Denn sie haben ja nichts zu tun...

Langeweile unter Asylbewerbern

„Sie haben ja nichts zu tun“ – das wird gerne als Erklärung oder Entschuldigung dafür angeführt, dass „Zuwanderer“ pöbeln, klauen oder sich den ganzen Tag mit Bier oder Drogen zuknallen.

Bürgermeister König aus Boostedt, jüngstes Opfer einer Erkenntnis, die sich irgendwann nicht mehr weglügen lässt (PI-NEWS berichtete bereits), versucht sich in Erklärungen für die neuartigen Phänomene. Der NDR zitiert ihn ab Minute 0:56:

Es seien junge Männer „ohne Bleibeperspektive“, die vor der Ausweisung oder Rückführung stehen. Da kann man nun streiten, ob das bei zivilisierten Menschen zu solchen Ausfällen führen muss, wenn der unbegründete Wunsch auf „Asyl“ rechtswirksam abgelehnt worden ist. Einen anderen Grund nennt eine Bürgerin des Ortes (ab 1:16):

„Die haben ja auch nichts zu tun, die werden ja nicht beschäftigt. Was sollen die den ganzen Tag machen?“,

sagt Gisela Schellack ab Minute 1:16. Und das hat nun durchaus etwas für sich. Die „Flüchtlinge“ werden in der Regel extrem gut versorgt, wenn man die Verhältnisse ihrer Herkunftsländer als Vergleich heranzieht. Warum sollten sie da nicht einer sinnvollen Beschäftigung nachgehen müssen, um für ihr freies Leben ansatzweise etwas zurückzugeben? Gleichzeitig kämen sie im wahrsten Sinne des Wortes von der Straße herunter und müssten nicht auf dumme Gedanken kommen.

Den „Flüchtlingen“ sollten, so hier die grundsätzliche Überlegung, einfache Arbeiten aufgetragen werden, die sonst von der freien Wirtschaft nicht erledigt würden, die also nicht in Konkurrenz zu existierenden Arbeitsplätze treten. Als Belohnung könnte man ihnen Konsum gestatten, der über den bisherigen hinausgeht.

Unter jetzigen Bedingungen könnte das so sein, dass sie weiterhin ihr Geld bar erhalten, ansonsten aber mit Gutscheinen vorlieb nehmen müssten, für die dann keine Zigaretten oder Alkohol eingekauft werden dürfen. Später sollten, nach einer kompletten Umstellung auf Gutscheine, eventuell Zigaretten erlaubt sein, die es sonst, bei Arbeitsverweigerung, nicht gibt.

Zwei Beispiele sollen nur kurz skizziert werden:

  1. „Zuwanderer“ könnten sich tagsüber an Altglascontainern aufhalten müssen, um dort die richtige Farbzuordnung sicherzustellen und Verschlüsse oder ähnliches vorher zu entfernen. Acht Stunden unter einer kleinen Überdachung. Das Resultat würde zeigen, ob sie gut gearbeitet haben, Kontrollen der Anwesenheit müssten natürlich durchgeführt werden.
  2. „Zuwanderer“ könnten entlang unserer verdreckten Straßen mit Müllzangen Abfall aufsammeln, der dort die Umwelt schädigt (und als Plastik im Meer landen könnte!). Also: jeden Tag einen Streckenabschnitt von etwa zehn Kilometern säubern, das ist sicher bequem zu schaffen. Wer es mit den Beinen hat und nach der Flucht nicht mehr gehen kann, wird dann, wie gesagt, an einen Altglascontainer gesetzt.

Wer gar nichts kann, weder sitzen noch laufen, sollte dann aber zu Hause bleiben und sich schonen, bis die Gesundheit wieder mitmacht. Vielleicht gibt es auch da immer noch kleine Arbeiten, wie Kulis zusammensetzen, die man dann auch im Liegen erledigen kann. Und, das werden nicht alle gerne hören, aus Gründen der Gerechtigkeit sollte man auch deutschen Hartz IV-Empfängern zumuten, solche Arbeiten zu verrichten.

Diese sollten dann aber auch den „Flüchtlingen“ gleichgestellt sein und alle möglichen Vergünstigungen verlangen können, die „Flüchtlinge“ bereits heute erhalten, sei es eine Neubauwohnung mit Tiefgaragenplatz oder kostenlose Beförderung zur Arbeit mit dem Taxi oder auch nur ein neues Fahrrad, für das man früher noch sparen oder auf den Geburtstag warten musste.