Grenzenlose Aufnahme-Euphorie

Die künstliche Überhöhung des „Fremden“

Von CANTALOOP | Aber es geht doch um Menschen! Diese Aussage innerhalb einer „Flüchtlingskrisen-Diskussion“ beendet zuverlässig jedes noch so hoffnungsvoll begonnene Gespräch. Auch die Kanzlerin nutzt diese Redewendung als rhetorisches Stilmittel häufig. Es ist und bleibt das argumentative Kreuz-As. Der Imperativ des Moralischen hat in gewissen Kreisen eben Vorrang vor allem Anderen. Insbesondere vor der Realität.

Welche Art von Menschen da zu uns kommen, aus den Tiefen des schwarzen Kontinents oder auch den arabischen Wüsten sollte indessen nicht genauer hinterfragt werden. Es werde schon alles seine Richtigkeit haben mit deren Fluchtgründen. Sagt das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, kurz BAMF. Und setzt Stempel und Unterschrift unter die vorläufige Duldung, aus der auch ohne wirklichen Asylgrund und ohne weiteres Zutun in der Regel eine Dauerhafte erwächst. Die den Familiennachzug gewährleistet. Und letzten Endes vielleicht das gesamte Dorf ins gelobte Land holt. Frei nach Heraklit: „Alles fließt“. Nach Deutschland.

Diese grenzenlose geradezu infantile Irrationalität und Wirklichkeitsverweigerung unseres „Systems“ kann zweifellos als Urheberschaft und maßgeblicher „Pullfaktor“ der derzeitigen Asyltragödie angesehen werden. Das Verursacherprinzip der hoffnungsvoll auf dem Mittelmeer daherschippernden Glücksritter und Hasardeure, die als Staffage auf ihren ausrangierten Gummibooten und Kuttern stets auch eine geringe Anzahl von Frauen und Babys „mitführen“, um eine glaubhaftere Anmutung sicherzustellen.

Denn auch die Schlepper scheinen mittlerweile von Begriffen wie „Marketing“ oder sogar „Betriebswirtschaft“ gehört zu haben – und bemühen sich redlich, die entsprechenden Bilder zu liefern.

Grausame Details aus dem Kongo

Was sie jedoch in der Heimat mit ihren Frauen und Kindern anstellen, lässt sich aus dem Text des oben schon eingefügten Spiegel-Artikels zum Thema Bürgerkrieg im Kongo nachlesen. Vorsicht: es bedarf schon eines stabilen Nervenkostüms dazu. Gleichwohl erinnert das Ganze sehr an die Zustände im Ruanda der 90er-Jahre – und zeigt einmal mehr, auf welch vorzivilisatorischem Stand sich immer noch weite Teile Afrikas befinden. Und auf dem Europa im Umkehrschluss auch bald wieder sein könnte.

Dass der Strom an weitestgehend ungeprüft einsickernden Menschen auf der Suche nach einem besseren Leben nie wieder abreißen wird, scheinen europaweit nur wenige der politisch Verantwortlichen in ausreichendem Maße zu berücksichtigen. Auch dass man durch bloße „Inaugenscheinnahme“ die Bestien unter den Immigranten nicht von den Anständigen unterscheiden kann, sollte deutlich mehr Erwähnung finden. Aber all dies geht im indifferenten und vor allem unreflektierten Überhöhen der „Schutzbedürftigen“ unter, bei gleichzeitiger Diffamierung jedes kritischen Gedankens, der aus Mündern oder Federn der konservativ-liberalen Opposition dringt.

Die Fühlung zum Volk verloren

Die Wehrhaftigkeit und der „Biss“ einer transformierten Links-Gesellschaft unter Merkel-Führung zeigt sich nur noch im hinterhältigen Angriff und dem Niederbrüllen des politisch Andersdenkenden. Viel Energie wird maßgeblich darauf verwandt, die Abweichler zu diskreditieren. Der Welt entrückt, flüchten sich die Linksintellektuellen nebst Gefolge und alle, die sich ihnen politisch zugehörig fühlen, in eine Art von Altruismus, dessen Definition allerdings nur noch ihnen selbst obliegt.
Man könnte glatt glauben, in Anlehnung an das zuweilen arg strapazierte Descartessche Leitbild „cogito ergo sum“, lassen die Asylprofiteure in dessen abstrahierter Form verlautbaren: „Ich fordere andere auf, zu helfen – also bin ich gut“.

Zweifelhafter „Fremdenmut“

Wenn ich gut bin, sind alle anderen schlecht. Und haben demzufolge kein Recht mich zu kritisieren, denn meine Moral ist nicht begründungsbedürftig. Linksgrüne Ethik in Reinkultur.

Aber die Neuankömmlinge werden eure hehren Ziele und hochtrabenden Erwartungen schon „einbremsen“, verehrte Linksmenschen, liebe Kanzlerin. Auf ihre eigene und sehr spezielle Weise.

Welcome to the jungle!