutschland zu finden ist:

Interview mit Dr. rer. nat. habil. Schwarzer

Herr Dr. Schwarzer, zunächst einmal vielen Dank, dass Sie sich die Zeit nehmen. Wer die Berichterstattung der Medien in den letzten Jahre aufmerksam verfolgt hat, wird festgestellt haben, dass das Thema „künstliche Intelligenz (KI)“ und Supercomputer immer mehr in den Fokus des Interesses sowohl  in der  Wirtschaft als auch der Politik geraten ist. Der Staat gibt inzwischen viel Geld für Forschungen auf diesem Gebiet aus. Deshalb zunächst die beiden Fragen: Was ist künstliche Intelligenz (KI) und wie sieht der Supercomputer der Zukunft aus?

Dr. Schwarzer: KI ist ein von Menschen geschaffener Mechanismus, der durch unser Zutun selbst anfängt, zu denken und in der Lage ist, selbständig zu lernen. Und um Ihre zweite Fragen zu beantworten: Die Zukunftstechnologie auf dem Gebiet der Informationsverarbeitung sind ganz klar die Quantencomputer.

Erste Erfolge bei der Entwicklung von künstlicher Intelligenz gibt es ja schon, wie das Beispiel von Googles „Alpha-Go“ zeigt. Diese KI hat in dem Brettspiel „Go“ einen menschlichen Spieler geschlagen, was bisher als unmöglich galt. Man mag sich gar nicht ausmalen, was eine KI, die auf einem Quantenrechner basiert, alles zustande bringen würde. Gibt es da eigentlich schon praxistaugliche Modelle?

Dr. Schwarzer: Es gibt welche, z. B. das 20 Q-bits-System von IBM, aber ob man diese Teile bereits „praxistauglich“ nennen kann, wäre zu überlegen. Ja, diese Systeme laufen und man kann auf ihnen Aufgaben angehen, die mit normalen Computern nicht funktionieren, aber Otto Normalverbraucher  dürfte unter „praxistauglich“ wohl eher etwas zum „in die Hand nehmen“ verstehen und da sind wir noch nicht. Allerdings haben die Mächtigen dieser Welt in den letzten Jahren die Computertechnik als Waffe erkannt und so ist es nicht unwahrscheinlich, dass die Öffentlichkeit über die wahren Fortschritte in dieser Technologie genauso wenig informiert ist wie es die Welt in den 1940er Jahren über das deutsche Raketen- und U-Boot-Programm war.

Eine Internetrecherche hat uns gezeigt, dass Sie ein theoretisches Modell eines Quantencomputers entwickelt haben, der an Leistungsfähigkeit alles in den Schatten stellt, woran die anderen auf diesem Gebiet forschen.

Dr. Schwarzer: Nun, ich kann nicht für mich in Anspruch nehmen, die gesamte Forschung zu kennen, aber zumindest ist mir keine grundlegenderes Computermodell bekannt, als das, was ich aus Einsteins berühmten Feldgleichungen herausholen konnte. Ich nenne dieses theoretische Modell den „Einstein-Quanten-Computer“ (EQC), obwohl man besser Quanten-Gravitations-Gehirn dazu sagen sollte. Sowohl die „normalen  Computer“, die wir aus dem Alltag kennen und die seit Jahren immer mächtiger werden, als auch die Quanten-Computer sind nichts anderes als degenerierte Varianten dieses Quanten-Gravitations-Konzeptes. Ein Einstein-Quanten-Computer wird im Gegensatz zu herkömmlichen Rechnern und Quantencomputern nicht nur mit Zahlen, sondern auch mit Funktionen arbeiten.  Würde man statt der klassischen Konstruktionen das volle Potential der Möglichkeiten ausschöpfen, so würde jedes einziges Bit einer solchen Rechenmaschine die kalkulatorische Power eines ganzen Universums haben.

PI-NEWS: Unvorstellbar! Da müssen Ihnen doch die Investoren schon die Türe einrennen?

Dr. Schwarzer:  Ich kann mich nicht beklagen. Obwohl ich mich nicht darum bemühte, hat kürzlich eines der weltweit größten Unternehmen mit mir Kontakt aufgenommen und mich wissen lassen, dass sie in diesem Bereich konkrete Absichten verfolgen. Es gab auch schon einen ersten Gesprächstermin.

Jetzt mal zur praktischen Seite. Wie bereits erwähnt, scheinen ja insbesondere Regierungen großes Interesse an KI und Supercomputern zu haben. Wo sehen Sie da geeignete Anwendungsmöglichkeiten? Insbesondere was den missbräuchlichen Einsatz solcher Systeme gegen die eigenen Bürger betrifft.

Dr. Schwarzer: Da gibt es viel zu viele! Zunächst kann ein Quantencomputer jede Verschlüsselung knacken, die von einem der heute eingesetzten Rechner erzeugt wird. Außerdem ist eine viel engmaschigere Überwachung der Kommunikation möglich. Geradezu erschreckend wären da die Fähigkeiten des  Einstein-Quanten-Computers. Ein 64 Bit EQC könnte die weltweite Telefon- und Internetkommunikation eines ganzen Jahres Wort für Wort analysieren und würde dafür nur eine Milliardstel Sekunde brauchen. Es wäre nicht einmal eine Programmierung dafür nötig, da die KI des Einstein-Quanten-Computers sich das selbst beibringt. Diese Computer sind per se lernfähig. Während man also jetzt noch auf Schlagwörter wie „Sprengstoff“ oder „Waffen“ angewiesen ist, versteht die KI eines solchen Computers jeden einzelnen Satz in einem Telefonat oder einer Email und wertet ihn aus. Nichts ist dann mehr vertraulich, nichts kann mehr verborgen werden.

Das ist ja furchteinflößend! Gibt es noch weiteres Missbrauchspotential für die Regierungen?

Dr. Schwarzer: Da sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Militärische Aktionen, Geheimdienstoperationen und andere derartige Pläne könnten von Quantencomputern vor der Ausführung simuliert und anschließend diejenige Variante ausgeführt werden, die der QC als erfolgversprechendste ausgewiesen hat. Nachdem solche Aktionen immer in einem chaotischen Umfeld ablaufen und in Quanten die „Unbestimmtheit“ bereits enthalten ist, wird ein Quantencomputer, wenn man ihm genug Daten zur Verfügung stellt, im Gegensatz zu herkömmlichen Informationsverarbeitungssystemen bei Fehlentwicklungen in der Simulation diese Variante als nicht erfolgversprechend ausscheiden. Er rechnet also die entsprechende Variante des Vorgehens nicht mehr weiter, wenn zu viele Ungewissheiten darin auftauchen. Diese erkennt ein herkömmlicher Rechner nicht. Höchstkomplizierte und breit angelegte Operationen könnten also durch Quantencomputer mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zum Erfolg geführt werden.

Eine weitere Einsatzmöglichkeit wäre, mit Hilfe der KI eines Einstein-Quanten-Computers anhand der Kommunikationsanalyse ein perfektes Persönlichkeitsbild eines jeden Menschen zu erstellen und dadurch sein Verhalten in bestimmten Situationen exakt vorauszusagen.

Das heißt, der Staat kennt einen dann besser als man sich selbst?

Das kann man so sagen. Die EQ-Technik wird in der Lage sein, ein Gehirn perspektivisch 1:1 abzubilden. Und zwar jedes Gehirn, mit all seinen Aktivitäten und das zu jeder Zeit. Aber selbst solange die Verknüpfung noch nicht steht, das heißt, solange der EQ-Computer nur Daten zur Verfügung hat, die wir ständig nach außen abgeben, wird er uns besser kennen als wir uns selbst.

Wie kann das sein?

Nun, der EQ-Computer hat nicht unseren emotionalen Filter. Er hat zum Beispiel nicht den inneren Drang uns besser sehen zu wollen als wir wirklich sind. Man könnte sagen: Im Gegensatz zu uns steckt er nicht mit drin in der Gleichung, die uns beschreibt.
Nicht umsonst heißt es, dass man eine Sache nur ganzzeitlich scharf sehen kann, wenn man eine gewisse Distanz zu ihr hat. Der EQ-Computer hat diese Distanz zu einem jeden von uns und da er obendrein seine Analysearbeit noch unglaublich schnell erledigt und dabei selbstständig permanent sein eigenes Fehlerbudget überwacht, ist diese Technik jedem Psychoanalytiker millionenfach überlegen. Ein EQ-Psychoanalysesystem wird wissen, was wir tun, ehe wir das überhaupt wollen.

Das heißt, dass Regierungen mit solchen QC einen enormen strategischen Vorteil erhalten würden?   

Dr. Schwarzer: Das ist richtig. Eine gute Datenlage vorausgesetzt.

Das führt uns zu einer interessanten Frage. Welche Wortreihe würden Sie unterstützen:
1. Rad, Druckerpresse, Dampfmaschine, Verbrennungsmotor, Computer, Quantencomputer oder
2. Keule, Schwert, Gewehr, Bombe, Atombombe, Quantencomputer?

Dr. Schwarzer: Definitiv die zweite Wortreihe! Wobei eine Wasserstoffbombe nur eine Keule wäre im Vergleich zu einem Einstein-Quanten-Computer in den falschen Händen.

Simulierter quasi-1-dimensionaler EQ-Zustand mit radialen Wellenfunktionen rechnend (benötigt man für Molekülsimulationen bei der Einstein-Quanten-Computer Anti-Krebs-Strategie)

Das hört sich an, als würde in dieser Technologie überhaupt nichts Gutes stecken?

Dr. Schwarzer: Nein, so ist es auch wieder nicht. Richtig eingesetzt, eröffnet der Einstein-Quanten-Computer Wege, wie man Krebs sofort und nachhaltig besiegen könnte. Auch in der Erdbebenvorhersage bahnen sich ungeahnte Möglichkeiten an.  Das haben Vulkanologen in den USA bereits erkannt und mit mir Verbindung aufgenommen.

Haben Sie noch etwas, das Sie den Lesern von PI News als Schlusswort mit auf den Weg geben möchten?

Dr. Schwarzer: Ja, eine Warnung. Natürlich wird es die typischen ‚Fachleute‘ geben, die die gesamte Technik der Quanten-Computer als vollkommen harmlos und über alle Maßen nützlich erklären werden. Grad so, wie diese vielen Systemwissenschaftler, die in der 50ern und 60ern die Atomtechnologie für komplett bedenkenlos und radioaktive Strahlung für ungefährlich bis gar wünschenswert deklarierten. Man wird uns weismachen, dass jedwede Kritik gerade an geheimen Regierungsprogrammen, diese Technologie betreffend, verschwörungstheoretischer Unsinn ist und es sowieso nur die bösen rechten Alternativmedien sind, die hier einen Popanz aufbauen. Ich empfehle jedem, sich diese „systemaffinen Fachleute“ genau anzusehen und als erstes zu fragen, wer sie bezahlt.

Herr Dr. Schwarzer, in der heutigen Zeit bedarf es einer gehörigen Portion Zivilcourage, solche unbequemen Wahrheiten öffentlich zu äußern, noch dazu auf einer Plattform wie PI News, dem Flaggschiff der alternativen Medien. Nochmals Danke für das Gespräch, hoffentlich werden wir hier noch mehr von Ihnen lesen können!


Norbert Schwarzer hat an der Universität Chemnitz Physik studiert. Nach mehreren Forschungsprojekten im Ausland und einem Doktortitel auf dem Gebiet der Kontaktmechanik nahm er eine Stelle als Assistenzprofessor an der Universität Chemnitz an. 2005 gründete er das Sächsische Institut für Oberflächenmechanik auf Rügen (www.siomec.de/kranich).

Wer sich mit dem Thema näher beschäftigen möchte, dem sei das nebenstehende Buch von Dr. Schwarzer empfohlen. Es ist in englischer Sprache.